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Sonntagsfreude: Sommergefühl

Die Woche hat sich gut angefühlt, obwohl ich eine Jobabsage bekommen hat, die mich wurmt. Weil ich halt kein Mann bin … klar, das hat keiner so begründet, aber es ist offensichtlich. Gut, bin ich nicht, kann ich nicht ändern. Dafür hab ich das schöne Wetter für meine Auszeit gepachtet und gedacht, ich gehe schwimmen. Wie früher, vor dem blöden Sturz, also wenigstens 30 Minuten am Stück. In einem menschenleeren Schwimmbad mit 50-Meter-Becken, vormittags, nachdem ich die Nichte zum Reiten gefahren habe. Ging gut, sogar 45 Minuten, die anschließende Rückfahrt im Auto begann die Hand und dann der ganze Arm zu schmerzen, mit Kühlpack und Kytasalbe geht es seitdem einigermaßen. Gestern früh beim Duschen hab ich mir den Rücken „verrissen“ und mich seitdem auf 0 Bewegung gesetzt. Klappt bei dem Wetter auf einem Liegestuhl im Schatten recht gut. Ein Buch und überhaupt kein Bedürfnis, mich schnell zu bewegen … wie hat eine Freundin so schön geschrieben: wir werden alt. Also körperlich. Na ja. Aber wir wissen durch unser Alter auch, dass es vorbeigehen wird. Und darauf wart ich heute, an diesem Sommer-Sonntag, an dem ich wieder nichts vorhabe, außer schmerzfrei auf meiner Liege im Schatten zu verbringen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Spruch zum Wochenende: Das mit dem Berg



„Gehen, sich bewegen, auf einen Berg steigen und wieder absteigen – das ist eine Parallele zum Leben. So gesehen hat der Berg große Symbolkraft und Bedeutung.“
(Peter Habele)

Und sieht manchmal viel einfacher aus, als es ist. Letzte Woche um die Zeit waren wir auf einer kleinen gemütlichen Wanderung, nur ein paar Höhenmeter zu einem Wasserfall sollte es gehen. Der war schön. Der Weg runter an ein paar Stellen recht nass. Auch an einer Stelle, an der Holzplanken eigentlich für mehr Stabilität sorgen sollten. Stattdessen hat mir das nasse Holz die Füße weggezogen. Und ich bin ganz unspektakulär auf dem Hintern gelandet, der den Sturz abgefedert hat. Dass ich mich auch mit der Hand aufgestützt hatte? War erst mal gar nicht sooo wichtig. Erst als die Schmerzen angefangen haben. Und dummerweise nicht mehr weggingen.

Da ist es besonders doof, in der Gruppe unterwegs zu sein – und weil ich ja keine „faule Sau“ sein möchte, hab ich den „Schweinehund“ bekämpft. Im nachhinein war das Blödsinn, weil ich das Gelenk nicht ruhigstellen konnte – und permanent mit Schmerzen unterwegs war … Die Verletzung ist seit Montag durch eine Bandage gut geschient und gesichert. Gestern hat mich dann trotzdem die innere Unruhe gepackt (ok, kann man auch Ungeduld nennen …). Ich bin jetzt von allen Seiten geröntgt und durchleuchtet. Fazit:

Verbindung abgerissen – Bandruptur: Ein Bänderriss im Handgelenk, der behandelt wird. Denn ich kann gerade weder eine Flasche öffnen noch mit Messer und Gabel essen. Tippen geht, mit der anderen Hand … Da hilft auch nicht, dass mein Bänderriss typisch für Stürze aufs Handgelenk und am häufigsten betroffen ist. Mit Symptomen wie Schmerzen, Belastungsschwäche und Unbeweglichkeit komme ich nie gut klar und wehe es sagt noch einer, dass das doch „bloß eine Verstauchung ist“. Ich hoffe nach wie vor sehr, dass ich ohne chirurgischen Eingriff bleibe (ja, sie hat etwas Panik, war außer zum Auf-die-Welt-Kommen noch nie im Krankenhaus und hatte bislang toi-toi-toi ein doch recht unfallfreies, behütetes Leben). Auch wenn das bedeuten sollte, dass ich die nächsten Wochen mit der blöden Schiene am Handgelenk rumlaufen muss (was bei den aktuellen Temperaturen ein sehr großes Vergnügen sein wird …).

Habe fertig – euch allen ein erholsames Wochenende, passt gut auf euch auf!

Spruch zum Wochenende: Gebet

„O Gott, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und älter und eines Tages alt sein werde. Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer regeln zu wollen. Mach mich nachdenklich, aber nicht schwermütig, hilfsbereit, aber nicht bestimmend. Angesichts meines großen Reichtums an Lebensweisheit scheint es bedauerlich, nicht alles nützen zu können, aber du weißt, Herr, dass ich schließlich doch ein paar Freunde behalten möchte. Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und hilf mir, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Ich wage es nicht, um so viel Gnade zu bitten, dass ich die Erzählungen anderer über ihre Schmerzen mit Freuden anhöre, aber hilf mir, diese mit Geduld zu ertragen. Ich wage es nicht, ein besseres Gedächtnis zu erbitten, dafür aber zunehmende Bescheidenheit und abnehmende Selbstsicherheit, wenn meine Erinnerung mit der anderer in Widerspruch zu stehen scheint. Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein – mit manchen von ihnen lebt es sich so schwer; aber ein Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels. Lehre mich, Gutes an unerwarteten Orten zu sehen und ungeahnte Talente in anderen zu entdecken – und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.“

(Das „Gebet einer Nonne“ stammt wohl aus dem 16. Jahrhundert und wird häufig Teresa von Avila zugeschrieben, ich habe es auf facebook.com/seiachtsam gefunden und als meinen Spruch für dieses  Wochenende auserkoren)

Sonntagsfreude

Spüre heute jeden einzelnen Knochen, Gelenke, Sehnen, Muskeln schmerzen. Vor allem die Hände. Kein Wunder, wenn Schreibtischtäter wie ich „Handwerker spielen“. Aber dafür geht was voran auf dem Bau, also kleine Schritte, aber ich sehe sie. Jetzt sitz ich seit einer Stunde im Garten, genieße die Ruhe, dass es nicht mehr staubt, dass mal wieder etwas fertig ist. Und freu mich drüber.

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