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Mein (Gärtnerinnen-)Herz tanzt #4

Vor vielen Jahren hab ich zwei kleine Sanddorn-Pflanzen – eine weibliche und eine männliche, wie mir erklärt wurde – im großen Garten des elterlichen Bauernhofs in die Erde gesteckt. Dieses Jahr hab ich zum ersten Mal „geerntet“. Denn zumindest die eine haben meine männlichen Verwandten groß werden lassen, wenn auch immer wieder wild zugeschnitten. 

Egal, so kams, dass ich heute morgen von meinem Vater in der Traktorkanzel in luftige Höhen bugsiert wurde, um an die Orange leuchtenden Früchte heranzukommen. Jetzt weiß ich übrigens, warum Sanddorn so wertgeschätzt wird: es dauert Stunden, bis man noch nicht mal einen halben Eimer voll gepflückt hat. Dazu zerstechen die dicken Dornen sogar dickste Handschuhe. Und dann ist man weitere Stunden beschäftigt, Spinnen, Käfer, Tausendfüßler und viel Dreck auszuklauben, ehe es an die Verarbeitung gehen kann … aber die Mühe hat sich gelohnt, meine Tante, die den Saft einkochen wird, hat sich gefreut, und für mich wird auch ein Flascherl voll Vitamin-C abfallen. 

Alle zufrieden – achso, und dann hat mir meine Aktion auch noch einen kleinen Abstecher in die Lieblingsstadt Landshut eingebracht, wo ich tatsächlich die ersten LaHo-Mitwirkenden für 2017 entdeckt habe, die jetzt natürlich schon wieder fleißig dabei sind, Sich die Haare lang wachsen zu lassen. So kann man sie leicht erkennen. Und so schön herbstlich ist’s überall, und dann noch Sonnenschein. Irgendwie ist heut ein Tag, an dem mein Herz einfach tanzt …

Baustellengeschichten

Wer eine Baustelle hat, dem wird niemals nicht langweilig? Einen – hoffentlich – letzten Lacher hab ich noch: fürs Verputzen blieb ein Garagentor drin, das andere haben wir ausgebaut. Damit wurde in der Verputzphase ein Zugang ins Haus geschaffen, die Haustür blieb gut eingepackt. Jetzt ist ja das Gerüst letzte Woche abgebaut worden, die Garage soll wieder genutzt werden. Beim Versuch, das eingeputzte Garagentor zu öffnen ging’s um Milimeter nicht auf. Dann haben wir das wieder reingetüftelt, das die letzten Wochen ausgebaut war. Ist wieder drin, aber einiges an Putz schon wieder ab. Ja, sind nur Milimeter. Aber die stören. Insofern muss also nachgearbeitet werden. Wär zu schön gewesen, wenn einfach nur alles gepasst hätte? Aber es ist eines der Themen in der Nachbarschaft, war jeder schon mal da, um selbst zu probieren, Tipps zu geben, mitzureden … Naja, sieht so aus, als ob die Baustelle noch ein kleines bisschen länger dauert.

Und noch ein – ebenfalls hoffentlich – letzter Exkurs über Handwerkermentalität: Die Qualitäts-Haustür ist nicht so grundsolide, wie sie uns verkauft wurde. Klar ist sie dicht und stabil. Aber beim Abkleben für die Verputzarbeiten haben wir spezielles Band verwendet, damit sie nur ja nicht beschädigt wird. Beim Abziehen gingen 2 größere Stellen mit. Nicht schön, sollte auch nicht passieren. Liegt sicher weder am Band noch am Gebrauch, die Beschichtung wirft sogar bei viel Sonne Blasen. Was definitiv nicht sein sollte … Auf unsere Reklamation hin gabs erst mal sehr lange Belehrungen, dass es definitiv nicht am Material liegt. Doch. Und von der Meinung rücke ich auch nicht ab. Denn ich sehe den Beweis ja deutlich vor Augen. Und jetzt dürft ihr drei mal raten, was der Handwerker macht? Richtig, er bringt uns einen Farbtopf mit der richtigen Mischung vorbei. Denn Ausbessern, das sollen wir gefälligst selber machen ….

Und ein wenig Selbstironie: beim Zusammenbauen von Küchenschränken sollte man sich definitiv nicht an die Aufbauanleitung halten. Lieber so machen, dass alles passt und gut ausschaut. Weil wenn man dann Schränke und Schubladen zusammenbringt wärs ja blöd wenn alles auf Anhieb richtig zusammenpassen würde. Stimmt, und ich wollte auch unbedingt noch etwas üben, kann nie schaden, sich im Möbel- bzw. Küchenaufbau weiterzubilden 😉