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Sonntagsfreude: Lösungsorientiert

Vor ein paar Wochen: 3 alte Freundinnen, Termine, Traditionen, ein Zeitproblem. Enttäuschung, Irritation, Unverständnis. Schließlich ein Kompromiss.

Gestern: ein gemeinsamer Tag statt einem dreitägigen Wochenende. Eine kurze Autofahrt ins nahe Ingolstadt statt Stunden unterwegs zu einem fernen Ziel. Ein recht schöner und weitläufiger Sauna- und Spabereich im Wonnemar statt dem Hotel-Wellnessbereich. Überraschend das vielseitige Aufgussprogramm eines Thermalbades, das bieten selbst spezialisierte Hotels nicht in der Breite. Zum Sonnenuntergang der Ausblick auf herbstlich gefärbte Bäume entlang der Donau. Und danach als Ausklang eines tiefenentspannten Tages zum Mexikaner statt Halbpension, anschließend satt, glücklich und rundrum zufrieden ins eigene Bett.

Heute: ein entspannter Sonntag statt Heimfahrt. Zeit. Hoffentlich sonniges Herbstwetter, das ich an der frischen Luft statt im Auto verbringen darf. 

Auch, wenn mir die Entscheidung, das diesjährige Mädelswellnesswochenende abzusagen schwergefallen ist, es war  richtig und wir haben eine zeitangepasste Lösung gefunden. Und schön war, wie sehr wir den gestrigen Tag entspannt und stressfrei für alle erleben und genießen konnten. 

Fazit: wir haben etwas Neues kennenlernen dürfen, ums Eck, und wirklich empfehlenswert. Das Wonnemar hat uns im wahrsten Sinn des Wortes herzlich empfangen, das Mitpublikum war relaxed, und damit auch wir. Preis-Leistung haben überzeugt – und es hat einfach nur gut getan. Zwischendurch durften wir nach einem Aufguss sogar ein Stünderl Sonnenschein im Freien genießen. Herz, was willst du mehr? Die „Saunaetikette“ hat mich sehr begeistert, deshalb habe ich nicht geknipst (obwohl ich ein paar schöne Motive und auch menschenleer entdeckt hätte…), wer mag, kann sich hier etwas umsehen.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Saunareflektionen

Seit gestern ist die winterliche Schwimmsaison eröffnet. Unser sportlicher Montag lässt uns nicht nur Runden durchs Schwimmbad ziehen, nein, seit vielen Jahren genießen wir in der kalten Jahreszeit auch die Freuden der anschließenden Sauna. Gut, so richtige Saunierer sind wir nicht geworden, die Schwimm-Ute und ich. Aber mittlerweile machen wir meist sogar einen Aufguss mit – und halten das gut durch. So auch gestern. Und da musste ich feststellen: unsere Sauna wird männlich dominiert. Jeder Platz ist besetzt, für einen Nachzügler wird zusammengerückt, aber nicht ohne dass so gut wie Jeder einen anzüglichen Kommentar dazu abgibt. Auch die Geschmacksrichtung und die Bewegungen des Aufgussmannes werden fachmännisch kommentiert. Und nach dem Klatschen wurde gelauert: wer geht als Erster? „Looser! Kannst gleich eine Runde Schnaps für alle servieren. Wir sind 35, aber Pronto!“ Echt jetzt? Sogar durchgezählt? Und an der frischen Luft wurden noch mal alle einzelnen Züge des Aufgusses debattiert, erinnerte mich irgendwie an Besuche im Fußballstadion …

