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Mittagspause am See

Es gibt diese Tage, an denen man mit den ganzen lieben Kollegen zur Mittagspause ins Restaurant geht. Ein Tisch beim Italiener ist reserviert, mit freiem Blick einmal über den kompletten Ammersee. Die Sonne scheint, der Himmel strahlt weiß-blau, ein laues Lüftchen weht, die Temperatur ist angenehm … Dann wird die Pause zelebriert, mit gutem Essen, guten Gesprächen – und immer wieder schweift der Blick ab, gleitet über den in allen Farbnuancen schillernden See, die unterschiedlichen Boote, die Seevögel. Und beobachtet die Menschen am See, die entweder ganz langsam oder ganz schnell ins doch kalte Wasser springen … Was hab ich diese Stunden heute genossen!

Warum man das nicht öfter macht? Kann ich euch sagen: weil es hinterher so gut wie unmöglich ist, sich wieder auf die Aufgaben zu konzentrieren. Man möchte einfach nur wieder raus, weiter auf den See schauen, und das „dolce far niente“ genießen ….

Und warum es davon kein Foto gibt kann ich auch  beantworten: weil ich offline war, vollkommen ohne iPhone. Sogar ohne Kamera 😉

Spruch zum Wochenende: Mehr (aus der) Zeit (machen)

Die Tage und Wochen verfliegen gerade – wie nix. Zeit ist so wertvoll, aber gerade die letzten Tage sind so schnell vergangen, das waren doch auch jeweils 24 Stunden? Und jede Woche hatte 7 Tage? Und die Monate auch 4 Wochen …. Und durch die intensiv gelebten Abende und Nächte gefühlt so viel erlebt, so viele Menschen gesehen, so vieles aufgesogen – und längst noch nicht verarbeitet. Es ist Sommer – Zeit, sich einfach nur wohlzufühlen, zu entspannen, zur Ruhe zu kommen, Sonne zu tanken, draußen sitzen, das Wetter und das Leben zu genießen. Süßes Nichtstun. Dolce far niente. Blissful Laziness. Faul sein.

Nur mittendrin gibts so viel vorzubereiten, aufzuarbeiten, zu erledigen, zu tun. Deshalb mein Spruch für dieses Wochenende: ich brauch mehr Zeit. Freizeit. Um zu entspannen UND alles gebacken zu bekommen, was ich eben gebacken bekommen muss.

Ich muss es wohl einfach mal damit versuchen: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (Seneca)