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Sonntagsfreude: Mädels-Valentinstag

  Die Nichte mag Tradition, deshalb ist dieses Wochende Wiederholung unseres letztjährigen Mädels-Abend zum Valentinstag angesagt. Das bedeutet für die Tante: kulinarisch verwöhnt werden mit Sternen-Nudelsuppe und Schmetterlings-Nudelsalat und gaaaanz gerecht geteiltem Nachtisch. Vor dem Schlafen „Bibi und Tina“ mit vielen Abenteuern auf dem Pferdehof. Und vormittags spielen, spielen, spielen. Die Nichte will natürlich gewinnen, Mensch ärgere dich nicht, Lotti Carotti, Looping Loui (ja, der Schwager hat mir auch erklärt, dass das beste Dienste für alkoholreiche Freundeabende bietet). Und Yoga. Und Mandalas ausmalen. Und Seifenblasen pusten. Schon schön, so viel Zeit zusammen zu haben, da muss sooooo viel reinpassen.

  Allerdings bin ich ziemlich erledigt, man könnte auch sagen steinmüde. Denn meine 5jährige Zimmergenossin war heute um 4.26 Uhr der Meinung, dass wir jetzt genug geschlafen haben. Und wollte mit mir quatschen. Oder besser Quatsch machen… Sehr überraschend für mich trotz allem, dass sie im Moment des Aufwachens genau weiß, dass ich da bin. In der Höhle unter ihrem Hochbett liege. Dass ich da schlafe wird selbstverständlich ignoriert. Bin schließlich als Babysitter „angeheuert“. Aber da ist sofort der kichernde Weckruf „Weißt du was, Coco…“ – und dann folgt die erste Erzählung des Tages.

  Happy Valentines, alle miteinander. Und: Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita, schaut bei ihr vorbei.

Mit Kindern auf dem Oktoberfest

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Ich kann mich nicht erinnern, wie es als Kind auf Volksfesten war. Habe daran wirklich keinerlei Erinnerung. Bei meinen kleinen Freunden gibt es in jedem Fall zwei Sorten Kinder: diejenigen, die Volksfeste großartig finden: je lauter, je bunter, je greller, je mehr Menschen um einen rum, umso besser. Und diejenigen, die weinen, lieber woanders wären. Die sich nicht beruhigen lassen, verschreckt sind. Da kann kein Spielkamerad helfen, kein schönes, ruhiges kleines Karussell. Keine Schokolade, kein schöner Luftballon. Habe das bislang quer durch alle Altersklassen erlebt, ob Baby, Kleinkind, Kind – jedes Kind ist anders.
In den letzten Tagen hab ich auf der Wiesn viele Familien mit Kindern gesehen. Beobachtet, wie kleine Mädchen sich hinter ihrem Papa verstecken, und trotzdem mit großen, neugierigen Augen den Kerlen zuschauen, die den Lukas hauen. Wie ein Kleiner Junge sicher in den Armen seines großen starken Papas die Münchner Rutschen herabsaust, lächelnd und mit einem glückseligen Juchzen. Wie eine Gruppe Kinder das Kinderkarussell erobert und eine Runde lang viele Freunde sich gegenseitig zujubeln, und auch mal zu den fotografierenden Eltern Lächeln, das aber nur als notwendiges Übel. Sonst waren sie vollkommen in ihrer Rolle als Feuerwehrmann, Polizist, Hubschrauberkapitän oder Motorradfahrer versunken. Mein Liebling war eine etwa 7jährige, die mit ihrer Oma in der Schlange am Riesenrad stand und sehnsüchtig nach oben geblickt hat. „Oma, glaubst du echt, ich kann von ganz oben aus bis zu uns nach Hause schauen?“ „Ja, wir können das sogar fotografieren…“ „Oh, dann machen wir ganz viele Fotos, die kann ich dann allen zeigen!“
Dann gibts die anderen Extreme: im Schottenhammel war Samstag am frühen Nachmittag ein asiatisches Ehepaar mit einer vielleicht zweijährigen Tochter. Im Gang. Die Mutter hatte das Kind quasi an der Leine, der Vater hat getrunken, wahrscheinlich auch seine Frau. Viele Betrunkene haben versucht, mit dem Kind zu tanzen, es zum Lachen zu bringen … Direkt daneben wird von der Bank gekotzt, Betrunkene taumeln, Krüge gehen zu Bruch. Ein Kamerateam von RTL hat versucht, den Eltern klarzumachen, dass das kein Platz für kleine Kinder ist. Irgendwann waren sie nicht mehr da, ich hoffe, sie sind rausgegangen. Ein Bierzelt ist kein guter Ort, nicht um diese Zeit, nicht mit der Masse an betrunkenen Besuchern. Abends hab ich auch stark schwankende Eltern gesehen, den Kinderwagen nicht mehr sicher im Griff. Vor dem Weinzelt stand ein großer Bruder mit seiner kleinen Schwester, sie hat so geheult. Auf meine Frage, wo denn ihre Eltern seien, meinte der Große „Die wollten sich noch schnell was zu trinken holen.“ „Wie lange steht ihr schon hier und wartet?“ „Weiß nicht, vielleicht eine Stunde?“ Der Junge war vielleicht 6 Jahre alt.
Ich hoffe, die Kinder erinnern sich später mal nur an die guten Erlebnisse?

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Ich sehe …

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… Ein kleines Mädchen, das Seifenblasen in den Himmel pustet. Und dabei Spaß hat. Sie liegt auf einer Bank? Oder steht hinter einer Mauer? Hab heute auch schon Fische, Hunde, Signale, Autos und alles mögliche am Himmel entdeckt. Es ist ein wunderbarer Tag, um die Wolken am Himmel zu deuten 🙂
Viel Spaß dabei!