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Spruch zum Wochenende: Die Suche nach dem Göttlichen

Leise sagte ein Mann: „Gott, sprich zu mir.“ Eine Nachtigall fing an zu singen. Der Mann hörte sie nicht.
So rief der Mann: „Gott, sprich zu mir! Ein Donner grollte am Himmel über ihm. Wieder hörte der Mann nicht hin.
Jetzt bat der Mann: „Gott, zeig dich mir.“ Die Sterne fingen an, hell zu leuchten. Aber der Mann schenkte ihnen keine Beachtung.
Der Mann rief lauter: „Gott, zeig mir ein Wunder!“ Es wurde ein neues Leben geboren. Der Mann nahm es nicht wahr.
Jetzt schrie er vor Verzweiflung: „Gott, berühre mich, damit ich weiß, dass du da bist!“ Gott beugte sich zu ihm herunter und tat dies. Aber der Mann schubste den Schmetterling von sich und ging …
(Quelle)

Geht uns allen ja öfter mal so, dass wir nicht so recht zuordnen können, ob das, was sich uns zeigt, das ist, wofür wir es gerne halten möchten? Ich mach mir darüber am Wochenende mal ein paar Gedanken dazu – habt ein Schönes und Erholsames!

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Der ausgebüchste Hase und die Brille

Beim letzten Arbeitsbesuch im neuen Zuhause der Nichten hat sich meine Brille aus dem Staub gemacht.

Das kommt so: ich brauche die Brille ja nur, um auf die Ferne scharf zu sehen. Also wird sie beim Arbeiten prinzipiell irgendwo abgelegt. Und zwar so, dass ich sie hinterher wieder gut finden kann. Also in diesem Fall beispielsweise auf den Tisch auf der Terrasse. Da lag sie auch griffbereit, bevor wir in den Baumarkt gefahren sind.

Für die Fahrt hab ich sie aufgesetzt. Im Baumarkt haben wir das benötigte Material eingeladen, und ich bin mir sicher, dass die Brille da noch auf meinem Kopf war, hoch geschoben. Ich meine auch, dass ich sie auf der Rückfahrt noch auf hatte, sonst seh ich ja beim Autofahren nicht so gut …

Wie auch immer. Bei der Rückkehr aus dem Baumarkt habe ich kurz mit einer Bekannten telefoniert und bin dazu etwas im Garten herumspaziert. Dabei hab ich festgestellt, dass einer der zwei Hasen ausgebüchst war. Telefonat beendet, alle alarmiert und dem Hasen hinterhergejagt – der tatsächlich auf die Straße rennen wollte. Die Aufregung war groß, nach einer wilden Jagd durch den für einen Hasen unzählige Verstecke bietenden Garten konnten wir ihn endlich unter den wilden Weintrauben einfangen.

Er durfte zurück in seinen Stall, bekam zur Beruhigung etwas Nervennahrung. Und alle anderen durften auch erleichtert aufatmen …

Nur ist irgendwo unterwegs meine Brille auf der Strecke geblieben – und langsam geb ich die Hoffnung auf. Denn nachdem wir am Tag selbst gründlichst und ergebnislos danach gesucht haben hatten ja auch Nichten, Schwester und Schwager ein Auge drauf. Auf Rückfrage ist sie dummerweise auch nicht im Baumarkt liegengeblieben. Und bleibt seitdem spurlos verschwunden. Insofern: das war wohl der Tag, an dem der Hase ausbüchste und die Brille auf Nimmerwiedersehen verschwand.

Sonntagsfreude: Ostereiersuche

 Ja, ich weiß, wir sind zu früh dran. Eigentlich nicht wirklich, denn die bezaubernde Nichte und ich haben heute nicht die diesjährigen Mitbringsel des fleißigen Osterhasen gesucht. Sondern uns vielmehr auf die etwas aussichtslose Mission gemacht, Umzugskisten voll Dekomaterial nach den unzähligen, wirklich tollen Schmuckeiern meiner Mutter, ihrer Oma, zu durchstöbern. Die diese an Zweigen Frühlings-österlich dekoriert haben will. Vergeblich. Da müssen wir leider noch mal ran. Denn: ich hab alles so gut verpackt, dass wir beim besten Willen nicht mal ansatzweise wissen, wo sie sein könnten … Nicht, dass es nicht noch eine Million Alternativen im Bestand gäbe. Aber es müssen natürlich genau die sein, die wir nicht finden! Aber dafür haben wir eine Menge Spaß gehabt, wir zwei. Und ein neues Geheimnis teilen wir jetzt auch: gut, dass es heute so böig war, da konnte man das Windspiel richtig gut hören 🙂

Und das Bild hat übrigens die Nichte gemacht, die meine Leidenschaft fürs Fotografieren teilt, auch wenn sie ein eigenes Wort dafür hat: kartografieren. Kann sie richtig gut, wie ich finde.

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Mehr Sonntagsfreuden sammelt Rita, schaut bei ihr vorbei.