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Summertime …

🎼🎶and the living is easy🎶 Wenn man den Heimfahrt-Stau bei 30 Grad plus überstanden hat und endlich auf dem Balkon auslüften darf. Und ich ärgere mich jetzt mal nicht, dass meine Autoscheibe einen nagelneues, offensichtlich noch wachsenden Sprung hat. Und dass ein paar Autofahrer so viel Spurwechseln mussten, dass sich durch die kleinen Unfälle für alle anderen noch mehr Stau gebildet hat.

Im Gegenteil freu ich mich, dass wir meine Wartezeit zum sinnvollen Quatschen mit den Nichten nutzen können. Die gerade von ihrer Mutter mit frischen Kirschen und Erdbeeren gequält werden. Und Limo trinken müssen … gut, vorher musste die Große ins Schreibwarenfachgeschäft an der „glühend heißen Hauptstraße, Coco, ich wär beinah gestorben, wegen einem blöden Matheheft,“ Mütter machen aber auch alles falsch 😊

Und gleich widme ich mich den ersten niedergeschrieben Erinnerungen von Mademoiselle an unseren Ausflugstag. Schön, so ein gechillter Montag Abend zur Summertime ☀️

Warum ich mir manchmal die gute alte Zeit zurückwünsche

Ich bin gerne Patentante, nur: was die Vorbereitungen auf Geburtstage, Namenstage, Weihnachten und weitere „Schenktage“ angeht bin ich mal mehr, mal weniger mit mir zufrieden. Dieses mal war ich – im Vorfeld – sehr sehr glücklich mit mir: mit der Frau Mama hatte ich bereits abgestimmt, dass der Große ein Buch meines liebsten Schriftstellers Erich Kästner bekommen mag. Dieses wurde im Internet bestellt und wird von einem netten Boten bestimmt rechtzeitig persönlich angeliefert. Dachte ich mir so. Bin mir aber grade nicht mehr so ganz sicher … Dazu ist mir kürzlich ein Brief meines kleinen großen Mannes an mich in die Hände gefallen. Und ich hatte die Idee für einen besonderen, zeitgemäßen Geburtstagsglückwunsch per WhatsApp: ein Vorher-Nacher-Bild. Das Original mit weiterer künstlerischer Ausgestaltung durch mich – an ihn zurück. (Die Idee hatte ich übrigens, bevor ich im Süddeutschen Magazin über diesen wunderbaren Papa gelesen habe, der das auch sehr viel professioneller macht, als ich als Laie und Patentante das schaffe ;-))

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Gesagt getan: am Wochenende hab ich mich, mit meinen etwas unzureichenden Malstiften (Frau in meinem Alter hat anscheinend keine Buntstifte oder Malkreide mehr, obwohl ich mir ganz sicher war, dass in den Untiefen meines Schreibtisches noch etwas schlummert. Muss ich wohl tatsächlich in einem Anfall von Aufräumeritis entweder beim letzten Umzug entsorgt oder hoffentlich wenigstens an einen heranwachsenden Künstler weitergereicht haben?), aber gut Stabilos in allen Farben sind zumindest vorhanden. Persönlich bin ich mit dem Resultat meiner künstlerischen Aktivität zufrieden. Vorher hatte ich mit dem iPhone schon das Vorher-Bild gemacht, anschließend unser gemeinsames Kunstwerk noch nett mit Happy-Birthday-Geschenkpapier mit Piraten, Schatzsuchern und Zauberern verschönert, Bild gemacht. Fertig!

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Gestern dann der langersehnte Moment am Nachmittag, ich mache eine späte Mittagspause, stecke das iPhone ein, um in Ruhe zu telefonieren und beim persönlichen Geburtstagsgruß das Kunstwerk anzukündigen. Ich wähle, freue mich, das iPhone? Tut gar nix. Keinen Saft mehr. Kein Ladekabel dabei. Ich komme erst spät nach Hause – zu spät. Ich ärgere mich seit gestern. Über mich. Über die Technik. Darüber, dass keiner ein Ladekabel dabei hatte, das er mir hätte leihen können. Ach, über die moderne Welt so insgesamt. Ich will alles wieder so, wie es früher mal war. Die gute alte Zeit. Ohne Handys, ohne Internet, ohne Flatrates, ohne Skype, ohne Facebook, ohne WhatsApp. Fürs nächste Jahr verlass ich mich wieder auf die gute alte Post – und schicke einen handgeschriebenen Brief. Und Punkt.

Alles Liebe zum Geburtstag mein kleiner Großer, ich kanns kaum glauben, wie schnell die Jahre, vor allem, wie schnell dieses Jahr verflogen ist. Ich freu mich mit dir auf dein neues Lebensjahr, auf all die spannenden Momente, die vor dir liegen!

Schokoschnute

Gestern hat mich meine bezaubernde Nichte angerufen, also eigentlich meine Schwester – aber nur als Bedienstete, denn das mittlerweile 2+3/4-jährige jüngste Familienmitglied ist schon ganz prima im Telefonieren. Gestern durfte sie nicht, weil sie den Schokokuchen überall hatte, im Gesicht, an den Händen, am Shirt, an der Schnute. Irgendjemand hat ihr mal den Begriff „schnell mal die Tante anrufen“ beigebracht, das bedeutet in unserer Familie: nicht irgendwann, sondern jetzt, sofort, unmittelbar. Dieser Plan wurde also mithilfe der Mutter, wahrscheinlich in einem nennen wir es gelinde befehlend quengligen Ton, schnell und unverzüglich ausgeführt. Und bei der Beschreibung des Schokokuchen-Schnabulierens hatte ich natürlich sofort Bilder von der süßen Schokoschnute im Kopf, die, obwohl sie sonst schon sehr deutlich spricht, kaum zu verstehen war, wahrscheinlich musste noch ein großes Stück Schokokuchen hinterhergeschoben werden, also während des Telefonierens? Soll schließlich keine unnötige Zeit vergeudet werden … 🙂