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Spruch zum Wochenende: Schweigen

Ging mir in den letzten Tagen viel durch den Kopf: „Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.“ (Ernest Hemmingway)

Dabei tut Schweigen der Seele so gut – bräuchte heute zur Abwechslung einen eher schweigsamen Tag, mal sehen. Für dieses Wochenende steht für mich ein Ankommen im Advent mit der besten Freundin auf dem Programm, Auftanken für Herz und Seele. Vorfreude ist eine schöne Freude ❤️

Mucksmäuschenstill [*.txt]

Weit oben droben, auf etwa 1.900 Metern, ganz allein. Der Stille lauschen. Den Wolken zusehen, wie sie ohne ein Geräusch zu machen dahinziehen. Wie sie sich an den Berggipfeln vorbeischleichen, ins Tal hinunterwehen oder in den Himmel entschweben. Einen Greifvogel beobachten, wie er minutenlang majestätisch kreist, lautlos. Ein Flugzeug fliegt über die Gipfel, nicht zu hören. Nur der Windhauch ist etwas scharf, vernehmbar. Auf der Alm, auf den Weiden des Bergrückens, hin und wieder bimmelt eine Kuhglocke. Hört man ein Pferd schnauben, ein Huhn scharren oder ein Lämmchen blöken. Nichts stört. Es ist himmlisch ruhig. Mucksmäuschenstill. Pst. Leise. 

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Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 9. Wort lautet „Mucksmäuschenstill „. Und aktualisiert für dieses Schreibprojekt, das sich dem Thema „Stille, die der Mensch ist“ widmet und damit genau mein erlebtes Stille-Gefühl einfängt: Stille in mir, damit ich die Stille um mich wahrnehmen kann.

Spruch zum Wochenende: Grund der Dinge

Schattenplatz am Fuschlsee
Stille

„Es war einmal ein Mönch, der in Einsamkeit, Stille und Meditation lebte. Eines Tages besuchten ihn ein paar Menschen und fragten: „Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“ Der Mönch war mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu den Besuchern: „Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“ Der Mönch wartete eine Weile und fragte dann erneut: „Schaut in den Brunnen! Was seht ihr jetzt?“ Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selbst!“ Der Mönch erklärte: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation: Man sieht sich selbst! Und nun wartet noch eine Weile.“ Nach einer Weile sagte der Mönch wieder: „Schaut jetzt in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Menschen schauten hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“ Da erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Wenn man lange genug wartet, sieht man den Grund aller Dinge.“ (Verfasser unbekannt)

Ich wünsche euch ein Wochenende mit Zeit für Stille …

Spruch zum Wochenende: Zuhören


Musste heute morgen kurz anhalten und das, was ich sehen durfte, im Bild festhalten. Ist das nicht wie gemalt?Ich war vollkommen verzaubert von diesem Moment. Und mir kam, ganz eins mit mir und mitten in der Natur, ein Gedanke, der in diesen Zeilen festgehalten ist: „Listen to the wind, it talks. Listen to the silence, it speaks. Listen to your heart, it knows.“ (Indianische Weisheit)

Habt ein schönes Wochenende