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Sonntagsfreude: 1. Blogbeitrag der bezaubernden Nichte

Was soll ich groß schreiben: im Leben einer Achtundetwasmehralshalbjährigen, die einen ganzen ewig langen Sonntag lang noch dazu die Tante mit ihrer kleinen Schwester teilen muss und also eh „viel zu kurz“ kommt, ist keine Zeit übrig, um den ersten eigenen Beitrag im Blog zu schreiben. Und außerdem wär ihr nicht ein einziges „Thema“ eingefallen, über das sie hätte schreiben können. Kein Wunder, wir haben heute mal wieder von früh bis spät „nix“ erlebt. Ja, so ist das. Wisst ihr Bescheid. 😉

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Spontan-Überraschungsbesuch

Wenn eigentlich nichts geplant ist und die Nichten sich wegen Ferien zu Hause ganz arg langweilen? Dann kann ich als flexible Tante die Pläne vom langweiligen Wochenende tatsächlich über den Haufen werfen und für einen super gechillten Mädelsnachmittag ins gar nicht mehr so neue Nichten-Zuhause reisen.

Und dann können wir stundenlang synchron bis in den Himmel hinauf (Nichte 2.0, mehrmehrmehr!!!) bzw. halbe Höhe (bezaubernde Nichte, damit s mir nicht schwindlig wird) schaukeln. Mehr brauchst dann fast nicht.

Ok, eine spontane Rettungsaktion für den wunderschön schillernden Waldmistkäfer, der sich anscheinend verirrt hatte. Und möglichst viele Füße (Nichten und Tante) unauffindbar im Sandkasten verbuddeln. Und mit den auch im Garten wohnenden Amseln quatschen. Und zwischendrin immer wieder staunen, wie wohnlich das letztes Jahr doch noch sehr wilde Grundstück schon ist.

Nach einer ausgiebigsten Badewannen-Session mit viel Bestaunen des Totenkopf-Impfpflasters des jüngsten Familienmitglieds wurde der Mädelsabend eingeläutet. Zum Abendessen gabs sogar Spargel. Erwähnenswert, dass die bezaubernde Nichte später dann doch tatsächlich 4 Chips (NICHT Tüten …) zum Spieleabend auf der Terrasse rausrückte … Untermalt übrigens von Festivalklängen, die Nichte überlegt, ob wir da nächstes Jahr mal hinschauen sollten (in diesem Jahr hätte das spontan nicht geklappt, denn Nichte 2.0 hat sich unsere Ausbüchsaktion vom letzten Wochenende genau gemerkt und uns nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen, sie will immer miiiiit, nur damit das klar ist!).

Und heute früh bin zumindest ich rechtzeitig aus den Federn gekrochen, um auch die Großeltern der Nichten glücklich zu machen. Der jährliche Gedenkgottesdienst für meine verstorbene Schwester war sogar erlebenswert: der Pfarrer hatte zum erklärten Ziel, gute Laune, Lachen und Freude zu versprühen. Und dann hat sich auch noch eine Schwalbe ins Gotteshaus verirrt, die für waghalsige Flugeinlagen sorgte und die Aufmerksamkeit von den Routinen lenkte … hat zumindest mir geholfen, die Stunde kurzweilig zu machen. Und anschließend durfte ich noch die vielen Kirchgänger schadenfroh anlächeln, die ihre Missbilligung angesichts des gewaltigen Rosenstocks, der unser Familiengrab ziert, nicht verbergen können. Hach.

Glück gehabt

An diesem Wochenende haben wir wieder Stunden mit Schaukeln verbracht. Eines der wenigen Dinge, deren die bezaubernde Nichte niemals überdrüssig wird. Samstag hat sie obendrein eine zweite Schaukel bekommen. Jetzt besitzt sie eine kleinkindgerechte Rundum-Sorglos-Version und eine Variante, auf der sie sich gut festhalten muss, da sie nicht mehr rundrum geschützt drinsitzt. Wurden beide genutzt. Fleissig.

Nun hat der Opa die Schaukel ja gebaut. Kaum war die Nichte auf dem Nachhauseweg wollte er seine Konstruktion mal selbst testen, bislang mit der Kleinkindschaukel unmöglich für einen Erwachsenen. Gesagt, getan: er nimmt Schwung, schaukelt einmal wild hin und zurück. Um dann mitsamt seiner mühsamen Konstruktion, nun ja, also: sanft im Blumenbeet der Oma zu landen. Beobachtet dummerweise von der gesamten Familie, die in der Sonne gammelt, um sich vom Nichten-Enkelinnen-Besuch zu erholen. Als dann klar war, dass er sich nicht wehgetan hat? Haben alle vor Lachen gebrüllt! Er auch. Denn es sah wirklich zu komisch aus. Und hatte er uns nicht bei Fertigstellung im letzten Jahr erklärt, dass seine Konstruktion nur so bis ca. 25 Kilo Gewicht zulässig sei? … Wir sind einfach mal froh, dass ihm nix passiert ist. Hätte auch bös ins Auge gehen können.

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