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Short Stories: Tageszeit

Sonnenaufgang in Friesland
Sonnenaufgang in Friesland

Eigentlich ist mir Uhrzeit nicht wichtig, ich mag eher diese besonderen Momente, das erste Lächeln am Frühstückstisch, der Sonnenstrahl, der ins Fenster winkt, das laue Lüftchen, das beim Mittagessen in einem schönen Biergarten alle umweht, eine Tasse duftender Kaffee, den nachmittags eine liebe Arbeitskollegin einfach so am Schreibtisch abstellt, die Vorfreude auf einen Abend mit Freunden …. Aber ich hab über die aktuelle Frage von Bine und Andrea Was ist Deine liebste Tageszeit? Wann bist Du in Hochform? Welche Minuten am Tag genießt Du am meisten? Den Morgen, den Mittag oder den Abend? dann doch etwas länger nachgedacht: es gibt eine Tageszeit, die kostbar, weil im Verhältnis so selten im Leben ist. Es sind die frühen, wirklich frühen Morgenstunden NACH einer durchgemachten Nacht. Dieses ganz besonders intensive Aufnehmen der noch unwachen Umgebung. Die ersten Sonnenstrahlen, die man allein oder mit anderen Übriggebliebenen erlebt. Das Land und die Stadt sind im Tiefschlaf, man selbst fühlt sich lebendig wie selten. Und in dieser Stimmung bemerkt man so frühmorgens zwischen 4 und 6 Dinge, die man sonst nicht mitbekommt: den Frühnebel, den Sonnenaufgang, Sonnenlicht an Stellen, die sonst nie in der Sonne liegen, Tiere, die Ruhe. Die anderen Menschen, die es vielleicht gewöhnt sind, so früh unterwegs zu sein, sind ebenfalls tiefenentspannt. Um diese Uhrzeit hat es keiner eilig, man genießt einfach den Zauber des Augenblicks. Diese Uhrzeit erlebe ich wirklich zu selten, aber ich muss gestehen: wenn, dann vermisse ich keine Sekunde den fehlenden Schlaf. Sondern genieße den Moment, bin ganz im jetzt und mitten im Leben.

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Farbiger Tag

Was war das heute für ein farbenfroher bunter Tag? Ich hoffe, ihr wart alle draußen und habt diese traumhaften Farben genossen? Schon beim ersten Blick heute morgen – war ziemlich früh, ich bin immer noch krank, huste  morgens meistens irgendwann so, dass ich davon dummerweise aufwache … – war ich einfach nur fasziniert, konnte mich an den Farben kaum sattsehen. Die Sonne, ein glühender Ball inmitten von verschiedensten Rottönen, fein abgestimmt mit orangenen und den ersten warmen Gelbtönen. Im Lauf des Vormittags dann das warme Strahlen der Sone, das die Welt eigentlich immer in etwas ganz Besonderes verwandelt? Wenn das so zum Fenster reinscheint taucht es auch die Zimmer, das Haus, jeden Raum in etwas ganz besonderes, verändert die Welt auch innen von Minute zu Minute.

Und den Nachmittag hab ich zwar wieder zum Teil verschlafen, aber das was ich gesehen habe, war schlicht TOLL: ein ganz feiner Schleier über der Landschaft, aber satter blauer Himmel, und darunter die eigentlich karge Winterlandschaft, die trotzdem in vielen Farben erstrahlt. Ich war ganz fasziniert, das sich vor allem am späten Nachmittag im beginnenden Abendrot die komplette Alpenkette abgezeichnet hat. Ganz deutlich sogar. Und wie schon die letzten Tage war das Abendrot nicht ein Farbton, sondern irre viele unterschiedliche Nuancen – an Tagen wie heute müsste man Maler sein? Oder zumindest die Kamera permanent im Anschlag haben, um  jeden Farbton einzufangen?

Obwohl: manchmal probier ich das ja aus und ganz oft stelle ich fest, dass die Natur es doch um Klassen schöner gezeigt hat. Also besser beide Augen auf und jeden Augenblick ganz tief in die Seele aufsaugen.