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Episoden aus (m)einem Autofahrerleben 28

Ich schreib DICH heute mal persönlich an, DICH, der du am liebsten auf der linken Spur fährst. Da fühlst DU DICH sicher, da kann DIR keiner – ach, Mist, Stau, ne, dann willst DU lieber auch in die Mitte, oder rechts. Also eigentlich egal, Hauptsache vorbei an allen anderen. Die stehen da aber auch echt zu blöd rum, fahren für DICH nicht weg – würdest DU mal genau hinschauen, würdest DU vielleicht merken, dass sie nicht können. Wirklich nicht. Selbst wenn ICH ganz froh gewesen wäre, wenn DU etwas weiter von mir weg gewesen wärst … aber gut, das wäre wirklich viel von DIR verlangt.

Wir anderen machen DIR übrigens auch dann nicht Platz, wenn ein Martinshorn zu hören ist. Wir machen Platz für den Krankenwagen – dem DU – richtig – heute früh so richtig schön im Weg warst. Das nennt man Rettungsgasse, DU hast da heute nicht wirklich dazu beigetragen – und DU bist dummerweise kein Einzelfall.

Und dann schreib ich noch euch beiden, euch Motorradfahrern auf schweren Maschinen, die ihr den Stau auf dem Fahrradweg „clever“ umfahren habt. Einer von euch war dabei schnell genug, dass ein Fußgänger einen Sprung machen musste, so ist er erschrocken, der zweite hat einen Fahrradfahrer weggehupt … Ganz ehrlich: Gehts noch?  Kostet übrigens „nur“ 55 Euro, vielleicht zu wenig?

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (24)

Weil es mir seit einigen Wochen gefühlt mehrfach täglich passiert hab ich heute morgen – nach zweifacher Beinahekollision – doch mal recherchiert: am Geltungsbereich der durchgezogenen Linie hat sich also nichts verändert. Kein Spurwechsel möglich. Also auch dann nicht, wenn ich direkt neben dem Fahrzeug herfahre, das – selbstverständlich ohne zu Blinken – auf meine Fahrspur wechselt. Und mich damit „irgendwie“ abdrängt. Zum Bremsen nötigt.

Und nicht nur das: wenn man mal etwas sucht, findet man einige eindeutige Formulierungen. Ich zitiere sinngemäß:

Die durchgezogene Linie auf der Straße ist ein Verkehrszeichen, das nicht überfahren werden darf. Es signalisiert Straßenverkehrsteilnehmern ein Überholverbot. Tut man es doch, kostet das mindestens 10 Euro. Kann bis zu Punkten und Fahrverbot führen.

Geneigte Interessenten können das hier gerne nachschlagen. Mir wäre natürlich am liebsten, es würden die lesen, die sich gerade gebündelt auf Münchens Straßen „daneben benehmen“ …

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (23)

Was mich aktuell beinahe täglich amüsiert sind die besonders Ungeduldigen, die „versuchen“, den morgendlichen Stau auf dem mittleren Ring zu umfahren. Indem sie mal kurz abfahren, um an der nächsten Einfahrt wieder einzufädeln. Macht mir natürlich dann am meisten Spaß, wenn der betreffende Eilige vor seinem Abstecher vor mir war, um dann nach mir wieder in die Schlange einzufädeln …

Sommergefühle

„Sommer ist sooooo schön, aber nicht zu heiß soll es halt sein.“

„Alles staubtrocken, aber regnen solls gefälligst nicht.“

„Diese Temperaturen sind in meiner heißen Stadtwohnung nicht auszuhalten, die anderen Stadtwohnungsbewohner sollen aber gefälligst zu Hause bleiben, wenn ich an den See oder in die Berge möchte.“

„In diesen Tagen muss man einfach Eis essen – auf die Hüften darf das gefälligst nicht gehen.“

„Ein paar Grad weniger sollte es halt haben – muss es denn gleich wieder sooooo abkühlen?“

… schon sehr ambivalent, was der Mensch in diesen zugegeben heißen sommerlichen Tagen von sich gibt? Alles Dialoge, denen ich die letzten Tage lauschen durfte. Ich hab das jeweils in einem Satz zusammengefasst, vielen ist gar nicht bewusst, warum ich so still und leise vor mich hin grinse, ganz entspannt auf das jeweilige Gegenargument wartend, das garantiert kommt. Manchmal im selben Gespräch, manchmal ein paar Stunden zeitversetzt. Ja, der Münchner hat’s nicht leicht in diesem Sommer 😉