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Musik am Mittwoch: Tanzend auf den letzten Metern

Es war eines meiner Highlights auf der Landshuter Hochzeit 2017: das letzte Drittel des letzten Zuges am vergangenen Sonntag ist tanzend zu mittelalterlichen Klängen durch die gesamte Altstadt bis ins mittelalterliche Lager gezogen – ich habe tatsächlich ein Video von den letzten Metern gefunden, das ich gerne teilen möchte.

Und laut Insidern ging das im Lager noch bis kurz vor den Ritterspielen „übermütigst“ so weiter, so fröhlich, so stimmungsvoll.

Servus Mittelalter, pfiade, bis 2021


Schon wieder vorbei, viel zu schnell, aber jede Minute war so eine schöne, fast schon einzigartige Atmosphäre auf dieser Landshuter Hochzeit 2017. Mein großes Lob an alle 2.500 Mitwirkenden hab ich ja schon ausgesprochen – es ist aber auch ein Dankeschön angebracht. An die Förderer, die gemeinsam mit Polizei, THW, Feuerwehren & Co  für eine sichere Atmosphäre gesorgt haben … es war eine wirklich friedvolle Laho. Ein ausgelassenes Fest, eine Party – auf den Tribünen, auf dem Zehrplatz und überall in der Stadt.


Mein schönster Moment mit ganz viel Gänsehaut gestern beim 4. und letzten Hochzeitszug war, als der Zug zum zweiten Mal in die Altstadt kam – ab dem letzten Drittel haben gefühlt alle Musiker gemeinsam zum mittelalterlichen Tanz aufgespielt, und alle, Komödianten, Gaukler, fahrendes Volk und sogar die Nachhut vom THW, haben gemeinsam die Altstadt durchtanzt. Was für eine ausgelassende Stimmung, es war bezaubernd!


Ich habe so viele Momente gesammelt, zu viele, als dass ich sie heute schon alle aufschreiben könnte. So viel durfte ich sehen, erleben, beobachten. Es ist immer eine Unmenge an Emotion im Raum, wie hat einer der Darsteller so schön über seinen vielleicht 3jährigen Sohn gesagt: „Der is a richtige Mittelalter-Wanze …“, weil ihm so gut taugt, im Kostüm zu laufen, mit den anderen Kindern zu spielen, das Lagerleben. Genau das spüre ich, dass es für die meisten Mitwirkenden von klein bis groß zwar eine Rolle, aber eine zum Wohlfühlen ist. Die sie gerne machen, die sie mit Leben befüllen.


Ich werde hier sicher noch mehr Eindrücke festhalten und auch aus den zigtausend Bildern noch mal ein Best of heraussuchen – nur: die Technik hat mir gestern einen üblen Streich gespielt. Warum, weshalb, wieso? Keine Ahnung, ich konnte nicht mehr hochladen. Ging nichts. Gar nichts. Ich hab mich so geärgert, die bezaubernde Nichte musste mich arg trösten, denn schließlich wollte ich ja vor allem unsere gemeinsamen Bilder hochladen, damit sie die auch heute schon auf ihrem Tablet anschauen kann …. Grrrr, womit wir bei den Vorzügen des MIttelalters wären: damals gabs keine Technik, die nicht funktionieren konnte. Da musste man sich über „nix“ ärgern und die erlebten Bilder einfach ganz tief im Herzen drin aufbewahren. …

Himmel Landshut, tausend Landshut – Landshut Hallooo

Mein Herz tanzt #6


Ich hab mir fest vorgenommen: wenn ich groß bin heirate ich einen Rockstar. Ganz sicher keinen Prinzen. Weil laaaaaaangweilig. Aber so einen King of Rock. Eine Diva und Primadonna in Person, viel zu viel Alkohol, wenig Schlaf und möglicherweise noch so das ein oder andere Übel im Gepäck, eh klar. Wobei: ich könnte durchaus verstehen, sollte sich Caleb Followill Donnerstag ein bisschen wie der Prinz auf der Erbse gefühlt haben. Haben doch die Konzertkritiker ganze Arbeit geleistet und das Münchenkonzert der Kings of Leon nach allen Regeln der Kunst verrissen. Hm. Waste a Moment. Ein vertaner Abend? Ich war da. Eine von gar nicht mal so wenigen. Und bin immer noch geflasht. Und hab sehr viel mehr sehr geile Musik gehört als „nur“ Sex on Fire und Use somebody

Ich mag Calebs Stimme. Sehr. Ich bewundere seine kraftvolle Röhre. Die scheinbar ohne Druck von ganz tief kommt und ganz tief geht. Männlich und gefühlvoll, was er vor allem bei The Runner mit Akkustikgitarre während des Umbaus vor dem roten Vorhang hören lässt. Und Walls. Und Notion. Und und und. Was kann der Kerl musikalisch. Irgendwann hatte er Probleme mit seinen In-Ears, zieht sie einfach ab, singt ohne weiter, jeder Ton sitzt – den Ersatz gabs erst zum nächsten Stück. Selten genug im Rock’n’Roll, deshalb erwähne ichs halt.
Katja Krafts Kritik hab ich gern gelesen, die Frage: „Wie viele Kinder wohl auf seine Kappe gehen? Nicht durch physisches Zutun freilich – allein durch die musikalische Inspiration dieses genialen Songs. Denn meine Güte, ist das eine rauschige Kleider-vom-Leib-reiß-Nummer!“ hab ich durchaus schon vielfach aus unterschiedlichsten Blickwinkeln analysiert. 

