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Letzter Ferientag

Und schon sind sie rum, die unendlich langen Sommerferien. Gefühlt waren die 6 Wochen natürlich trotzdem viiiiiiiiiel zu kurz? Egal – Nichte 2.0 ist heute schon wieder begeistert in den Kindergarten gegangen. Morgen starten die „großen“ Patenkinder wieder in den Schulalltag. Garantiert mit Gemotze, weil früh aufstehen und so 😉

Für Mademoiselle und die bezaubernde Nichte geht es ins letzte Grundschuljahr … wollen wir hoffen, dass der Übertritt an was auch immer nicht in Stress ausartet. Meine Daumen sind fest gedrückt!

Sonntagsfreude: Morgensonne

Es ist noch früh an diesem Sonntag morgen, und ich genieße es, im Bett zu liegen und mich über die Sonne zu freuen, die so schön durchs offene Fenster strahlt. Ja, ich habe wieder Wochenenden, nach 9 Monaten Auszeit und zwei Monaten im neuen Job auch wieder etwas, das einen neuen Rhythmus mit sich bringt. Etwas, an das ich mich zugegeben wieder gewöhnen musste.

Meine neue Aufgabe ist anders, die Berufserfahrung bringt mich nicht immer weiter. Im ersten Teammeeting haben meine Kollegen mich auf einen Kulturschock hingewiesen, den jeder erlebt habe. Nach knapp zwei Monaten vergleiche ich es immer noch mit der Ankunft auf einem fremden Kontinent oder Planeten. Theoretisch besitze ich die sprachliche Grundausstattung, aber das Verstehen dauert viel Zeit. Thematisch ist das Feld unendlich, ich freue mich täglich über kleinste Mini-Erfolge, vergleichbar, wenn aus Buchstabieren Wörter werden oder das kleine Einmaleins endlich sitzt. Ich bin damit sicher auch noch in Jahren beschäftigt. Was meinem ungeduldigen Naturell natürlich zusätzlich eine herausfordernde Aufgabe stellt.

Mein gutes Gefühl wird bei Verständnisthemen durchaus öfter mal hinterfragt, ansonsten mag ich meine neue Umgebung sehr. Ich habe bislang nur nette Kollegen kennengelernt, klar, dass man sich auch mal reibt, aber in einem konstruktiven Ton, gefällt mir. Ich hab bereits die erste Messewoche hinter mir, ein erstes Vertriebsmeeting miterlebt und auch sonst gewöhne ich mich an die Routinen.

An das frühere Aufstehen werde ich mich hoffentlich auch irgendwann gewöhnen, in meinem bisherigen Arbeitsleben war Arbeitsbeginn immer 9 Uhr, jetzt eine Stunde früher und um pünktlich zu sein, sitze ich um 7 Uhr in der S-Bahn. Über mich und den öffentlichen Nahverkehr wird es bestimmt Episoden zu erzählen geben. Für heute nur so viel: bislang war ich immer pünktlich, die S-Bahn nicht …

Und weil meine Wochentage durch das Lernen und die Aufgaben doch anstrengend sind bin ich Abends zwar pünktlich raus, aber platt. War ja nie so die Nachteule, aber die letzten Wochen kann ich tatsächlich nicht mal viel von Abendprogrammen berichten. Mit einer Freundin hab ich mich sogar um 18 Uhr verabredet, um 20 Uhr waren wir beide auf dem Heimweg … Gewöhnung lautet das Zauberwort, und mit den nahenden hellen und warmen Monaten wird das sicher etwas einfacher werden.

Und jetzt genieße ich das Sonntagmorgen-Sonnenschein-Gefühl, alles, was erledigt werden muss an diesem Wochenende, hab ich gestern ohne Druck geschafft. Schön, so ein ganzer Sonntag ohne jegliche Verpflichtung 😊

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Das mit dem Nein-Sagen

Muss ich nochmal üben. Manchmal mag es Sinn machen, wenn ich anbiete, eine Aufgabe zu übernehmen. Manchmal sollte ich vorher die Eckdaten genauer eruieren. Ganz besonders, wenn ich mich anbiete und alle anderen sich davor drücken. Das sollte mich stutzig machen. Statt mir selbst ein Ei zu legen.. Und meine Zeit mit etwas verbringen, das mich – da ich es selten mache – deutlich mehr Stunden und Nerven kostet, als ich dafür kalkuliert habe.

Nehmen wir zusätzlich an, es ist ein Projekt, in dem ich Teilkenntnisse besitze – um dann herauszufinden, dass unter den Drückebergern ein Profi ist … dann darf ich mit Fug und Recht sauer sein. Vor allem auf mich. Weil ich mich mal wieder zuständig fühle. Statt wie alle anderen auf einen Deppen wie mich zu warten, der es einfach macht. …

Grrrr. 🤢😡😤

Episode aus meinem Autofahrerleben: Angst

Als Fahrschüler hatte ich tierisch Angst: Vor dem Fahren, vor den anderen Autofahrern, vor allem vor LKWs, vor der Kraft des Wagens, eigentlich vor diesem ganzen Verkehr. Nur ich wollte unbedingt. Und hab Fahren gelernt. Heute habe ich Angst vor anderen Autofahrern, denen man ihre Angst im Straßenverkehr anmerkt. Deren unsichere Fahrweise darauf deuten lässt, dass sie überfordert sind. Manche schleichen, aus Angst nicht rechtzeitig reagieren zu können. Manche erschrecken, weil etwas passiert, womit sie nicht rechnen. Manche meinen, sie könnten durch hohe Geschwindigkeit Unsicherheit „überpinseln“. Gelingt aber nicht!

Heute morgen hatte ich das Vergnügen, hinter einer Autofahrerin herzufahren, die sich auf einer Strecke von knapp 30 Kilometern keine paar Meter sicher fühlte. Sobald ein Nebelschleier zu erahnen war bremste sie, blieb einmal sogar stehen … In der Ortschaft fuhr sie erst mal deutlich zu schnell, als Gegenverkehr kam reagierte sie mit hektischen Bremsmanövern, Blinker in alle Richtungen. In der Ortschaft dann ordentlich beschleunigen, um plötzlich zu merken, dass man noch innerorts ist. Und – richtig – scharf abzubremsen. Meine Lieblingsszene: es gibt auf meiner Strecke eine sehr langgezogene Kurve durch ein Waldstück, da war heute morgen dicke Nebelsuppe. Da ist sie mit richtig Tempo durchgesaust, so dass ich sie tatsächlich nicht mehr sehen konnte. Dann, also da, wo der Nebel sich auflöste, dann mal einfach stehenbleiben. Ja, einfach so. Da freute nicht nur ich mich, meine Hinterherfahrer konnten sich ein Hupen nicht mehr verkneifen. Ohje.

Die Ärmste ist sicher vollkommen durchgeschwitzt an ihrem Ziel angekommen? Und das tut mir echt leid, denn dass sie Angst hatte hab ich regelrecht gespürt. Was dagegen hilft ist ja, sich den Ängsten zu stellen, also Routine zu bekommen. Nur ob das so klappt? Ich weiß es wirklich nicht?