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Sonntagsfreude: Verliebt in die Liebe …

Diese Woche sind die Gemüter beschäftigt, mit einer Familienfeier, einem Happening – aber der Reihe nach: In einer Einladung zu einer standesamtlichen Trauung war viel von Liebe und einem verliebten Paar zu lesen, jetzt sendet das frischverheiratete Paar verliebte Grüße – fast 600 Bilder von einem Tag, an dem überall Herzen zu sehen waren und das Wort Liebe einen Ticken zu oft ins Auge stach. Und gefühlt im Minutentakt Bilder aus den Flitterwochen, scheint viel Zeit für das virtuelle Teilen des Glücks zu sein. Nur das Paar, das so viel darüber schreibt, bei dem kommt das so gar nicht rüber … im Gegenteil.

Es wirkt ein bisschen wie eine Inszenierung, die dummerweise nicht überzeugen kann. Verliebt in die Liebe, aber ohne das echte Gefühl zu erleben … so in etwa. Was würd ich den beiden wünschen, dass sie weniger vom Fotografen gesteuert werden hätten müssen und er einfach nur das mit der Kamera hätte einfangen dürfen, was alle anderen fühlen und sehen hätten dürfen. Und Punkt.

Meine Sonntagsfreude sind meine beiden Nichten, die in der ganzen gestellten Hochzeitstag-Szenerie einfach sich selbst treu geblieben sind, verschmitzt, spielerisch und mit klarem Blick fürs Wesentliche 😉

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Sonntagsfreude: Morgensonne

Es ist noch früh an diesem Sonntag morgen, und ich genieße es, im Bett zu liegen und mich über die Sonne zu freuen, die so schön durchs offene Fenster strahlt. Ja, ich habe wieder Wochenenden, nach 9 Monaten Auszeit und zwei Monaten im neuen Job auch wieder etwas, das einen neuen Rhythmus mit sich bringt. Etwas, an das ich mich zugegeben wieder gewöhnen musste.

Meine neue Aufgabe ist anders, die Berufserfahrung bringt mich nicht immer weiter. Im ersten Teammeeting haben meine Kollegen mich auf einen Kulturschock hingewiesen, den jeder erlebt habe. Nach knapp zwei Monaten vergleiche ich es immer noch mit der Ankunft auf einem fremden Kontinent oder Planeten. Theoretisch besitze ich die sprachliche Grundausstattung, aber das Verstehen dauert viel Zeit. Thematisch ist das Feld unendlich, ich freue mich täglich über kleinste Mini-Erfolge, vergleichbar, wenn aus Buchstabieren Wörter werden oder das kleine Einmaleins endlich sitzt. Ich bin damit sicher auch noch in Jahren beschäftigt. Was meinem ungeduldigen Naturell natürlich zusätzlich eine herausfordernde Aufgabe stellt.

Mein gutes Gefühl wird bei Verständnisthemen durchaus öfter mal hinterfragt, ansonsten mag ich meine neue Umgebung sehr. Ich habe bislang nur nette Kollegen kennengelernt, klar, dass man sich auch mal reibt, aber in einem konstruktiven Ton, gefällt mir. Ich hab bereits die erste Messewoche hinter mir, ein erstes Vertriebsmeeting miterlebt und auch sonst gewöhne ich mich an die Routinen.

An das frühere Aufstehen werde ich mich hoffentlich auch irgendwann gewöhnen, in meinem bisherigen Arbeitsleben war Arbeitsbeginn immer 9 Uhr, jetzt eine Stunde früher und um pünktlich zu sein, sitze ich um 7 Uhr in der S-Bahn. Über mich und den öffentlichen Nahverkehr wird es bestimmt Episoden zu erzählen geben. Für heute nur so viel: bislang war ich immer pünktlich, die S-Bahn nicht …

Und weil meine Wochentage durch das Lernen und die Aufgaben doch anstrengend sind bin ich Abends zwar pünktlich raus, aber platt. War ja nie so die Nachteule, aber die letzten Wochen kann ich tatsächlich nicht mal viel von Abendprogrammen berichten. Mit einer Freundin hab ich mich sogar um 18 Uhr verabredet, um 20 Uhr waren wir beide auf dem Heimweg … Gewöhnung lautet das Zauberwort, und mit den nahenden hellen und warmen Monaten wird das sicher etwas einfacher werden.

