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Ankommen und Einleben

Umziehen ist einerseits immer blöd – andererseits immer neu und aufregend. Für die beiden Nichten und Eltern war’s vor allem viel. Streckenweise zu viel. Das gebuchte Umzugsunternehmen hatte zu wenig Volumen und Zeit kalkuliert, was es zum einen deutlich teurer gemacht hat, zum anderen musste die Familie mehrfach ausrücken, helfen und eben doch mitschleppen, was ja gerade nicht passieren sollte, wenn man es in externe Hände gibt.

Dann ist Umziehen bei extrem heißen Temperaturen echt noch anstrengender. Und weil das neue Haus auch noch sehr vollgestellt ist hat grad irgendwie keiner Spaß. Die Eltern versuchen, das Chaos zu lichten, die große Nichte ist weder bezaubernd noch vom neuen Zuhause verzaubert, die kleine Nichte ist zu allem Übel auch noch mit hohem Fieber krank …

Zum Glück ist es dann aber doch wie immer: sobald ein paar der gewohnten Möbel stehen, die Kisten so verteilt sind, dass man sich dazwischen bewegen UND endlich auch mal wieder lümmeln kann, entspannt sich die Lage. Als ich gestern Abend – nach dem ersten Tanten-Nichten-Allein-Ausflug, eigentlich auf einen Döner, wegen Sommerferien würde es die neue Lieblingspizzeria – gefahren bin, hatte ich ein gutes Gefühl.

Jetzt muss nur noch Nichte 2.0 gesund werden, dann wird sich auch die bezaubernde Nichte gut ins neue Zuhause einleben. Zum Glück sind Ferien, große Sommerferien, und rundrum gibt’s so viel Neues zu entdecken. Ankommen und Einleben ist angesagt.

Sonntagsfreude: Sommergefühl

Die Woche hat sich gut angefühlt, obwohl ich eine Jobabsage bekommen hat, die mich wurmt. Weil ich halt kein Mann bin … klar, das hat keiner so begründet, aber es ist offensichtlich. Gut, bin ich nicht, kann ich nicht ändern. Dafür hab ich das schöne Wetter für meine Auszeit gepachtet und gedacht, ich gehe schwimmen. Wie früher, vor dem blöden Sturz, also wenigstens 30 Minuten am Stück. In einem menschenleeren Schwimmbad mit 50-Meter-Becken, vormittags, nachdem ich die Nichte zum Reiten gefahren habe. Ging gut, sogar 45 Minuten, die anschließende Rückfahrt im Auto begann die Hand und dann der ganze Arm zu schmerzen, mit Kühlpack und Kytasalbe geht es seitdem einigermaßen. Gestern früh beim Duschen hab ich mir den Rücken „verrissen“ und mich seitdem auf 0 Bewegung gesetzt. Klappt bei dem Wetter auf einem Liegestuhl im Schatten recht gut. Ein Buch und überhaupt kein Bedürfnis, mich schnell zu bewegen … wie hat eine Freundin so schön geschrieben: wir werden alt. Also körperlich. Na ja. Aber wir wissen durch unser Alter auch, dass es vorbeigehen wird. Und darauf wart ich heute, an diesem Sommer-Sonntag, an dem ich wieder nichts vorhabe, außer schmerzfrei auf meiner Liege im Schatten zu verbringen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

[kinderkram] 11 – Sommer

Da ist diese überschäumende Freude, über die Sonne von morgens bis abends, über die Hitze. Während Kinder nur einen Wunsch haben, dass endlich das Planschbecken gefüllt wird – mehr brauchts dann auch nicht – drehen Erwachsene am ersten „gefühlten“ Sommertag des Jahres ein bisschen durch. Von der Kleidung bis zu den To-Dos des Tages … Wer nicht sowieso das ganze Jahr grillt fährt an diesem Tag in den Baumarkt, besorgt Grillkohle und die neuesten Zangen, „Wendedinger“ & anderen Schnickschnack.

Die Damen packen ihre Herren und kaufen die Pflanzenabteilung leer. Alle anderen besorgen Unmassen von Lebensmitteln und Bier – dann wird der Tag im Freien verbracht. Teenies und Twens chillen, wahlweise am See oder an einem anderen möglichst sonnigen Deck. Ab 30 bevorzugt man den Schatten, macht die Terrasse oder den Garten schön, baut den Grill auf oder es geht auf eine Fahrrad- oder (wer eins hat) Cabriotour in den Biergarten. Auch Ausflüge dahin, wo alle anderen auch hinwollen, erfreuen sich größter Beliebtheit. Und dann gibt es noch die Fraktion, die den ganzen Tag drin bleibt, Rollos zu, alles dicht …

Am Abend zieht aus so ziemlich jedem Garten Rauch auf und es wird bis spät gegrillt. Am ersten Sommertag genießt einfach jeder den Sommer in vollen Zügen – und das ist auch gut so.

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Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um den Sommer. Besser beschrieben: dieser erste gefühlte Sommertag des Jahres, an dem man den Eindruck hat, dass der Sommer nur 24 Stunden bleibt. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: genießt ihr den ersten Sommertag? In der Sonne? Im Schatten? Was beobachtet ihr im Umfeld? …

Sonntagsfreude: Biergartenstimmung

Von diesem sommerlichen Wochenende bin ich noch ganz beseelt. Am meisten freut mich, dass wir es mit gebündelter Familienpower geschafft haben, meine Mutter zu überreden, die Verwandtschaft heute im hofeigenen Biergarten zu verköstigen. Sie hätte am liebsten bei dem Traumwetter im Wohnzimmer aufgedeckt, draußen Sonnenschein …

Zur Abwechslung haben wir uns durchgesetzt. Und es war die Diskssion so wert. Traumhaft schön, schattig unter dem Nuss- und Zwetschgenbaum, oben drüber die Sonne und der weißblaue Himmel. Das Panorama mit Blick nach Westen. Geschwister, die ein eingespieltes Team sind, gute Orga im Vorfeld. Und viel zu viel leckeres Essen. So muss es sein. Ich liebe die neue Sitzgruppe, die wir den Eltern geschenkt haben, herrlich schöne Biergartenstimmung im eigenen Garten.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – kommt gut in die neue Woche.“