Schlagwort-Archive: ruhe

Sonntagsfreude: Tag des Kompliments

Nicht nur, weil das heute mit dem Welttag des Kompliments zusammenfällt, sondern auch, weil ich diese Woche wieder mal gemerkt habe, was Aufmerksamkeit bedeutet. Für mich und für andere.

Ein kleiner Moment, eine Augenblicksaufnahme, hat mich in dieser Woche sehr bewegt: eine Freundin hat Brustkrebs. Sie hat gerade die letzte Chemotherapie-Sitzung hinter sich gebracht. Was ich erwartet habe? Keine Ahnung. Aber trotz allem, was sie die letzten Wochen und Monate durchgemacht hat, sie sah Donnerstag Abend strahlend schön aus. Fröhlich. Gelassen. Ruhig. Viel lächelnd saß sie mit uns am Tisch. Und hat die gemeinsame Zeit einfach nur genossen.

Wahrscheinlich ist sie immer so? Und mir ist es nur dieses Mal mehr aufgefallen. Ich weiß es nicht. Aber ich möchte, dass sie weiß, dass es mir aufgefallen ist. Und wie sehr ich mich für sie freue. Ein kleines Kompliment von ganzem Herzen.

Früher war mehr Lametta

Und IMMER lag Schnee zu Weihnachten. Und weniger hektisch war es. Und die Lebkuchen gabs nicht schon im September im Supermarkt …

Stimmt alles. Aber liegt es nicht an jedem von uns, wie wir wahrnehmen? Zum Thema Schnee gibt’s sogar einen Nachweis anhand der Wetteraufzeichnungen, dass weiße Weihnachten auch früher schon eher selten war. Statt Lametta hängt der Baum heute voll mit Lichterketten. Vor Lametta waren es Strohsterne, Apfel und Mandelkern. Wann ich Lebkuchen kaufe oder backe bestimme bekanntlich nur ich – und ebenso, ob ich mich für die hektische oder ruhige Adventszeit entscheide.

Und keiner hat es besser in Worte gefasst, als der grandiose Karl Valentin:

„… und wenn die staade Zeit vorbei ist, wird’s auch wieder ruhiger.“

Spruch zum Wochenende: Gesundheit

Der Spruch wurde mir kürzlich in einer App eingeblendet, und irgendwie ist er mir im Gedächtnis geblieben. Kein Wunder, der Gedanke gefällt mir zu gut:

„Gesundheit entsteht nicht immer durch Medizin. Sehr oft entsteht sie durch inneren Frieden, Ruhe im Herzen und Ruhe in der Seele. Sie entsteht durch das Lachen und durch die Liebe.“ (Verfasser unbekannt)

Kuckuck

Was ich in den letzten Wochen besonders genossen habe, war eine kleine akustische Beobachtung. An den zahlreichen sonnigen freien Tagen des Frühlings hab ich es mir öfter mal auf einem Liegestuhl mit einem guten Buch bequem gemacht. Und zwischendurch der Stille gelauscht. Um mich zu hören nichts – nur das Summen der Insekten, das Malmen und Schnauben der Sommerkälber auf der Weide, Hühnergegacker. Mal ein Auto … und millionenfach das in dieser Ruhe wummernde Vogelgezwitscher. Wie aufgeregt und laut sie in diesen Wochen sind. Was für eine Hektik und Betriebsamkeit die flatternden Freunde in diesen Wochen entwickeln. Kein Wunder, Material fürs Nest suchen, bauen, Feinde vertreiben, Ei legen, brüten, Nachwuchs versorgen …

Und irgendwo ganz nah ein Kuckuck, der deutlich herauszuhören ist …

Die Vogelbetriebsamkeit geht im Lärm der Stadt oft unter, schön, dass ich sie die Tage in der Ruhe so intensiv belauschen durfte.