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Spruch zum Wochenende: Herbst

Bin heute morgen aus Gründen über Umwege in die Arbeit gefahren – und habe es so sehr genossen. Dieses Leuchten, die Sonnenstrahlen, die langsam wärmen, die Bäume zum Leuchten bringen. Auf Landstraßen hat man doch immer noch einen Ausblick mehr, als auf der Autobahn … Und da ich meine Kollegin mit im Auto hatte, durften wir uns zu zweit über einen Blick übers gesamte Alpenvorland in strahlenden Herbstfarben freuen. Dahinter majestätisch die Berge, die Spitzen schon stellenweise gezuckert … kein Wunder, dass für ein paar Minuten das Gespräch verstummte und wir andächtig den Anblick in uns aufgesogen haben. Schon sehr wahr: „Der Herbst ist des Jahres schönstes farbiges Lächeln.“ (Willy Meurer)

Und dann kommt eben eine Mail, ich hatte meiner Kundin geschrieben, dass ich heute ganz besonders gern bei ihr im Bayerischen Wald wär, so halt. Zurück kommt: „Komm, setz dich ins Auto – lass uns wandern gehen !!!!!!!!!!!!!!!!!!“ Ohne Fragezeichen, mit so vielen Ausrufungszeichen. Das ist eigentlich keine Bitte … soll ich? 😉

Zeig mir mal, wie lieb du mich hast

Eine kleine Erinnerung, an irgendwann in den letzten Wochen oder Monaten: meine Nichte nimmt meinen Arm, umschließt ihn ganz fest mit beiden Händen, und drückt und drückt. „So lieb hab ich dich …“ Schluck. „Jetzt drück mich mal, wie lieb du mich hast!“ „Das kann ich nicht, das hältst du nicht aus!“ Sie schaut mich ganz fest an und lächelt, wissend, aus tiefster Seele. Wir zwei haben schon ganz schön großes Glück, dass wir uns so gut verstehen und ab morgen Abend ein wunderbar langes Wochenende miteinander verbringen dürfen? Mädelstage. Ich freu mich drauf.

Von Kindern lernen: Geld spielt keine Rolle

Wer Kinder beobachtet merkt schnell: Geld spielt bei weitem nicht die Rolle, die wir Erwachsenen ihm zuordnen. In alle Richtungen betrachtet. Wertvoll bedeutet für kleine Menschen meistens nicht, wieviel etwas gekostet hat. Nicht beachtet kann ganz schön teuer gewesen sein. Besitz ist relativ, „meins“ kann ganz schnell unwichtig sein, wenn ein anderer etwas hat, was man selber haben möchte. Oder ob ein Geschenk beispielsweise nach „groß und viel“ oder nach „klein und wenig“ aussieht. Oder von wem es kommt. Das müssen Verwandte oft fast schmerzhaft erleben, wenn sie viel Geld ausgegeben haben, um Kinderaugen zum Strahlen zu bringen – dann wird am Gabentisch ein Geschenk nach dem anderen ausgepackt. Ohne dass die Investition irgendeine Wirkung erzielt.  Als Erwachsener tendiert man dazu, sich etwas leisten zu wollen. „Mein Haus, mein Boot, mein Auto“, längst nicht nur ein abgedroschenes Klischee, oder? Schadet nicht, sich regelmäßig vor Augen führen, was einem wirklich wichtig ist, eröffnet ein balanciertes Werteverständnis. Und – ein wichtiger, wenn auch vielzitierter Gedanke – die wichtigsten Dinge im Leben lassen sich mit Geld nicht bezahlen ….

Die halbe Sonne

Gestern abend, wir sitzen zu später Stunde um einen Tisch. Die Bedienung verabschiedet sich von ihrem Chef. Er wünscht ihr gute Nacht und ruft hinterher: „Jetzt geht zu Hause das Licht an.“ Sie antwortet: „Eine halbe Sonne scheint schon, und wenn ich komme, dann sind wir zu zweit ganz. Und strahlen um die Wette.“ Und lächelt verschmitzt in die Runde …