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Sonntagsfreude: Nach dem Fest

Etwas mehr als die letzten 24 Stunden haben meine wahlweise Schwimm-, Nordic Walking bzw. Spaziergangs-Freundin und ihr Mann mit uns ihre Hochzeit gefeiert. Etwas ungewöhnlich der Ablauf: erst gestern Abend das große Fest, heute morgen dann eine Trauung im Sonntagsgottesdienst. Und bis eben ein gemütliches Mittagessen. Am Ende haben beide bereits umgezogen ihre Gäste verabschiedet, „jetzt reichts dann auch“. Und gerade sind die zwei unterwegs in die Flitterwochen, im eigenen Tempo, ganz gemächlich geht’s in den Norden. Der Ehemann wird sich beim meditativen Fahren nach dem Höhenflug wieder erden, die Ehefrau vermutet, dass sie schnell einschlafen wird …

Auch wenn es eine kleine Runde war, viele Eindrücke waren es, komprimiert – muss verarbeitet werden. Aber vielleicht noch nicht sofort-sofort? Erstmal genieß ich die Sonnenstrahlen nach dem Regen und chille auf dem Balkon.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Der 9. Monat

  • Die vergangenen 4 Wochen sind, was die Erweiterung der zu vernichtenden Lebensmittel betrifft, durchaus zufriedenstellend verlaufen. Ist nur immer noch doof, dass die Großen öfter mal was anderes bekommen, aber gut, solange sie „selber“ essen darf hält sich der Ärger in Grenzen.
  • Zähne bekommen ist und bleibt nicht auszuhalten … auch wenn der großen Schwester ein Milchzahn mitten beim mit Windpocken krank sein ausgefallen ist (ja, die Langeweile ;-))
  • Das mit den Windpocken kam ansonsten sehr gelegen, sonst hätte Nichte 2.0 die Mama zu einem Seminar begleiten müssen – und das, wo es doch daheim am allerschönsten ist.
  • Gerade, wenn die Schwester nicht fit ist und aus der Schule daheim bleiben darf. Das findet die Jüngere sowieso toll, wenn die Große da ist: Hinterher! Immer! Alles haben und machen! Was die macht! Will auch!
  • Seit das mit dem Krabbeln reibungslos läuft kommt sie überall hin, überall ran – und entdeckt natürlich auch jeden kleinsten Krümel am Boden. Herrlich, die vielen Abenteuer ☺️
  • Trotzdem ist das erklärte Ziel Laufen: sie muss sich überall hochziehen, was gar nicht mal so sehr wacklig ist.
  • Kürzlich gabs per Bild den Fotobeweis, dass sie stabil vollkommen ohne Hilfe auf beiden Beinen steht – gut, beide Hände stützen am Boden, quasi der herabschauende Hund aus dem Yoga. Aber absolut alleine.
  • Sie kräht, gackert, brabbelt, gluckst, juchzt – unendlich viele Laute, die der kleinen Kehle entschlüpfen.
  • Und was sie sich freuen kann, wenn sie bespaßt wird: wie schon ihre große Schwester prustet sie vor Lachen, wenn man das Gesicht mit den Händen bedeckt, um unerwartet „aufzutauchen“ und ihr ein verschmitztes Kuckuck zuzurufen.
  • Spielen geht mit allem, mittlerweile wird auch das Spielzeug der großen Schwester erobert – dazu gehört alles Mögliche, was die längst nicht mehr beachtet. Praktisch. So sind jetzt alle Lego-Duplos und der alte WauWau, den die Onkel einst der bezaubernden Nichte geschenkt haben, ganz easy „Meins“ 😉
  • Unter der Woche sind die 3 Mädels ja meist allein zu Hause, da klappt das mit dem Schlafen „eigentlich“ ganz ok – kommt der Papa am Wochenende schaut das ganz anders aus. Da kann sie eigentlich nicht schlafen, weil ja einer mehr da ist – und sie was verpassen könnte … (ja, stimmt, wie die Schwester!)
  • Ganz wichtig, dass sie nicht ausgeschlossen wird. Man stelle sich vor, die Tante kommt die große Schwester zu einer Reitstunde abholen. Bezaubernde Nichte, deren Frau Mama und die Tante verlassen das Wohnzimmer, um sich im Gang anzuziehen und die X Utensilien, die ein Reitermädel so braucht, im Auto zu verstauen. Dafür hat Nichte 2.0 überhaupt Null Verständnis, was sich in wütendstem Gebrüll laut macht – das schlagartig endete, als sie auf dem Arm des Herrn Papa zuschauen durfte.
  • Das mit dem Fremdeln wird zum Glück besser – Mama ist und bleibt der sichere Hafen, aber zwischendurch kann man sich auch mal anderweitig beschäftigen lassen. Hurra!

Und ich merke hier kurz an, dass ich laut Meinung meiner Schwester die Monate falsch zähle. Finde ich nicht: ich fasse immer rückblickend den gerade erlebten Lebensmonat zusammen. Sollte das verkehrt sein „meine“ Tantendefinition 🤓 zur Erklärung …

Sonntagsfreude: Mädels-Valentinstag

  Die Nichte mag Tradition, deshalb ist dieses Wochende Wiederholung unseres letztjährigen Mädels-Abend zum Valentinstag angesagt. Das bedeutet für die Tante: kulinarisch verwöhnt werden mit Sternen-Nudelsuppe und Schmetterlings-Nudelsalat und gaaaanz gerecht geteiltem Nachtisch. Vor dem Schlafen „Bibi und Tina“ mit vielen Abenteuern auf dem Pferdehof. Und vormittags spielen, spielen, spielen. Die Nichte will natürlich gewinnen, Mensch ärgere dich nicht, Lotti Carotti, Looping Loui (ja, der Schwager hat mir auch erklärt, dass das beste Dienste für alkoholreiche Freundeabende bietet). Und Yoga. Und Mandalas ausmalen. Und Seifenblasen pusten. Schon schön, so viel Zeit zusammen zu haben, da muss sooooo viel reinpassen.

  Allerdings bin ich ziemlich erledigt, man könnte auch sagen steinmüde. Denn meine 5jährige Zimmergenossin war heute um 4.26 Uhr der Meinung, dass wir jetzt genug geschlafen haben. Und wollte mit mir quatschen. Oder besser Quatsch machen… Sehr überraschend für mich trotz allem, dass sie im Moment des Aufwachens genau weiß, dass ich da bin. In der Höhle unter ihrem Hochbett liege. Dass ich da schlafe wird selbstverständlich ignoriert. Bin schließlich als Babysitter „angeheuert“. Aber da ist sofort der kichernde Weckruf „Weißt du was, Coco…“ – und dann folgt die erste Erzählung des Tages.

  Happy Valentines, alle miteinander. Und: Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita, schaut bei ihr vorbei.

Das mit der Zeitumstellung …

Schon mal vom Mini-Jetlag durch die Zeitumstellung gehört? Während andere ganz begeistert von der „geschenkten Stunde“ sind bin ich langsam, komme nur schwer in die Gänge, fühle mich trotz ausreichend Schlaf einfach nur müde und erschöpft. Und das mit dem Denken … Dauert. Zu. Lang. Genug gejammert! Ich hoffe, das dauert dieses Mal keine Wochen, bis ich mich in der „Normalzeit“ wieder wohlfühle. Und Punkt.