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Sonntagsfreude: Routine

Schon wieder eine Woche vorbei. Wer denkt, die Zeit würde mit mir entschleunigen, der täuscht sich. Gewaltig. Ich hatte ein weiteres gutes Vorstellungsgespräch, eine interessante Option. Allerdings will ich vor einer Entscheidung ein paar Stunden Reinschnuppern, also Probearbeiten. Vom letzten Mal gelernt. Dazu kamen auch Rückmeldungen zu Bewerbungen von Februar. Absagen, aber ich bin zufrieden, weil das jetzt abgeschlossene „Projekte“ in meinem Ordner sind. Und ich habe zudem neue Bewerbungen verschickt, es sind erstaunlich viele Positionen ausgeschrieben, die mich interessieren.

Dazu hab ich es endlich geschafft, mich impfen zu lassen, habe mich einen Tag in Elster eingearbeitet und gute Bücher fertig gelesen. Habe Radtouren gemacht, Bretter abgeschliffen und der Speisekammer den Erstanstrich verpasst. Im Unterschied zu den beiden Vorwochen war ich etwas entspannter, was meine Krautgarten-Urlaubsvertretung angeht, denn es hat immer wieder geregnet. Eine gute Woche liegt hinter mir, die nächsten Tage werden dann etwas ans Ferienprogramm der bezaubernden Nichte ausgerichtet: ich bin hochoffiziell Fahrdienst für die Ferienreitwoche 🐴🏇🏻

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Sonntagsfreude: Vorgarten


Man glaubt nicht, wie viele kleine Baustellen nach einem riesengroßen mehrjährigen Renovierungsprojekt offen bleiben. Eine davon war das verwilderte Vorgärtchen, direkt vor dem Haus, mitten im Hof. Schon bevor insgesamt zweimal das Gerüst rund ums Haus aufgestellt wurde war es einfach nur noch vom irgendwann mal eingepflanzten Johanniskraut überwuchert.

2016 musste auch das wunderschöne Rosenbäumchen aussiedeln, wir haben es in einem Topf gelassen, Monate sah es nicht danach aus, dass wir es durchbringen.

Aber ich hab immer wieder dafür gekämpft, dass es auch mal eine Zeit hässlich sein darf.

Im Juni wars dann so weit, bei Gluthitze haben wir rausgerissen, ausgegraben, zementiert und angeordnet – später einem spezialisierten Gartencenter einen Besuch abgestattet.

Dann die tausenden von Frühlingsblumenzwiebeln „ordentlich“ verteilt und mit guter Erde zugedeckt. In der Hoffnung, dass wir uns an einer Fülle von Tulpen und Co. erfreuen dürfen.

Dazwischen sind jetzt kunstvollst Rosen und Lavendel arrangiert. Mit Farbverlauf. Mir gefällst und ich bin recht stolz, denn so oft war ich jetzt noch nicht Gartenplaner. Und das Projekt hat mich einmal mehr demütig gelehrt, wie viel Arbeit in den kleinen Details steckt.

Dass das Basilikum so schön wird konnte keiner ahnen, erfreut aber aktuell meinen Küchenplan sehr, da ich täglich abernte, Kräuter schmecken ja bekanntlich zu allem. Und ich bilde mir ein, dass der Lavendel zumindest ein paar Mücken davon abhält, sich in und ums Haus aufzuhalten 😉

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

„Ladies“ zu Besuch


„Hä? Wir sind doch keine Ladies?“ Ja, damit haben die bezaubernde Nichte und ihre beste Freundin gar nicht mal unrecht. Trotzdem wurden die beiden 6jährigen Besucherinnen heute öfter von mir so genannt. Hat immerhin ihre Aufmerksamkeit geweckt …

Gar nicht so einfach nämlich, so als eine Tante zwei Mädels glücklich zu machen. Beschäftige ich mich zu viel mit der einen wird die zweite schnell übellaunig … aber mit etwas Kreativität lassen sich ausreichend Aktivitäten finden, um beide in Balance zu halten. Nach der umfassenden Schneckensammelaktion im Garten – der leider viel mehr zarte, jetzt zertretene, Blümlein zum Opfer gefallen sind, als die Tierchen jemals hätten vernichten können – haben wir Löwenzahn-Blüten gesammelt, die sonst unter den Rasenmäher vom Opa gekommen wären. Zum Glück ist in der Viehweide noch mehr als genug Nektar zum Sammeln für die eifrigen Bienen vorhanden.

