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#Sonntagsfreude

Mein Elternhaus liegt in der Nähe einer kleinen Kapelle, die oberhalb einer Quelle erbaut wurde. Die Menschen in der Umgebung glauben an die heilsame Wirkung und kommen zur Brünnlkapelle, benetzen ihre Augen mit dem Wasser. In meiner Kindheit war das noch sehr idyllisch, ein Rinnsal sprudelte aus dem Hügel unterhalb der Kapelle. Heute wird das Wasser in einer Art Kanal mit Deckel gespeichert. Nicht mehr ganz so schön anzusehen – aber immer noch besonders. Neben der Kapelle liegt ein kleines Wäldchen, sehr sumpfig. Fast schon ein Moor. In meiner Kindheit sind wir um diese Jahreszeit immer dort unterwegs gewesen, auf der Suche nach Schlüsselblumen und Buschwindröschen. Das waren unsere Frühlingsboten. Die ersten Exemplare haben wir bejubelt.
Was soll ich sagen, auf meinem Spaziergang heute hab ich es mal wieder wie damals gemacht, mich durchs Unterholz in den Sumpf begeben, bin auch mal etwas eingesunken. Als Erwachsener ist das nicht mehr ganz so erschreckend wie als Kind … Die ersten Frühjahrsblüher zu finden hat mich aber wie früher jubeln lassen: da sind sie. Schlüsselblumen. Hab ich schon als Kind geliebt. Sie sind wunderschön.

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Meine zweite Sonntagsfreude: der erste Marienkäfer, der es sich auf meiner Hand bequem gemacht hat und mit mir den Sonnenschein genossen hat. Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

#Sonntagsfreude

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Vor gar nicht mal so vielen Jahren ein no go: Faschingssonntag gemütlich zu Hause. Wo es doch Faschingsumzüge mit anschließendem Faschingstreiben, lachen, feiern, viele Menschen sehen und treffen gibt. Ging nicht. Auch wenn ich Montag arbeiten musste, ein paar Jahre habe ich den vielfachen Rittberger gehüpft, Sonntag bis in die Puppen feiern, Montag mit kleinen Augen und hundemüde arbeiten. Beides nicht sehr produktiv. Dann hab ich das Faschingstreiben ein Mal ausgelassen, um einen supersonnigen Sonntag nachmittag mit einem entspannten Spaziergang, frischer Luft und Tiefenentspannung zu verbringen. Toll wars, seitdem vermisse ich nichts mehr.
2009 dann mein Bruder, der Faschingsprinz. Und das war ein Job, für die ganze Familie. Nicht nur, dass unsere Präsenz auf den Faschingsbällen erwünscht war, wir Geschwister waren an den Wochenenden und rund um das Faschingswochenende Fahrdienst, Transportunternehmen, Cateringfirma, Putzdienst und mobiles Einsatzkommando. Fasching dauert nur ein paar Wochen, aber ich kann mich erinnern, dass ich mich am Aschermittwoch in dem Jahr echt urlaubsreif fühlte. Und man beachte, ich selbst war nicht aktiv. „Nur“ die Schwester.
Ich wünsche allen, die sich mitten im Endspurt von Karneval, Fassnacht oder Fasching tummeln, aus ganzem Herzen viel Spaß – und freu mich über meinen entspannten Sonntag nachmittag. Gut, Fahrdienst bin ich heute voraussichtlich wieder – mal sehen, wann der Ex-Prinz genug vom Feiern hat. Und die Schwester anruft 😉

Mehr Sonntagsfreuden bitte hier nachlesen.

Sommerwochenende

Ein herrlich faules Sommerwochenende – Sonne und Schatten im Garten genießen, ausschlafen, früh ins Bett gehen, 2 Bücher lesen (von vorne bis hinten), Sonnenblume und Mamas Kräuterbuschen von allen Seiten gebührend bewundern. Ganz ehrlich: die letzten 2 Tage fühlen sich von vorne bis hinten wie Urlaub an.

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Zeit im Wald oder Wiesn-Wahnsinn?

In meinem Alter eigentlich gar keine Frage: als Bewohner der Stadt München geht man auf die Wiesn! Von Anfang an, so oft möglich, das ist als Oktoberfest-Fan keine Verpflichtung, sondern viel Spaß! Finde ich auch – aber in diesem Jahr werde ich die Wochenenden konsequent schwänzen! Zum Auftakt bei schlechtem Wetter mit Tausenden vorm Zelteingang quetschen? Bei Regen? Keine Lust! Beim schönsten Herbstwetter im stickigen Zelt, trinken, essen, schreien (sonst hört das Gegenüber nix…)? Nein danke!

Dieses Jahr mach ich’s wie die „alten Münchner“: wenige Male auf die Wiesn, gut geplant mit Reservierung oder spontan abends bei schönem Wetter draußen. Den Rest spar ich mir und meine kostbaren Wochenenden geh ich in den Wald, so wie heute: die Tante samt Patenkind, Eltern, Großeltern. Schwammerl suchen 🙂 Gut, wir haben vor allem Fliegenpilze gefunden, ist aber gut, um zu sagen „die nicht“! Und das Wetter war traumhaft. Und mit Kind im Wald ist toll, das ist echt eine andere Welt. Die Kleine sieht so viel, was wir Erwachsene übersehen. Und sie traut sich so viel zu, ist abenteuerlustig, entdeckt, stöbert…. Macht sooo viel Spaß!
Die Alternative würde heißen mit Großfamilie auf die Wiesn. Würde ihr bestimmt auch Spaß machen, es gibt viel zu sehen, alles bunt, laut, in Bewegung. Bei schönem Wetter gibt’s fuer Kids viel zu entdecken, Karussel, Spielzeug, Süßkram… Nur: braucht eine Zweijährige das? Und kann sie sich später dran erinnern? Wahrscheinlich nicht. Und für uns Erwachsene war der Ausflug in den Wald super erholsam – insofern: hat allen Spaß gemacht. Und nicht nur, als die Oma über einen Baumstumpf gestolpert ist!
Auf die Wiesn komm ich früh genug – und hoffentlich geht’s nächstes Wochenende wieder auf Pilzsuche in den Wald!