Schlagwort-Archive: Sternenhimmel

Unterm Sternenhimmel

Ich stehe in einer Vollsperrung, auf der Autobahn. Vor mir ein großer Unfall, ich war zum Glück etwas langsamer unterwegs heute. Hinter mir stehen unzählige Autos mit ungeduldigen Fahrern, viele LKWs, alle wollen heim, weiter, ankommen, wegkommen. Ich bin froh, hier zu stehen. Und nicht betroffen zu sein. Über uns kreisen Hubschrauber, durch die Rettungsgasse kamen eine Menge Krankenwagen und die Feuerwehr. Aktuell passiert nichts. Es ist ruhig geworden, das macht die stehenden Autofahrer unruhig. „Dauert!“
Und dann schau ich so aufs sanfte Blaulicht neben mir – und entdecke den Mond, quasi direkt daneben. Hat was, ist grotesk, aber das ist schön. Irgendwie beruhigend. Und ich drücke allen, die da vorne sind, betroffen sind, einfach mal die Daumen. Und sage danke an die Rettungskräfte. Dauert noch, aber ist ok.

20131111-214820.jpg

20131111-214834.jpg

August Sternschnuppenhimmel

Die Vorgeschichte: Unseren 25. Geburtstag habe ich mit 2 Freundinnen, ebenfalls im April geborene Mädels, als Trio mit einer 70er-Jahre Schlagerparty auf dem Land gefeiert. Auf dem Hof meiner Eltern, auf der Wiese, an einem sehr heißen August-Samstag. Kurz vor Partybeginn am Abend ging nach der drückenden Schwüle des Tages ein Gewitter runter, danach hat es nicht mehr aufgehört zu regnen. So fand  unsere Gartenparty im Schuppen statt, an einigen Stellen hats reingeregnet – es war ein wunderbares Fest. Nur mit dem erwarteten Gefühl von Gartenparty und August-Sternenhimmel hats nicht so recht sollen sein.

Die Geschichte: Für die Party wollte ich einen Abend vorher Sonnenblumen auf einem Feld besorgen. Ein lieber Freund hat geholfen, wir sind abends spät losgefahren, haben einen Kofferraum mit unserer Partydeko gefüllt und uns anschließend spontan entschieden, den Abend auf einer Wiese zu verplaudern. Das ist so etwas wie ein mystischer Ort für uns, als Jugendliche hab ich hier viel Zeit verbracht. Man geht an einem Steinbruch entlang den Hügel bergauf, ein paar Kurven, dann wenige Meter durch ein Wäldchen. Und landet auf einer Wiese, die zu einer Lichtung gehört. Gefühlt sitzt man über einer kleinen Talsenke, das Gras ist herrlich weich und lädt ein, sich bequem niederzulassen. Über der Wiese beginnt direkt der Horizont, in sternenklaren Augustnächten sieht man einmal komlett die Milchstraße und so viel mehr: Millionen von Sternen funkeln – und natürlich zischt die ein oder andere Sternschnuppe vorbei. In der Augustnacht vor unserem Geburtstagsfest waren es so viele, dass wir irgendwann das Zählen aufgegeben haben. Und irgendwann auch aufgehört haben, uns zu unterhalten. Wir haben einfach das Himmelsspektakel genossen, es war besser als jeder Film. Magisch. Und plötzlich meinte mein lieber alter Freund: „Würde mich nicht wundern, wenn jetzt Außerirdische landen würden …“. Mich auch nicht, denn solche Nächte an solchen Plätzen muss man mal erlebt haben. Auch wenn man nicht von dieser Welt ist.

Sternklare Naechte

Schon als kleines Kind hat es mich fasziniert, wenn am Nachthimmel alle Sterne zu sehen waren. Sofern der Vollmond schien und zu sehen war hab ich es wohl bislang immer bestaunt. Und ein ganz besonderer Zauber legt sich über die Welt in Nächten, in denen alles so besonders klar hervortritt, wenn man sogar gefühlt die ganze Galaxie zu sehen bekommt.

Das sind Nächte, in denen man mit guten Freunden tiefsinnige Gespraeche führen, mit vielen lieben Menschen ein Fest feiern oder mit einem geliebten Menschen einfach in der Wiese liegen und das Leben geniessen sollte. Mir fällt noch viel mehr ein, was man in diesen besonderen Naechten machen sollte. Aber keinesfalls sollte man es nicht mit allen Sinnen aufsaugen, ebensowenig im Haus hocken oder sogar verschlafen.

Perfekte sternklare Nächte gibt’s meist im Sommer, oder ganz besonders mal in einer lauen Winternacht. Wie heute. Wunderschoen und immer einzigartig! Zauberhaft und fuer mich ganz besonders!