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Sonntagsfreude: Aprilwetter im März

Ich schaue dem Wetter heute „ganz gechillt“ durchs Fenster zu – auch von der Couch kann ich klar erkennen, dass das ein turbulentes Sammelsurium ist. Von blauem Himmel, ein paar Wölkchen bis hin zu Wolkengebirgen war da schon alles dabei. Von einem lauen Lüftchen bis zum stürmischen Sturm. Dazwischen war es mal trocken, sogar mit Sonne, dann hatten wir Regenschauer und ein paar mal große tanzende Schneeflocken …

Für mich grad nicht so gut, die Nichten haben das ganz gut zusammengefasst: bei so einem Wetter muss man immer eine Mütze aufsetzen, Tante Coco. Sonst bekommt man eine Ohrenentzündung. Ich meine, dass ich meistens eine aufhatte, hab dummerweise doppelseitig trotzdem wohl Zug und vor allem zu viel davon erwischt?

In jedem Fall hab ich mir die letzten Tage zweimal viel Heilsalbe ins Ohr streichen lassen und viel geruht. Mittlerweile bin ich nach so viel nichts tun unruhig – aber vernünftig. Man verpasst grad nicht so viel – und mit meinen Ohren ist nicht zu spaßen, die merken sich jedes zu früh. Da halte ich gerne noch etwas durch …

Worüber ich mich freue

Um mich herum bemerke ich so viel kreativen Umgang mit dem ja eigentlich gar nicht Lockdown. Damit meine ich eben nicht die Verstöße dagegen, sondern das, was eben erlaubt ist.

So haben sich Bekannte, die sich monatelang „eingesperrt“ gefühlt haben, Langlaufskier und Tourenski gekauft, die sie sich bislang irgendwo in den Alpen geliehen haben – und machen das jetzt zu Hause. Andere kennen mittlerweile alle Holledauer Hügel, die sich zum Skifahren eignen. Ich beobachte Freundinnenpaare, die sich mit zwei Autos an einem Parkplatz treffen, um ausgerüstet mit einer gut gefüllten Thermoskanne und ein paar Stücken Kuchen schöne Wege bis zu einem schönen Flecken zu gehen. So ersetzen sie den bislang üblichen Kaffeeklatsch. Hab auch schon Herren mit Bier auf abgelegenen Bänken sitzen sehen. Ich kann gar nicht zählen, wieviel nur in meinem engsten Umfeld in den zapfigkalten Tagen mit Eisformationen experimentiert haben, ich und so viele mehr mit meinen Seifenblasen, Eis-Gugelhupfs, gefrorene Blüten, Teelichter in Schnee-Arrangements, da war wirklich viel geboten. Und so viele entdecken die schönen Plätze in der eigenen Umgebung – und posten da genauso schöne Aufnahmen wie sonst aus den Urlaubs-Hotspots weltweit … ja, darüber freue ich mich.

Sonntagsfreude: Zapfig kalte Wintertage

Ich war so ein ganz kleines bisschen enttäuscht, denn an den aller-allerschönsten Wintertagen mit viel Schnee war ich mit Umziehen drinnen, während alle draußen in den Schneemassen herumspaziert und das Berggefühl dahoam mit unzähligen schönen Bildmotiven, Schneefahren, Langläufen und was sonst noch so dazugehört gefeiert haben … netterweise ist der Winter jetzt noch mal mit weniger Schnee aber viel Kälte und dadurch tollen Stimmungen wieder da. Und ich freu mich sehr. Verbringe so viel Zeit wie möglich draußen, warm eingepackt und mit viel Bewegung und Atmen.

Tut. Das. Gut.

Spruch zum Wochenende: Winterwunderland

„Weißer Rauhreif auf den Bäumen
und der Schnee lädt ein zum Träumen,
die Äste glitzern frostbizarr
und der See glänzt kälteklar,
die Sonne strahlt in sattem Blau
des Himmels und wohin ich schau‘,
erblick ich Schnee am Waldesrand,
oh, du Winterwunderland.“
(Oskar Stock)