Nach dem Mittags-Spargel-Gelage (Speiseplan an Besuchstagen bestimmt ja immer das jüngste Familienmitglied, und mit ihrer Wahl waren heute alle mehr als zufrieden) haben wir dann die alte Holzkiste vom Heuboden geholt, gründlichst gesäubert und dann mit Leinöl frisch eingelassen. Die darf demnächst als „Schatzkiste“ wieder ins Haus einziehen. Gefüllt mit Spielsachen, Kissen, Decken … was kleine Besucherinnen halt so brauchen.

Die ganze Aktion haben die beiden besten Freundinnen fast ohne Streit, Gemotze und Zickenallüren geschafft … und mir dabei tatsächlich total geheime, geheimste, allergeheimste beste Freundinnen-Geheimnisse anvertraut. Schön, eine große Vertrauens-Freundin sein zu dürfen. Mit Informationen, die die beiden Mamas niemals nicht erfahren dürften. Selbstverständluch bleiben die in meinem Erinnerungsspeicher als solche verwahrt!

Und der krönende Abschluss war die Traktorrunde mit dem Opa, die scharfen Augen der Mädels haben grad mal 20 Meter entfernt im Dickicht ein Reh entdeckt … große Freude. 

Jetzt sitzen sie mit Butterbrot und hundemüde im Auto nach Hause, der besten Freundin der bezaubernden Nichte wünsch ich, dass sie heut Nacht trotz Wachstumsschmerzen gut schlafen kann, der bezaubernde Nichte, dass der dämliche Wackelzahn „aber eeeeendlich“ mal ausfällt …

Schon nicht ohne, dieses 6 sein, „aber echt“!

Die Fastenzeit im Zeitraffer


Die Fastenzeit habe in Berlin eingeläutet, die ITB war wie immer, wobei: Ein Erlebnis der Extraklasse war eine Touristikermesse mit streikendem Flughafenpersonal. Schon im Vorfeld und spätestens ab Donnerstag Mittag drehte sich alles nur noch ums „Wie kommen wir heim?“ – schade. Wir fuhren mit dem Zug, leider nach 3 anstrengenden Messetagen schlicht nicht toll. Und dann hatte ich ein neues Erlebnis: meine Beine waren durch das viele Laufen auf der Messe in Berlin einfach nur dick angelaufen. Sah aus wie ein Elefantenfuß, so von den Ausmaßen her … Zum Glück hat sich die Schwellung am Tag nach der Messe von selbst „in Nichts“ aufgelöst und seitdem hatte ich zwar mal schwere Beine, aber es ist nicht noch mal so extrem aufgetreten, ich habe in der Tat Angst bekommen und war beim Arzt, aber wohl durchaus nicht beunruhigend …


Da meine Familie jetzt „kaum mehr“ Baustellen-To-Dos hat kam meine Schwester auf die wunderbare Idee, dass wir bei ihr und ihrer Familie mal renovieren und streichen könnten – und umräumen – und so weiter. Was bin ich froh, handwerklich so begabte und zupackende Brüder und eine Schwägerin in spe zu haben. Weil so waren es „nur“ 3 Wochenenden im März. Leider hat der Fachhändler meines Vertrauens die Farben vertauscht, deshalb hat die bezaubernde Nichte jetzt ein Prinzessinnen-Zimmer in rosa – mit grüner „Bordüre“ (sollte eigentlich andersherum sein, ist so aber zum Glück auch vollkommen ok und gefällt!).

Eine der neuesten Nichtenweisheiten: die beiden Eier, die sie im Garten gefunden hat, sind dem fliegenden Vogel runtergefallen. Tante: „Du weißt schon, dass die Vögel beim Fliegen nichts tragen können, ihre Hände sind ja die Flügel.“ Nichte: „Heeeiii, du bist ja doof, die zwicken sich die Eier zwischen die Füße beim Fliegen. Und da fällt halt auch mal eins runter …“ Wir sitzen mit dem kichernden Onkel zu dritt am Fenster, um dieses Wunder zu beobachten, zum Glück hat keiner der zahlreich vorbeifliegenden Vögel sein untergezwicktes Ei fallenlassen. „Seht ihr, die können das …“