Und jetzt genieße ich das Sonntagmorgen-Sonnenschein-Gefühl, alles, was erledigt werden muss an diesem Wochenende, hab ich gestern ohne Druck geschafft. Schön, so ein ganzer Sonntag ohne jegliche Verpflichtung 😊

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Familienspaß

Manches „muss“ etwas trotz Pause für die Ewigkeit festgehalten werden: mein Papa und ich haben heute die kurende Mutter besucht. Alles sehr entspannt, denn die Tochter fährt, der Vater gibt die Wegeanweisungen. Der Besuch im Kurbetrieb verläuft sehr ruhig, beim Rausgehen treffen wir die Nachbarn, stimm: deren Schwester bzw. Tante teilte sich schon das Taxi bei der Hinfahrt. Nach einem kurzen Ratsch treten alle die Heimreise an, es läuft gut. Wir fahren in einen Ort, plötzlich brüllt mein Vater: „Warum bist du nicht abgebogen?“ …

Und ich muss schon wieder kichern, offensichtlich dachte er nach 5 eindeutigen verbalen Hinweisen seinerseits vorher für ihn genug Anweisung gegeben … nur leider „kenne“ ich seine Schleichwege-Abkürzungen eben noch nicht intuitiv 😂😉😂

Und mit Rückwärtsgang sind wir dann ganz entspannt wieder auf „seinem“ Weg angekommen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Kochen auf dem Holzofen

Die Hüft-OP meiner Mama hat mir die alleinige Hoheit über die Küche eingebracht – die ich einmal mehr für Kochexperimente auf dem alten Holzofen genutzt habe. Da waren einige tolle Gerichte dabei, festhalten möchte ich die folgenden, die nicht nur was für die Festtage sind:

Gewürz-Blaukraut

Einen Kopf Blaukraut in feine Streifen, zwei-drei Zwiebeln und ruhig 4-5 – gerne schon etwas verschrumpelte – Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Ofen gut einheizen und in einem gusseisernen Topf eine Portion Butterschmalz zerlaufen lassen. Erst die Zwiebeln, dann das Blaukraut gut anschwitzen lassen, die Äpfel unterrühren und alles mit etwas braunem Zucker ganz leicht bestäuben – mit einem ordentlichen Schuss Essig und nach Gusto mit Rotwein ablöschen. Mit Gemüsebrühe so aufgießen, dass etwa ein Zentimeter Flüssigkeit im Topf ist. Jetzt die Gewürze zugeben: Salz direkt zum Kraut, in einem Gewürzei oder Teebeutel Pimentkugeln, Wacholderbeeren, Nelken, eine Zimtstange und ein Lorbeerblatt ins Kraut hängen und mitköcheln lassen. Blaukraut auf dem Herd mindestens eineinhalb Stunden gut durchziehen lassen, darf auf der Platte etwas weiter weg vom direkten Feuer sein. Vor dem Servieren noch mal mit Salz, Muskatblüte und Kardamon abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. (Wir haben zu Weihnachten sogar einen Rest Glühwein mitköcheln lassen, hat dem Geschmack nicht geschadet :-))

Brezn-Knödel

Holzherd ordentlich befeuern und in einem länglichen Topf Wasser zum Kochen bringen. Wir hatten 4 Brezen übrig, dazu ein paar alte Semmeln, das haben wir alles sehr kleingeschnitten, dann mit etwa einem halben Liter warmer Milch angießen und etwa 10 Minuten durchziehen lassen. Dazu dann 4-5 Eier, einen Bund Petersilie, Salz, Pfeffer und glasig angedünstete Zwiebelwürfel geben. Alles gut vermischen. Auf je eine Lage Alufolie eine Lage Klarsichtfolie auflegen, dann Teig aufteilen und in je eine lange, max 10 Zentimeter dicke Rolle formen. Mit der Klarsichtfolie fest umwickeln, dann mit Alufolie fest umwickeln und gut verschließen. Die Knödelrollen jetzt ins heiße Wasser geben und etwa 30-40 Minuten über nicht direktem Feuer auf der Platte sieden lassen. Auswickeln, in fingerdicke Scheiben schneiden und servieren.

