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Spruch zum Wochenende: Blechschaden

„Die größte Gefahr im Straßenverkehr sind Autos, die schneller fahren, als ihr Fahrer denken kann.“ (Robert Lembke)

Oder die stehend den Rückwärtsgang einlegen und mal kurz Gas geben. Wenn ich mit Sicherheitsabstand hinter ihnen stehe. Jetzt hat der Peugeot einen Blechschaden.

Und ich ärgere mich. Weil der andere hatte einen Anhänger. Ausgeliehen. Nicht mal eine Schramme. Wenn er den Unfall nicht melden sollte hab ich schlechte Karten … und er hatte 3 Jungs im Auto. Ich war allein unterwegs. Zeugen? Drückt mir die Daumen, dass der andere ein ehrlicher Kerl ist. Danke.

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (9)

Wir haben Winter. Echten Winter. Mit viel Schnee. Und vor allem bei der Parksituation merkt man: Autofahrer sind sich selbst am nächsten. Wer sein Fahrzeug bewegen muss und zurückkehrt hält riesengroße Sicherheitsabstände. So werden aus 50 möglichen Parkplätzen ganz schnell 30, 10 fallen zusätzlich durch die hochgehäuften Schneehafen weg … blöd, wer zu spät kommt und an den wenigen Autos mit großen Lücken entlangfährt, aber trotzdem keinen Parkplatz findet. Hm. Ich laufe ja gerne ein Stück! Auch ein weites Stück, aus einem ganz anderen Wohnviertel …

Was mir auffällt: Winterräumdienst ist nicht gleich „die Straßen werden geräumt, wenn Bedarf ist“. Da hat wohl jeder Beauftragte großen Interpretationsspielraum bzw. ein großzügiges Zeitfenster. Das ganz bestimmt nicht immer mit den Zeitfenstern der Verkehrsteilnehmer übereinstimmt.

Und ich wiederhole mein Mantra an mich selbst: ich habe es bei diesen Wetterverhältnissen nicht eilig, nehme Rücksicht auf unsichere Verkehrsteilnehmer und plane unvorhergesehene und vor allem dämliche Manöver ein. Und habe ab sofort immer Nachfüllspritzwasser dabei, das auch bei Minusgraden einsatzfähig bleibt …

Baustellengedanken

Als ich ein Kind war hatte unser Dorf keine Straßen, jedes Haus wurde einfach laufend nummeriert. Der Postbote fand unsere Familie so lang ich mich erinnern kann in der Nummer 7. Nach einer Ortsteilstrukturierung in den 80ern bekam wir zwei große und ein paar kleinere Teilstraßen – und eine neue Hausnummer, die 9. da war ich damals richtig unglücklich, weil was immer so war, soll doch gar nicht geändert werden … Jetzt haben wir beim Renovieren einen Stein direkt neben der Haustür freigelegt, auf dem in alter Schrift mit Bleistift und etwas Phantasie Nr. 9 geschrieben steht. Und dann philosophier ich so vor mich hin, ob das Haus gar nicht die Nummer 7 sein wollte, sondern immer schon die 9 …?

Spruch zum Wochenende: Fragen

Irgendwie läuft der Straßenverkehr gerade gefühlt nicht wie sonst? Deshalb seien mir ein paar Fragen erlaubt:

Wenn ich in einer 30er-Zone „etwas“ schneller als erlaubt fahre: warum muss mich dann ein Opelfahrer hupend und aufblendend überholen?

Wenn ich an einer roten Ampel ohne Grünpfeil für Rechtsabbieger warte, warum muss der Golf hinter mir Hupen und Lichthupen, um mich dann zu überholen und bei Rot über die Ampel zu fahren (und dabei einen vollbesetzten Bus schneiden)?

Wenn ich einen LKW rechts abbiegen lasse, warum meint dann der im Gegenverkehr wartende Linksabbieger, mich schneiden zu müssen/können?

Wenn ich im Stau stehe und die Gelegenheit nutze, über Freisprechanlage mit der besten Freundin zu telefonieren, warum muss der vor mir einen Vogel zeigen?

Meine Antwort für das bevorstehende Wochenende: Lächeln. Denn: „Wir lächeln alle in der gleichen Sprache.“ (Anynomus)

Und damit das jetzt nicht so alleine steht eine nette Begegebenheit von meinem täglichen Arbeitsweg: ein netter Busfahrer hier am Ammersee nutzt seine Busbeschriftung öfter mal für motivierende Botschaften, habe mich schon vielfach über sein „GRINS“ gefreut, heute morgen fand ich toll, dass er auf seinen Fahrten auf das herrschende „SCHNEETREIBEN“ aufmerksam macht. Ich hab ihn angelächelt …