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Sonntagsfreude: Minimalismus

Gestern hab ich wirklich nur unabdingbar Notwendiges erledigt und den Tag Bonbons lutschend und Hustentees trinkend im Bett verbracht. Die jüngste Erkältung, die ich mir vom letzten Business-Trip in dieser Woche mitgebracht habe, nervt. Da bekommt das „erholsame“ Wochenende gleich eine andere Bedeutung.

Dank einer Zitrone im Zimmer hab ich heute Nacht sogar durchgeschlafen. Und fühlte mich heute früh, als ob ich wenigstens ein keines bisschen „was tun“ könnte. Durchaus minimalistisch, aber auch ambitioniert, gabs deshalb einen Erstversuch: Nudeln selber machen. Teig und Produktion haben sehr gut und vor allem unerwartet schnell geklappt. Dummerweise sind mir die Nester jetzt bei der kurzen Zwischenlagerung verklebt und waren auch beim Kochen untrennbar verbunden. Gut, mit ein bisschen Üben werd ich das sicher bald besser hinbekommen. Und geschmacklich gibt es nix zu meckern, alles ausbaufähig und variabel.

Jetzt packe ich mich ein und hole mir eine kleine Runde frische Luft, danach werde ich mich wieder brav meiner Erholung widmen, nur: Tee geht keiner mehr rein. Und Punkt.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Spruch zum Wochenende: Natürlich

„Kein Schnupfen ist so schlimm wie der eigene.“ (Sprichwort)

Meine natürliche Medizin schmeckt gruslig, hat aber bislang so einigermaßen gewirkt. Ich trinke tapfer weiter, denn: auch wenn der Hals noch krächzt und schmerzt, die Nase immer noch nicht läuft, ich öfter mal kräftig niese und auch der Kopf schon mal schmerzt, es wird trotz der vielen Erreger rundrum nicht schlimmer. Deshalb empfehl ich heute mal meine natürlichen Medikamente weiter – mit denen ich mich intensiv auskuriere.

Ich habe mir einen natürlichen Erkältungssirup gebraut aus

  • 1 Ingwerknolle und 2 Zitronen (in Scheiben geschnitten)
  • je 1/2 Teelöffel ganz fein gemahlene Fenchelsamen und getrocknete Pfefferminze
  • Mark einer Vanilleschote
  • 150 Gramm Zucker
  • alles in einem Topf mit einem halben Liter Wasser aufkochen.

Doppelt abseihen und die Flüssigkeit in sterilen Gäsern fest verschließen. Auf dem Kopf auskühlen lassen. Kühl lagern – ist auch über die Erkältung hinaus haltbar.

Dazu setze ich auf natürliches Antibiotikum aus:

  • 700 ml Apfelessig
  • 2 große Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 1 mittelgroßes Stück Ingwer, gerieben
  • 1 fingerdickes Stück Meerrettich, gerieben
  • 2 Chilies, fein gehackt
  • 2 EL Kurkum

Alle Zutaten in ein gut verschließbares Glas geben, gut schütteln und für 2 Wochen an einem kühlen Ort lagern. Danach gründlich abseihen und in sterile Gläser abfüllen.

Vorbeugend täglich einen Schluck trinken, bei Erkältung dürfen es über den Tag verteilt 5 Schlucke sein. Schmeckt und riecht grausam, aber ich meine, es hilft.  Dazu setze ich natürlich jeden der vielen guten Ratschläge der Umgebung (mit Salzwasser gurgeln, Umschläge, weiter heißen Ingwer und viel Salbei- und Thymian-Tee) um.

Und irgendwann hilfts dann bestimmt auch mal 😉

Sonntagsfreude: Rotznase

img_5411-1Pünktlich zum Start meines vorweihnachtlichen Erholungsurlaub bin ich dann doch noch krank geworden, da konnte alle Naturmedizin nicht gegenwirken, obwohl ich mit Zwiebeln so ziemlich alles gemacht habe, mir Suppe und „grässlichen Sirup“ gekocht habe, ja, mir über Nacht sogar Scheiben  in die Socken gesteckt habe, damit mir die ätherischen Öle die Erkältung „raussaugen“ …

Trotz Rotz und Triefnase haben mir meine beiden tapferen Brüder meine neue Couch vorbeigebracht – die alte, mittlerweile mehr als 30 Jahre auf dem Buckel, wurde direkt mitgenommen. Und ist mittlerweile sogar schon an ihrer letzten Ruhestätte angekommen, sie war mir ein so treuer Wegbegleiter, dass es in der Tat nicht mal ein Bild gibt …

Und da ich schnupfen- und erkältungsbedingt meine Verabredungen und Pläne zum Christkindlmarkt und zum Shopping abgesagt habe, genieße ich seit zwei Tagen, mir noch mal ein paar Inspirationen für Dekoration anzuschauen. Statt zu backen oder sonst irgendwas „Sinnvolles“ zu tun, schmökere ich so vor mich hin – und verschlafe den Rest der Zeit. Auf dass ich bitte-bitte morgen wieder gesund bin, freie Tage sind mir fit einfach lieber 🙂

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Musikalisches zum Mittwoch

Üblicherweise habe ich in den vergangenen Jahren die Fastenzeit mit Probenwochenenden verbracht. Denn in meiner musikalischen Vergangenheit war die vorösterliche Zeit eng mit (Passions-)Konzerten und/oder großen Messen zu Ostern verbunden. In diesem Jahr bin ich zum allerersten Mal seit undenklichen Zeiten vollkommen proben- und aufführungs-frei. Grade im Moment mit kratzigem Hals und Husten bin ich darüber sehr froh, insgesamt aber auch ein bisschen nachdenklich. Ich habe mich bewusst entschieden, musikalisch kürzerzutreten – aber vielleicht fehlt mir auch etwas? Muss ich in den nächsten Wochen aufmerksam beobachten – und notfalls gegensteuern 😉

Für heute brauch ich statt ruhigen Weisen eher swingende Gute-Laune-Musik, um mich seelisch und moralisch auf die Reise nach Berlin einuzustimmen. Wie jedes Jahr geht es zur ITB, zur weltgrößten Reisemesse. Die Vorfreude ist groß, nur vor dem Flug graut mir angesichts meiner Erkältung etwas. Aber: neben „Happy“ hab ich einen zweiten Ohrwurm mit viel positiver Energie im Ohr:

James Blunt – Heart to Heart (hier als Akkustik-Version) – werd ich den ganzen langen Flug nach Berlin vor mich hinsummen 🙂