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Tagesbeobachtungen

Was für ein schöner frühlingshafter Tag war das heute? Auch wenn mein Kopf gerne Winter hätte, heute hat der Deutsche Wetterdienst verkündet, dass es dieses Jahr nix mehr wird. Meine Beobachtungen des Tages unterstützen das:

– heute morgen hab ich ganze Scharen von Zugvögeln in den Norden fliegen sehen. Wo sie den Sommer verbringen werden …

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– in der Mittagspause waren die Menschen am See in frühlingshaften Outfits unterwegs. Die Kinder bevölkern den Spielplatz, fahren Fahrrad, sitzen sogar schon wieder im Sand. Auf dem Rückweg Hab ich einen Vorgarten voll Blumenwiese entdeckt …

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– zum ersten Mal seit 3 Monaten hab ich das Büro verlassen und es war noch hell. Ok, das liegt auch daran, dass ich heute EINMAL pünktlich Schluss gemacht hab. Ist aber ein gutes Gefühl, morgens und abends Sonnenlicht zu haben. Tut gut.

Na gut, dann wird’s eben Frühling. Und das ist ja neben Sommer, Herbst und Winter auch meine liebste Jahreszeit 😉

Neue Abkürzung gelernt: PANK – kinderlose, kinderliebe Profi-Tante

Kürzlich habe ich beim Studium der Süddeutschen Zeitung eine neue Abkürzung kennengelernt: PANK – kinderlose, kinderliebe Profi-Tanten. „Sie lieben die Kinder anderer Leute: Beruflich erfolgreiche Singlefrauen, die Zeit und Geld in ihre Nichten, Neffen und Patenkinder investieren.“
Oder auf Englisch: professional aunt no kids, was mal schnell mit „Profi-Tante ohne Kind“ übersetzt wird. Bin ich eine dieser Damen, die zumindest von Werbemachenden für sehr real, definitionswürdig und kaufkräftig gehalten werden?

Die Checkliste
Kinderlos und kinderlieb: ja und meistens ja.
Profi-Tante: wär ich gern, wenns da Trainings gibt bin ich sehr interessiert.
Investieren Geld und Zeit mit Leidenschaft in den Nachwuchs anderer Leute: Hm, Geld ist relativ. Zeit ja, gerne, aber in Maßen, je nach Energiereserven und nicht unendlich. Und es sind nicht irgendwelche Leute, sondern Geschwister und Freunde …
Von Beruf Tante: definitiv nicht. Manchmal würd ich sogar sagen: leider nicht.
Beeinflussbar durch eine Community für coole Tanten: meine eigene Kreativität und Phantasie ist ganz gut, manchmal wünsch ich mir aber ein Forum für Zeitmanagementsystem oder einen sinnvollen Ideengeber für tolle Tantentricks für Berufstätige 😉 auf der im Artikel empfohlenen Community werd ich also mal vorbeischauen
Größter Fan am Spielfeldrand: da muss ich nicht lange überlegen – sollte eines meiner Patenkinder sportlich aktiv werden oder sonstwo Publikum brauchen, vollkommen klar, dass ich nach zeitlicher Möglichkeit in der ersten Reihe sitze!!!

Ähnlich, wie der Artikel sich kritisch mit dem „Trend“ auseinandersetzt kann ich nur schlussfolgern: mag sein, dass man unter dem Begriff eine breite Zielgruppe zusammenfassen kann. Ich sehe mich aber nur in Randschnittmengen. Ja, ich bin ganz schön gerne Tante und Patentante, definiere das aber am liebsten als große oder erwachsene Freundin. Mit Pflichten, aber auch Rechten. Und am liebsten ist es mir immer noch, wertvolle Zeit mit meinen kleinen Freunden zu verbringen. Dazu brauchts meist kein Investment an Geld, keine ausgefallenen, lange geplanten Events. Es reicht, ein Nachmittag mit Zeit. Und ich fühl mich danach manchmal ganz schön egoistisch, weils mir am meisten Spaß macht? …

Besuchstag bei den Großeltern

Ich habe meine bezaubernde Nichte tatsächlich einen vollen Monat nicht gesehen. Zum letzten Mal an einem Tag mit Sonnenschein, dem 1. Mai, mit der bislang witzigsten Verabschiedung in unserer mittlerweile 2einhalbjährigen Geschichte: da ich einen Abend mit meiner Freundin Andrea geplant hatte und diese auf dem Weg nach Hause für Nichte und Schwester wohnt, haben wir an diesem wunderbaren Abend einen Konvoi mit 2 Autos gemacht. Ich vorneweg, mit mindestens einem Blick immer in den Besonderheiten der Umgebung und auffälligen Gesten, sobald links oder rechts Pferde, Kühe, Schafe oder sonstige „sehenswerte“ Dinge auftauchten. Meine Nichte im Kindersitz auf dem Beifahrersitz, von Abschiedsschmerz keine Spur, dafür glockenhelles Lachen und immer wieder „hinterher“ ….

Und dann der Termin heute, ein Wiedersehen am Regentag, meine Schwester hat sich im Urlaub einen üblen Hexenschuss eingeholt. Das Ziel war folglich, uns möglichst viel draußen aufzuhalten, mit Oma, Opa, Onkels – ohne die Mama. Was heute morgen tatsächlich für etwa eine Stunde geklappt hat, denn der Opa hat für seine Enkeltochter eine supertolle Schaukel gebaut, mit der sie im wahrsten Sinn des Wortes beinahe in den Himmel hinauf kommt. Ich hab heute einmal mehr ihren Mut bewundert, sie hat echt kein Schiss, im Gegenteil, sie hält sich dann einfach gut fest, schaut kurz verschreckt, aber spätestens, wenn sie wieder Blickkontakt hat lautet die einzige Bitte „mehr, schneller, wilder!“

Am Nachmittag hats teilweise so geschüttet, dass wir froh waren, dass es Nachmittagsschlaf und später die unendlichen Möglichkeiten eines alten Bauernhauses gab. Puh, meine Stadtwohnung wäre heute einem Gefängnis gleichgekommen. Ein großes Dankeschön auch an die beiden Hauskatzen, die uns immer in langweiligen Augenblicken gerettet haben. Und Duplo oder grosse Legosteine, mit denen man vom Turm über Häuser, Ställe oder Kirchen einfach alles bauen kann, sogar einen Zug. Nicht zu vergessen die Stühle, den Tisch, ein paar Decken und Kissen, alles was man für Verstecken braucht, wenn’s nach meiner Nichte geht.

Eben waren wir noch bei den Kühen im Stall, uns wurde die dankenswerte Aufgabe übertragen, das Jungvieh zu versorgen. Sie hat gearbeitet, ich aufgepasst. Wir waren beide so was von fleißig, die beiden Kälbchen bekommen wahrscheinlich eine Kolik, so gut sind sie gefüttert worden. Und: heute ist Fräulein V. ohne jede Scheu herumgewuselt, sogar hinter den grossen Kühen lang. Normalerweise ist sie im Stall klein mit Hut, will getragen werden, hat ordentlich Respekt. Ja, ich finde, in den letzten 4 Wochen hat sie einen ordentlichen Wachstumsschub gemacht. Das geht so schnell…