Dazu hat die Nichte seit unserem ersten Arbeitswochenend-Einsatz ein Springseil, da konnte sie noch nicht wirklich gut hüpfen, mittlerweile mit viiiiieeel Übung wie eine 1. Also so 50+ Sprünge ohne Absetzen und so …


Emotionen hoch 100 habe ich im Vorfeld und beim Typisierungstag für Tobi erlebt. Es tut gut, aktiv sein zu können, es tut gut, die Solidarität der Menschen in der Region zu spüren. Es waren 1.400 Spender da … und jetzt heißt es, weiterhin fest die Daumen drücken. Der tapfere kleine Kerl und seine so wunderbare Familie sind nach Monaten endlich zu Hause – das tut vor allem seinem großen Bruder unbeschreiblich gut. Der ja im Alltag ohne den kleinen Bruder, ohne Mama und meist auch ohne den Papa funktionieren muss … Puh.


Ich selbst war so auf Digital Detox, dass ich tatsächlich zu Konzerten ohne mein Smartphone war – einmal zumindest war die so viel mehr als Konzertfreundin dabei und musste „für mich“ fotografieren. … Ja, klappt zwar ganz gut, mal offline und weniger abhängig von diesen kleinen elektrischen Begleitern zu sein, in die man sonst ständig starrt. Aber in meinem Alter schadet es nichts, ein paar Bilder als Erinnerung mitzunehmen, weil so das ein oder andere verschwindet doch recht schnell in der Fülle der erlebten Momentaufnahmen, stelle ich hin und wieder fest 😉

Neben dem digitalen „runter vom Gas“ hatte ich mir vorgenommen, etwas mehr Normalität in meinen Alltag zu bringen. Denn da muss ich mich selbst mal ganz kritisch an die Nase fassen: niemand außer mir selbst ist verantwortlich, wenn die Mittagspause nicht stattfindet. Deshalb gabs genau die, mit Runden am See, Salat und Pasta im netten Lokal mit Sonnensitzplätzen – und einmal haben wir es sogar zum Fischer in Stegen geschafft. Jawoll.


Dann durfte ich einen sehr besonderen Tag in der Lieblingsstadt Landshut verbringen, die liebe Blogger-Freundin M. hat bei einem Foto-Wettbewerb gewonnen und darf 14 Tage lang kostenlos in alle Gebäude der bayerischen Schlösser- und Burgenverwaltung. Und sie hat mich mitgenommen, da durfte das Herzerl schon allein wegen der zauberhaften Geste, aber auch wegen des einmalig tollen Wetters und der wunderbaren Stimmung ausgiebigst springen und tanzen und dankbar sein …


Ich habe ein wunderbares Geburtstagswochenende mit der besten Freundin am Chiemsee verbracht, schön ist sie, unsere neue Tradition. Wir lassen uns treiben, müssen nix, können, wenn wir wollen, alles – herrlich erholsam. Wir planen schon die Fortsetzung 2018.


Passend zu den Osterferien hab ich Urlaub, durfte mit der bezaubernden Nichte und den Großeltern einen Ausflug machen, Esel besuchen, einen Tag im Traditionswirtshaus Maier in Gallenbach bei „D Wirtin und da Bauer“ verbringen. Und wir alle zusammen haben uns ganz entgegen der Aprilwetterprognose die Sonne im schönen Wirtsgarten auf die Nase scheinen lassen. Hach.

Weil ich dann schon mal drin war im Streich-Flow haben die vom Umbaudreck doch sehr lädierten Garagentore einen neuen, frischen Anstrich bekommen. Natürlich in der Lieblingsfarbe. Grün. Das im Dorf inspiriert: der Sohn der Nachbarn hat seine Osterferien genutzt, um der bislang eher schmutzig-braunen Verkleidung auf der Haussüdseite einen neuen Anstrich zu verpassen. Ich benenne den Farbton mal mit einem sehr leuchtenden Flaschengrün … manche würden es eher als schrill-grell-grün bezeichnen. Aber man gewöhnt sich ja an alles?!?


Jetzt liegt noch eine ganze herrlich lange Woche Urlaub vor mir. Ohne Plan, einfach den Tag kommen lassen und schauen, was er bringt. Das tut grad soooo gut.