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August-Geburtstagsgruß

Liebe Mademoiselle,

Es ist der erste Geburtstag, den du „alleine“ feierst. Dein Opa, der den Geburtstagstag ja seit deiner Geburt mit dir teilen durfte, feiert vom Himmel aus mit. Bestimmt hat er neugierig nach unten geschaut, was sein Mädel den Tag über erlebt. Wahrscheinlich hat er dir einen kitzelnden Sonnenstrahl geschickt, als ihr gestern an seinem Grab wart. Vielleicht hat er ein paar bunte Schmetterlinge zum Tanzen gebracht?

Ganz bestimmt war er um euch herum und hat sich gefreut, dass seine Familie das Löwen-Geburtstagskind gemeinsam gefeiert hat. Vielleicht hast du hin und wieder an deinen Kettenanhänger gefasst, den er dir kurz vor seinem Tod vererbt hat? Das hat ihm ganz bestimmt ein Strahlen ins Gesicht gezaubert …

Und vielleicht hat euch gestern auf der Heimfahrt ein Stern oder ein paar mehr den Weg geleitet? Ja, ich denke, auch dafür hat er Sorge getragen. Vielleicht hat er dir sogar eine Sternschnuppe geschickt? Auch das würd ich ihm durchaus zutrauen.

Schön, dass er diesen Tag weiterhin in so „lebendigen Gedanken“ mit dir feiern darf …

Alles Liebe zum Geburtstag wünscht dir deine wahrscheinlich nicht mehr lang „große“ Patentante

Sonntagsfreude: Kinder-Musical

Vor etlichen Jahren hab ich mal auf einem Volksmusikfest per Zufall Werner Meier kennengelernt – an dem Abend trat er mit seinem Programm für Erwachsene auf. In der Folge hab ich mich allerdings in die Sternschnuppe eingehört und den Patenkindern die „Sommerlieder“ geschenkt. Und heute haben mich Mademoiselle und Monsieur gemeinsam mit ihren Eltern in den Gasteig eingeladen, ins Ristorante Allegro. Das philharmonische Kinder-Musical ist eine Zusammenarbeit von Sternschnuppe und den Münchner Philharmonikern.

Bekannte und aus vielen Kinderkehlen mitgesungene Leckerbissen aus der Sternschnuppen-Liederküche werden orchestral arrangiert als „Klangküche“ neu präsentiert. Dazu gibt’s Singen und Tanzen, die besondere Würze macht überall der Wortwitz.

Noch etwas offizielle Beschreibung: Acht Schauspieler und Sänger führen durch die turbulente Geschichte, die Kinder in ihrer Erlebniswelt abholt und interaktiv mit einbezieht: Mitsingen, Schnippen und Wippen erwünscht! Für Kinder von 5 bis 105 … 😊

Ein großes Dankeschön, an meine uneigennützigen Kartenspender und an die vielen Mitwirkenden, auf der Bühne und im Publikum, das hat sehr viel Spaß gemacht.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Sternschnuppennacht

IMG_2610Sommernacht, Sternschnuppennacht. Draußen sitzen, stundenlang mitzählen. Wie viele hast du gesehen. Hast du dir was gewünscht. Ich frag dich nicht. Sonst geht’s doch nicht in Erfüllung.

Heimgehen. Schlafen. Nein, das können wir oft genug. Nicht heute. Nicht morgen. Nicht diese Woche. Endlich ist Sommer, mit all seiner Klarheit, mit all seiner Wärme. Tagsüber Sonnenstrahlen, nachts ein Rest des gespeicherten wertvollen Rohstoffs. Ein paar Tage nur, die unendlich scheinen. Statt im Bett träumen wir unter dem ewigen Sternenzelt. Und werden zum Teil davon, verschmelzen mit dem Universum.

August Sternschnuppenhimmel

Die Vorgeschichte: Unseren 25. Geburtstag habe ich mit 2 Freundinnen, ebenfalls im April geborene Mädels, als Trio mit einer 70er-Jahre Schlagerparty auf dem Land gefeiert. Auf dem Hof meiner Eltern, auf der Wiese, an einem sehr heißen August-Samstag. Kurz vor Partybeginn am Abend ging nach der drückenden Schwüle des Tages ein Gewitter runter, danach hat es nicht mehr aufgehört zu regnen. So fand  unsere Gartenparty im Schuppen statt, an einigen Stellen hats reingeregnet – es war ein wunderbares Fest. Nur mit dem erwarteten Gefühl von Gartenparty und August-Sternenhimmel hats nicht so recht sollen sein.

Die Geschichte: Für die Party wollte ich einen Abend vorher Sonnenblumen auf einem Feld besorgen. Ein lieber Freund hat geholfen, wir sind abends spät losgefahren, haben einen Kofferraum mit unserer Partydeko gefüllt und uns anschließend spontan entschieden, den Abend auf einer Wiese zu verplaudern. Das ist so etwas wie ein mystischer Ort für uns, als Jugendliche hab ich hier viel Zeit verbracht. Man geht an einem Steinbruch entlang den Hügel bergauf, ein paar Kurven, dann wenige Meter durch ein Wäldchen. Und landet auf einer Wiese, die zu einer Lichtung gehört. Gefühlt sitzt man über einer kleinen Talsenke, das Gras ist herrlich weich und lädt ein, sich bequem niederzulassen. Über der Wiese beginnt direkt der Horizont, in sternenklaren Augustnächten sieht man einmal komlett die Milchstraße und so viel mehr: Millionen von Sternen funkeln – und natürlich zischt die ein oder andere Sternschnuppe vorbei. In der Augustnacht vor unserem Geburtstagsfest waren es so viele, dass wir irgendwann das Zählen aufgegeben haben. Und irgendwann auch aufgehört haben, uns zu unterhalten. Wir haben einfach das Himmelsspektakel genossen, es war besser als jeder Film. Magisch. Und plötzlich meinte mein lieber alter Freund: „Würde mich nicht wundern, wenn jetzt Außerirdische landen würden …“. Mich auch nicht, denn solche Nächte an solchen Plätzen muss man mal erlebt haben. Auch wenn man nicht von dieser Welt ist.