Der Bademantel

Es gibt Tage, da ist ein Bademantel das wichtigste Kleidungsstück. Frau muss nicht viel überlegen, was sie tragen will, denn wer ein Wohlfühlwochenende im Wellnesshotel bucht weiß: ich bekomme im Hotel einen hoffentlich flauschig weichen, kuschligen Bademantel. Bin ja sonst nicht so der Mensch, der gerne oder viel Zeit in diesem Kleidungsstück verbringt. Ich könnte mir nicht vorstellen, zum Beispiel morgens am Frühstückstisch im Bademantel zu sitzen … Aber im Wellnesshotel reihe ich mich ohne Meckern in das einheitliche Erscheinungsbild ein, trage das gleiche Modell wie alle anderen. Mein Bademantel unterscheidet sich nicht von den anderen, die vor den Saunen in Reih und Glied am Haken sauber aufgehängt werden. Auch die Handtücher unterschieden sich nicht. Mir ist es ein Rätsel, aber offensichtlich findet jeder sein Exemplar immer zielsicher wieder. Was mich froh stimmt, denn ich möchte schon meinen eigenen haben. Nicht in einem herumlaufen, in dem vorher schon mal jemand anders gesteckt hat. Deshalb nehm ich auch manchmal gern meinen eigenen Bademantel mit, ein auffällig rotes Exemplar. Unverwechselbar. Die letzten Tage hab ich darauf verzichtet, ein eigener Bademantel bedeutet mindestens eine höhere Koffergröße oder eine separate Tasche, und mich in ein wunderbares Exemplar unseres Gastgebers, des Hotels Mooshof bei Bodenmais, gehüllt. Sehr kuschlig. Nur ohne großen Wiedererkennungswert. Und dann die große Ratlosigkeit nach dem Saunagang: ich komme aus dem Frischluftbereich zurück und suche „meinen“ Bademantel. An den Haken Hängen zig Exemplare, einer unterscheidet sich nicht vom anderen … Hilfe? Geschätzt der 10. Versuch war ein Treffer, gut, dass alle anderen Saunagänger ein unverwechselbares Erkennungszeichen angebracht hatten. Meiner war der einzige ohne – gefunden.

Wohlfühlen

Ich gönne mir regelmäßig ein paar Tage Auszeit. In einem netten Hotel. Wellness. Sauna. Massagen. Vielleicht auch eine Schönheitsbehandlung. Und jedes Mal hatte ich irgendwann das Gefühl, unter Zeit- bzw. Termindruck zu stehen. Ein paar Tage werden schnell (zu) kurz, wenn man Frühstück und Abendessen innerhalb einer gewissen Zeit schaffen muss, zur bestimmten Uhrzeit zur Hot Stone Massage da sein muss, zwei Stunden später die Gesichtsbehandlung, vor dem Abendessen noch eine Fußreflexzonenmassage. Das Frühstück am nächsten Morgen muss früh sein, weil man den ayurvedischen Stirnguss bekommt …
Die letzten Tage habe ich meine Zeit in einem Wellnesshotel in Niederbayern verbracht. Auf ärztliche Anordnung vollkommen ohne Termindruck, denn Massagen könnten meine entzündeten Gelenke schmerzvoll verstärken. Insofern habe ich die letzten Tage vollkommen planlos und einfach nach Gusto irgendwo zwischen wohltuendem Warmwasserthermalbecken, Kelosauna, Aroma-Sanarium, Dampfbad, Salzsteingrotte und heilenden Steinen verbracht. Hatte richtige Ruhephasen auf einer Thermalsitzbank und in den Ruheräumen, auf Wasserliegen, Heizstühlen, bequemen Liegen auf der herbstlichen Liegewiese, bin ein paar Runden im Pool geschwommen. Und habe sogar geschafft, einen Spaziergang bei strahlender Herbstsonne durch den Kurort Bad Birnbach zu machen. Wir waren im Kurpark unterwegs, haben den Blick über das Rottal im bayerischen Indian Summer Look genossen, Kaffee im Wintergarten eines urigen Gasthofes im Ortskern getrunken, sind durch den Kurpark geschlendert und haben noch so das ein oder andere gemacht, was der Ort für seine Kurgäste bietet. Das waren richtig schöne Erlebnisse, und ich bin so tiefenentspannt. Tolles Gefühl. Und ich gehe gestärkt in meine Anwendungen die nächsten Tage.

Gespräch eines Paares nach dem Frühstück in der Sauna:
„Das ist echt toll, man ist hier tatsächlich ganz allein in der Sauna.“ „Ja, obwohl das Hotel rappelvoll ist, man hat die Sauna meist ganz für sich allein.“ „Oh, schon 5 Minuten rum, wir müssen dann jetzt dringend los zu unseren Wellnessterminen – ganz schön nach Terminkalender, so ein Wellnessurlaub?“ 😉