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Das mit dem Sitzplatz

Am liebsten geh ich zu Fuß oder fahr im eigenen Auto. Da kann ich mir meine Mitfahrer auswählen.

Nicht so heute morgen, da musste ich mir meinen Sitzplatz im Stadtbus erst erbitten. Vorher lag nämlich der Fuß einer Mitreisenden drauf. Sie war so mit ihrem Smartphonespiel beschäftigt, dass sie meine Frage, ob ich mich bitte setzen dürfe, erst beim zweiten Mal gehört hat. Und dann erst mal sehr Augen rollen musste …

Eine Station später stiegen neue Fahrgäste ein, wenigstens einer wollte sich setzen. Auf den freien Platz neben der Mitreisenden, auf dem sie ihre Tasche hatte. Das Augenrollen kann ich gar nicht beschreiben.

Ich muss gestehen, dass ich ein klitzekleines bisschen schadenfreudig war, als ich gesehen habe, dass sich vor ihrem Aussteigen ein Junge im überfüllten Bus übergeben musste. Auf ihren Schuh, der vorher auf meinem Sitzplatz lag …

Die lieben Straßenverkehrsteilnehmer

Gibt es eigentlich einen Tag des Autofahrers, der allein fährt? Also ohne auf den restlichen Straßenverkehr zu achten? All die, die am liebsten keine Rücksicht nehmen, so fahren, wie sie wollen, nicht wie sie sollten? Und die auch im wortwörtlichen Sinne allein unterwegs sind, also maximal sehen, was vor ihnen los ist – links, rechts, hinten, Spiegel? Weil wenn nicht, dann würd ich dafür plädieren, den auf heute zu legen. Heute morgen sind eine ganze Menge davon unterwegs. Nicht nur einer, nicht zwei. Ich habe auf meinen knapp 55 mogendlichen Kilometern irgendwann aufgehört zu zählen. Im Stadtverkehr, auf der Autobahn und über Land, heute sind viele unterwegs, die fahren, als ob da sonst keiner wäre. Sind aber, und zwar nicht wenige, die müssen das rücksichtslose Fahren dann irgendwie ausgleichen. Und das macht irgendwann keinen Spaß mehr. Und ich beobachte an mir selbst, wie ich erst verblüfft bin, dann aber zunehmend aggressiv werde. Klar, der 25. hat nicht mehr gemacht, als der 1., aber bei mir häuft es sich dann. Für die Dame, die eben im Ort einfach mal aus der Ausfahrt fuhr. weil vor mit Kolonne und hinter mir keiner mehr kam und ihre anschließenden angesetzten Überholmanöver hat mir allerdings jeglicher Nerv gefehlt. Habe mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand eingebaut – und bin pünktlich und heil in der Arbeit gelandet. Puh, was für ein Autofahrer-Tag?