Spätzle

Typisch in meiner Familie sind große Portionen, deshalb hab ich 600 g Mehl mit 8 Eiern und etwas lauwarmem Wasser und einer Prise Salz zu einem schönen Spätzleteig verarbeitet – den sollte man NICHT am Holzherd ruhen lassen, weil er sonst schon etwas zu zäh wird. In der Ruhephase einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und gut nachheizen – jetzt die Spätzle entweder mit einem speziellen Sieb oder wer das kann vom Brett ins sprudelnde Wasser schaben, so lang ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Dem Spätzlekoch wird dabei ordentlich heiß, deshalb lieber öfter kleine Portionen machen, bei einer Großen kommt man am dampfend heißen Holzofen unangenehm ins Schwitzen … Mit der Kelle abschöpfen, kurz mit kaltem Wasser abbrausen. Auf dem Tisch Geschirrtücher auslegen und darauf verteilen. Jetzt Form ausfetten, die Spätzle einschichten, mit Alufolie abdecken und im Backrohr bis zum Servieren warmhalten.

Kartoffelbrei

Holzofen anheizen und einen Topf mit Wasser aufsetzen, im Einsatz 8 mittelgroße Kartoffeln fertig garen. Jetzt eine Schüssel auf den Wassertopf setzen und die Kartoffeln entweder geschält darin zerstampfen oder direkt durch die Kartoffelpresse damit. In die Masse nach Gefühl etwas erwärmte Milch eingießen und mit Butterstücken verrühren, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken. Vom Herd direkt servieren.

Schweinebraten

Für einen saftigen Schweinebraten ohne Kruste hab ich mal den Bräter auf dem Holzofen getestet: den Ofen gut anheizen, dann das Fleisch von allen Seiten gut mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen, im Bräter auf dem eigenen Fett sowie etwas Tomatenmark und Brotkrumen kurz anbraten lassen, dann mit etwas Brühe aufgießen. Jetzt Karotten, Sellerie und Zwiebel zugeben und den Bräter verschließen. In der Zwischenzeit mittelgroße Kartoffeln schälen, nach etwa 30 Minuten mit in den Bräter geben und als „Bratl-Kartoffeln“ mitschmoren. Den Braten wenden und mit etwas Senf bestreichen. Den Bräter vom direkten Feuer ziehen und für weitere 2,5-3 Stunden köcheln lassen, alle 30 Minuten nachschauen und das Fleisch mit etwas Bier übergießen, bei Bedarf Brühe zugießen. Die letzte halbe Stunde sollte das Fleisch auf der schmalen Seite im Sud liegen, der Rest darf Farbe bekommen. Mit der Gabel den Gartest machen, Vorsicht, je nach Dicke das Fleischstücks kann es fast zerfallen. Jetzt das Fleisch kurz zum Ruhen aus dem Bräter nehmen und die Soße entweder andicken oder mit dem Röstgemüse passieren, Fleisch teilen und servieren.

Putenbraten

Wir hatten eine riesengroße, fast 12 Kilo schwere Pute in zwei Teilen bekommen und als Weihnachtsmenü geplant – also nur die eine Hälfte, weil das ist sogar für meine Familie mit guten Essern eine Herausforderung, die nicht in einem Festmittagsmahl zu bewältigen ist. Die ist tatsächlich genauso einfach zu machen, wie alle anderen Braten. Man schnippelt ordentlich viel Gemüse, das man direkt in die Reine legt (Sellerie, Karotten, Lauch, Petersilienwurzel, Zwiebeln, …), das darf gut gefüllt sein. Dann den halben Vogel von allen Seiten gut mit Salz und Pfeffer einreiben und direkt aufs Gemüse legen. In das gut vorgeheizte Backrohr schieben und erst mal ca. 15 Minuten „anrösten“, dann zum ersten Mal öffnen und mit Gemüsebrühe aufgießen. Jetzt alle 15 Minuten die Pute immer wieder gut mit der unten aufgefangenen Flüssigkeit begießen. Etwa eine halbe Stunde vor Garzeitende Pute aus dem Gemüsebett auf einen Rost legen, die Reine mit dem Gemüse einfach unten ins Rohr stellen. Der Putenbraten braucht mindestens 3 Stunden, damit Brust, Flügel und Bein nicht zu dunkel werden am besten mit etwas Alufolie abdecken. Während das Fleisch ruhen darf das Gemüse passieren und die Sauce abschmecken – jetzt dem Schwager Bescheid geben, dass er sich ums Portionieren kümmert – und alles noch warm servieren.

Jetzt kommen wir zu unserem Problemfall: unsere Pute war zu groß für das zu kleine Backrohr des Holzofens, deshalb mussten wir improvisieren und doch auf den E-Herd umsteigen. Beim nächsten Mal weiß ich das aber und werde beim Zerteilen die benötigten Maße mit durchgeben …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.