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Das mit dem „man“

Wie oft ich den Spruch „Man müsste …“ in meinem Leben wohl schon gehört habe? Ich habe leider nicht mitgezählt. Und auch nicht hinterfragt. Manchmal habe ich mich zuständig gefühlt, habe das, was vorgeschlagen wurde, erledigt. Die unzähligen anderen Male bin ich davon ausgegangen, dass derjenige, der „Man müsste …“ angesprochen hat, sich wohl darum kümmern würde. Oder eben ein anderer. In den vergangenen Wochen nehme ich mir das Recht heraus, zu hinterfragen. Wann immer die Feststellung „man müsste …“ kommt reagiere ich mit der Frage „Wer ist man? Also wer kümmert sich darum?“. Das nervt. Alle Beteiligten. Vor allem denjenigen, der ja lediglich eine Bemerkung machen wollte. Mich selber erst recht, denn ich fühl mich nicht sehr wohl in der Rolle. Und trotzdem behalte ich das „Klugscheißern“ bei. Denn wer ist dieser „man“? Der so viele Aufgaben hat? Und warum macht der das nicht? Denn häufig ist auch beim nächsten Gespräch im Kontext die Wiederholung der bereits bekannten Feststellung zu vernehmen: „Man müsste doch wirklich mal …“

Dann gibt es ja noch dieses andere „Man müsste mal wieder …“. Sich etwas gönnen. Sich was Gutes tun. Und so vieles mehr. Da ist ganz klar, wer man ist. Derjenige, der spricht. Also das ich. Wo genau liegt jetzt der Unterschied, zwischen diesen beiden „mans“? Zwischen diesem „man=ich“ sollte mir echt was gutes gönnen und dem „man=ein anderer“ soll sich drum kümmern …?