Generell: das ist Musik, teilweise wahnsinng schnell, laut, irre. Da steht diese Musikerfamilie, 3 Brüder und ein Cousin, also auf der Bühne, recht unspektakulär: kommen, spielen, irre Gitarren, geilen Bass, krasse Drums – und gehen mit ihren Instrumenten ab. Ja, da ist wenig Interaktion mit dem Publikum, zwischendurch etwas Genuschel, wenige Ansagen, Überleitungen oder Konversation. Hi, we are Kings of Leon. Dass die Kritiker nach Showbands wie Aerosmith, Coldplay, Depeche Mode und Guns’n’Roses (um nur ein paar zu nennen, die in den letzten Tagen vor dem Münchner Publikum gespielt haben …) dafür kritisieren? Ich habe nichts vermisst. 

Dass die 9.000 Konzertbesucher fast kritisiert werden für zu wenig Stimmung, wohl im Vergleich zu den 60.000 am Vortag im Olympiastadion? Fragwürdig. Ja, es gab keine Zugabe, das können wir gerne diskutieren. Für mich war es stimmig, die 4 KoLs haben mich mehr als 100 Minuten mit auf ihren musikalischen Trip genommen, ich hatte von Gänsehaut über „Ich-muss-tanzen-und-mich-im-Rhythmus-bewegen“ und „Wenn-ich-groß-bin-heirate-ich-einen-Rockstar“ bis zu „So-viele-Solos-Staunen“ alle Glücksgefühle, die ich mir gar nicht so geballt erhofft hatte, erleben und auskosten dürfen. Und ich war fasziniert, wie viel Plektrons und Drumsticks und Wasserflaschen die ersten Reihen der Arena abbekommen haben. 

Musik ist und bleibt Geschmackssache, mein Herz tanzt noch etwas zum Sound der Kings of Leon … und wenn ich mal groß werden sollte heirate ich ganz bestimmt einen Rockstar. Oder 2. Oder 3. Oder so.

Spruch zum Wochenende: Frech und wild

Liebe Mademoiselle, 

bitte entschuldige, ich hatte kein Geschenk dabei. Obwohl Weihnachten war … aber ich hab Zeit mitgebracht. Und du durftest mich ganz für dich allein haben. Mich in dein Zimmer, dein kleines, sogar aufgeräumtes Reich entführen. Mir deine neue Pinke Kamera zeigen und jede, ich betone jede Funktion erklären. Immerhin hast du schon fleißig ausprobiert und bereits 239 Bilder gemacht. Und das 240. war ein wirklich grusliges Comic-Selfie von uns zwein. Kommentiert durch ein sehr dreckig-kehliges Gelächter von deiner Seite 😉

Und ich hab zu deiner Performance mit nagelneuer Rockstar-Ausrüstung (Gitarre und Mikrofon in pink ….) applaudiert. Und anschließend deinen Freestyle-Tanz bewundert. Und mitgesungen. Nur Xylophon durfte ich nicht spielen, weil dich das zu sehr in deiner Konzentration ablenkt und dadurch „große Verletzungsgefahr“ für dich besteht …

Das Schweizer Käsefondue war köstlich, nur schade, dass dir geschmolzener Käse nicht schmeckt. Hatten wir anderen mehr davon … und Danke für die Stepptanzperformance in deinen goldenen Schuhen. Das hat mich sehr beeindruckt. Vor allem, dass du dich nicht verletzt, also, wirklich, es ist und bleibt beeindruckend. Und Punkt.

Kommen wir zu deinen Geburtstagsplänen. Ich freue mich sehr, dass ich zu den Erwachsenen Freunden gehöre, die du einladen willst. Und habe mir gut gemerkt, dass du keine Geschenke haben willst, sondern dass du mit uns allen „einfach nur“ feiern willst. Gut, du planst, mindestens 30 Menschen einzuladen. Und viel Dekoration willst du. Da wird’s auch echt eng, wüsste gar nicht, wo da noch Geschenke Platz finden sollten?

Da du an deinem Geburtstag im August feiern möchtest willst du die Einladungen am liebsten heute verschicken, damit deine Freunde sie vor der Urlaubsplanung haben. Gute Idee, bis dahin hast du dann auch Zeit, dich mit den Eingeladenen wieder zu versöhnen, mit denen du in der Zwischenzeit mal Knatsch hast. Auch deine Themenfindung rund um das Highlight des Abends hab ich mir notiert: für dich und deine 6 Kinderfreunde soll es einen Film geben. Einen spannenden, interessanten. Denn „ich bin auch ein interessanter Typ. Also muss es ein Film sein, der zu mir passt!

Meine Liebe, du bist und bleibst speziell. Ein schillernder Schmetterling – manchmal etwas irritierend für deine Umwelt, immer fordernd, oft krawallig. Aber dann auch wieder herzberührend. Heute mal nur für dich mit den Worten Astrid Lindgrens: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!