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Sonntagsfreude: Winterende?

Ich muss gestehen, dass ich ambivalent bin: einerseits hatte ich längst noch nicht genug vom Winter. Der dürfte für mich gern noch ein paar Wochen länger dauern. Klirrend kalt mit Sonne mag ich zu gern. Andererseits war das jetzt schon auch schön – draußen unterwegs mit leichter Jacke, Sonne bis zum Abend …

Ja mei – es geht nur entweder oder. Ich nehme das Wetter, wie es kommt 😉

Sonntagsfreude: Zapfig kalte Wintertage

Ich war so ein ganz kleines bisschen enttäuscht, denn an den aller-allerschönsten Wintertagen mit viel Schnee war ich mit Umziehen drinnen, während alle draußen in den Schneemassen herumspaziert und das Berggefühl dahoam mit unzähligen schönen Bildmotiven, Schneefahren, Langläufen und was sonst noch so dazugehört gefeiert haben … netterweise ist der Winter jetzt noch mal mit weniger Schnee aber viel Kälte und dadurch tollen Stimmungen wieder da. Und ich freu mich sehr. Verbringe so viel Zeit wie möglich draußen, warm eingepackt und mit viel Bewegung und Atmen.

Tut. Das. Gut.

Sonntagsfreude: Normalität

Wenn man umzieht hat man erst wochenlang Stress, weil man zusammenpackt, dann geht der Stress wochenlang weiter, bis alles ausgepackt und verräumt ist. Anders als eine leere Wohnung wohnlich zu machen erlebe ich gerade die Herausforderung, dass mein ganzes Zeug in eine eigentlich schon sehr wohnliche Umgebung eingepasst werden muss. Das ruckelt. Und manchmal stresst es mich.

Deshalb hab ich mir die letzten beiden Tage etwas „Normalität“ gegönnt. Gestern vormittags einiges ver- und aufgeräumt, gesund gekocht und den Nachmittag mit einem ausgiebigen Spaziergang durch die heimischen Holledauer Hügel verbracht.

Heute früh raus und den Tag mit einem strammen Marsch durch die Isarrauen begonnen. Und den Nachmittag „hänge ich auf der Couch ab“ und schaue eine Krimiserie. Draußen regnet es, drinnen steht noch viel rum. Aber: es stört mich heute nicht. Punkt.

Sonntagsfreude: Alles hat seine Zeit

Mein Lebensziel ist ein Leben in Balance. Der Ausgleich hat mich in den vergangenen Jahren manchmal mehr, manchmal weniger Anstrengung gekostet. Dabei hat sich immer mehr herausgestellt, dass zwei Wohnsitze – wochentags in der Stadt und das Wochenendzuhause auf dem Land – im Lauf der Zeit „aufwändiger“ für mich geworden sind …

Dazu kam: Hatte ich im neuen Job anfangs beste Vorsätze für einen Arbeitsweg mit öffentlichem Nahverkehr bin ich in der Zwischenzeit zur Pendlerin in der Stadt geworden. Und alles so insgesamt hat mich entscheiden lassen, dass ich gerne nur noch einen Wohnsitz haben möchte. Und eben pendle.

Deshalb hab ich in den vergangenen Wochen einen Umzug gemacht. Wie viel sich doch in meiner kleinen Stadtwohnung in den 15 Jahren angesammelt hat. Ich hab mich von vielem getrennt, aber es war trotzdem viel umzuziehen. In diesen Zeiten.

Dieses viel muss jetzt irgendwie passend in die ja schon bestehende Wohnsituation, bisher das Wochenendzuhause, jetzt mein Zuhause, geräumt werden. Gefühlt ist es etwas mehr, als einfach eine leere Wohnung einzuräumen. Aber das wird. Mit Zeit.

Trotzdem war ich vor ein paar Tagen einfach nur erschöpft, platt, fix und fertig. Und habe in unsere Familiengruppe geschrieben, dass ich nie nie nie mehr umziehen werde. Kommentar meiner Schwester: „Ins Altersheim dann halt.“ Kommentar von Nichte 2.0: „Ich zieh auch nie wieder um. Nur noch einmal zu dir – und dann nie wieder…“

Ich bin in der Zwischenzeit auch behördlich wieder Landkind. Und Holledauerin. War ich immer im Herzen, jetzt wieder insgesamt. Für meine Balance. Fühlt sich gut an.