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Das mit Berlin

Ach Berlin. Jetzt kennen wir uns mehr als zwei Jahrzehnte. Aber irgendwie kommen wir zwei uns nicht näher. Ich komme dich immer wieder besuchen, viel zu kurz, als dass wir uns wirklich kennenlernen könnten. Kein Wunder, dass ich dich nicht so recht einschätzen kann, mir nie sicher bin, wie ich wohin komme. Und immer wieder neu anfange. Komisch, wo ich schon so oft da war. Trotzdem droh ich mich in dir zwangsläufig zu verlaufen. Immer wieder muss ich mich in dir komplett neu orientieren. Als wärs das erste Mal. So ging’s mir diese Woche schon wieder. Immerhin den X9 in Tegel mit einem winzig kleinen Umweg fast direkt gefunden und souverän den schnellsten Weg in die Stadt gewählt. Ja, das ist eine Steigerung, da hatte ich auch schon mal die falsche Richtung erwischt. Nach dem kleinen Erfolgserlebnis wäre ich den Ku’damm kilometerweit falsch lang gelaufen. Zum Glück bin ich Frau genug, rechtzeitig zu fragen. Und so den Irrweg einzusparen. Bin echt mal gespannt, ob sich das zwischen uns beiden jemals ändert? Komme in ein paar Wochen schon wieder, zum 3. Mal im Jahr 2016 – aber wahrscheinlich wieder viel zu kurz, um endlich mal wenigstens wieder ein paar Kilometer und damit Eckpunkte zu erlaufen. Schade eigentlich. 

Und alles wie immer

Schon ist’s wieder vorbei, das jährliche Messe-Highlight. Das dürfte grob geschätzt meine 12. ITB gewesen sein, so viel Vorbereitung, dann schnippst man 2x mit den Fingern. Und es geht nach Hause. Es war wie immer, und doch neu. Auf der Messe selbst wenig „echte News“. Aber muss man, wenn es ums Reisen, um Urlaub, um die schönste Zeit des Jahres zu verbringen, immer alles neu erfinden? Es gibt sooo viele wunderschöne Orte auf dieser Erde. Ich wage einfach mal ganz frech zu bezweifeln, dass man das alles auch nur ansatzweise in einem Menschenleben sehen und erfassen kann. Auf dem Berliner Messegelände bekommt man Halle für Halle kleine Eindrücke. Und selbst das ist nicht in ein paar Stunden oder Tagen zu schaffen. Wie immer jammert jeder, weil er viel zu viele Termine hat, die Wege auf dem Messegelände viel zu weit sind – und man viel zu wenig spontan jemanden treffen und quatschen kann … Ja, genau. Nächstes Jahr machen wir mal alle keine Termine und sind spontan 😉

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Auf jeder Messe nehm ich mir vor, genug zu essen und zu trinken, hat leider gar nicht geklappt. Dafür das Abendessen mit meiner lieben Freundin, das wir beide innerlich schon abgesagt hatten. Und dann waren wir spontan doch – und haben einen lieben Freund mitgenommen, der ab sofort fester Bestandteil unseres gemeinsamen Messeplans sein wird. Klar ist das auch immer ein Stück weit geschäftlich. Aber eben nur ein Stück. Schön wars nämlich. So richtig. Genau wie die anschließende Messeparty, die ich trotz Erkältung erstaunlich gut gemeistert habe. Spirit of Soul(die Musiker waren einfach nur großartig, kann ich nur empfehlen!) und meinem Partylöwen-Team sei Dank!

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Mein persönlich schönstes Messeerlebnis war Zeit, ich hab gut geplant, was das Leben erleichtert. Und jedes Wiedersehen von lieben Menschen ist und bleibt eine Bereicherung. Ich habe zu wenig gesehen, war zwar fast auf dem gesamten Gelände, musste aber meist schnell vorankommen. Was mir aufgefallen ist und mich sogar zum Stehenbleiben animiert hat: Sachsen hatte die Frauenkirche en miniature dabei, der Stand war wie ein Museum aufgemacht, hat mir gut gefallen. Dazu gab es eine Art Verkostungsbar mit Obst in Gläsern, die mit Wein/Schnaps/??? aufgefüllt wurden. Hatte natürlich keine Zeit, um das zu testen. Dafür hatte ich die Sekunde, ein Mädels-Trio mit der Elefantenfamilie am Sri Lanka Stand aufzunehmen, „wie im Urlaub“!
Berlin hat sich von seiner sonnigsten Seite gezeigt, was hätte ich dafür gegeben, länger da zu sein und weniger in den Messehallen bleiben zu müssen. Ich gestehe, dass ich mir manchmal einen kleinen Umweg über das Außengelände gegönnt habe. Einfach weils so gut tut.

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Ach ja, falls es (immer noch) jemanden interessiert: klar, wir sind wieder von Tegel aus geflogen. Unfassbar, ich hab mich doch schon vor 2 Jahren für immer vom alten Flughafen verabschiedet? Das ist und bleibt eine Lachnummer. Kleine Anekdote zum Schluss: nach der Landung in Berlin müssen alle Passagiere erst mal auf die Toilette. Es gibt nur 3 Kabinen. Kommentar einer Mitreisenden in der Kloschlange: „Und am neuen Flughafen stehen Hunderte leer …!“