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Gedanken zu Hundehaufen

Gestern früh trat ich aus dem Haus – und konnte gerade noch verhindern, in den doch recht großen Haufen zu treten, den ein Vierbeiner dort hinterlassen hat. Beim Heimkommen am Abend sah man, dass zwischenzeitlich viele viele Besucher dafür gesorgt haben, dass der Haufen in alle Himmelsrichtungen verteilt wurde … nur der Besitzer, der anscheinend nicht. Denn er ist ja eigentlich derjenige, der dafür sorgen sollte, dass die Hinterlassenschaft seines Hundes da nicht einfach so rumliegt. Und zum Reintreten einlädt?

Jetzt ist es ja so, dass ich dieses Mal am braunen Glück vorbei getreten bin, eher ungewöhnlich, denn meistens merke ich erst, dass da was war, nachdem ich schön reingehatscht bin. Und oft hilft Abwischen nicht, man ist dann den ganzen Tag mit Duftspur unterwegs. Insofern: zumindest bis heute Glück gehabt … (ich hoffe, ich denke beim Heimkommen noch dran!)

Heute morgen lese ich in Anna-Lenas Lesestübchen, auch sie beschäftigt das Scheiß-Thema. Gut auf den Punkt gebracht!

Nikolaustag

Hier wohnt er, der Herr Nikolaus
Nikolaustag

Als Kind war der Nikolaustag für mich mit Angst verbunden – schließlich kam nicht nur der freundliche alte Mann vorbei, sondern hatte einen lauten, furchteinflößenden Begleiter dabei, bei uns Krampus genannt. Der mit Ketten rasselte und irgendwas an sich hatte, was zumindest mir einige Jahre lang gehörigen Respekt einflößte. Auch die Geschichten, die so erzählt wurden: war man brav, kam aus dem Sack ein Geschenk. War man nicht brav, kam man in den Sack …? Oder es gab die Rute…? Zum Glück hinterfragt man als Kind nicht, aber man hat einfach Schiss. Denn mit etwas Nachdenken: der Nikolaus hat ja nur einen Sack dabei, dann stecken da die ganzen unartigen Kinder neben den Geschenken für die anderen??? Wenn der Besucher, der oft in Gewändern ankam, die sehr an Priestergewänder erinnerten, dann sein in goldenes Geschenkpapier verpacktes „Buch“ herauszog und vorlas, was gut, was weniger gut gelaufen ist, ja, da war ich richtig aufgeregt. Und zum Glück kann ich mich an kein einziges Mal erinnern, an dem es kein Sackerl, gefüllt mit Mandarinen, Nüssen und etwas Schokolade, für mich gegeben hätte. Sehr nett finde ich, dass meine Mutter, auch als alle ihre Kinder diesem Zeitalter schon längst entwachsen waren, noch lange jedem ein Sackerl packte …