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Ferienkind

Die bezaubernde Nichte ist zum ersten Mal allein in den Ferien unterwegs. Also nicht bei Großeltern, Tanten oder Onkeln, sondern mit einem riesengroßen Haufen Mädels aller Altersklassen für eine ganze Woche Reiterferien auf einem Pferdehof. Sie ist die Jüngste, deshalb hatte meine Schwester einen Notfallplan. Der hat sich aber als absolut überflüssig herausgestellt, wie es scheint.

Statt einer langen Verabschiedung war sie flugs in den Mädelshaufen eingetaucht – und weg war sie. Kommunikation klappt seitdem nur sporadisch, klar, ab morgens früh um 7 ist Programm bis in den Abend. Und da die anderen teils doch ein paar Jährchen älter sind geht das auch durchaus bis spät. Für Heimweh ist da schlicht gar keine Zeit.

Weil Nichte 2.0 schon viel Sehnsucht hatte gabs jetzt doch einen Besuch, aber selbst da wurde die geliebte kleine Schwester und die vielleicht doch vermisste Mama nur kurz mit der eigenen Anwesenheit beehrt. Weil man sich ja in den Reiterferien ja um so viel kümmern muss – auch wenn die anderen mal Pause machen und sich ausruhen. Man könnte ja was verpassen …

Ob sie in der Woche mal zum Duschen kommt ist fraglich, mehr als Katzenwäsche war bislang nicht drin. Und ich bin sehr gespannt, wer den Koffer für die Heimreise packt und was dann alles drin ist. Meine Schwester war nur kurz im Zimmer, da lag der Inhalt der Koffer von 4 Bewohnerinnen wild verstreut, saubere bunt gemischt mit bereits getragener Kleidung. Meins? Deins? Das wird noch ein vergnügliches Nachspiel haben.

Ich freu mich auf die persönliche Berichterstattung (dafür war natürlich noch keine Sekunde Zeit) und auf das Jammern, dass man nie mal richtig ausschlafen kann – ja, stimmt: nächste Woche ist die schöne Ferienzeit nämlich schon wieder rum und in der Schule beginnt der Jahresendspurt vor den großen Sommerferien 😊

Sonntagsfreude: Besuch auf dem Pferdehof

Ich hatte schon vor langer Zeit die Einladung einer Freundin bekommen, mal gemeinsam mit der Nichte bei ihr auf dem Reiterhof vorbeizukommen. Das haben wir jetzt in der gemeinsamen Ferien-Urlaubszeit endlich geschafft.

Beim Putzen wurden die Damen vom „Chef des Hofes“ genau beobachtet. Er hatte aber nichts auszusetzen, schließlich hatte die bezaubernde Nichte schon ihren eigenen Putzkoffer dabei, Gipsy hat quasi geglänzt, so sauber war sie …

Dann noch schnell ein Zaumzeugcheck am Reiterstüberl … nein, lieber doch langweilig Leder 😉

Und schon gabs, ein bisserl unerwartet, eine richtige Reitstunde in der kleinen Halle. Schritt lief super, Traben auch, Urteil der Reiterfreundin: ausbaufähig, ihr dürft wiederkommen.

Dann durfte die kleine Reiterin sogar noch eine Runde im Sattel um den Hof drehen, ehe abgesattelt wurde und wir alle Gipsy zum kurzen Grasen auf die kleine Löwenzahnwiese begleiteten.

Ehe es für die Pferdedame zu den anderen auf die Koppel ging. Schön, so ein Leben auf dem Pferdehof … hab auch Ausschau nach Bibi und Tina gehalten, weder Amadeus noch Sabrina entdeckt – aber ein paar wunderschöne Wesen hab ich gesehen, einer hört auf den klingenden Namen Shakespeare und ist laut Beschreibung an seiner Boxentür „einfach unbeschreiblich“.

Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita, leider heute zum letzten Mal, was ich sehr, sehr schade finde … für mich eine der schönsten gemeinsamen Aktionen des Netzes. Liebe Rita, ich kann deinen Gedankengang dennoch verstehen und nachvollziehen, dass man irgendwann müde wird. Für mich werde ich sehen, ob ich meine Sonntagsfreude nicht beibehalte, denn es ist genau dieser zauberhafte Gedanke: „Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind :)“, der mir so viel Freude bereitet. Mal sehen.

Das Leben ist kein Ponyhof

Aber manchmal kann man da trotzdem hingehen. Und Spaß haben. Und wenn man – wie die bezaubernde Nichte – 5 Jahre alt wird, dann kann man sogar 5 Freunde plus eine kleine Schwester einladen. Und da seinen Geburtstag feiern. Und wie man das kann. Was haben sie das geduldige Pferd gestriegelt, was saßen sie alle stolz wie Bolle auf dem Rücken des Pferdes. Was hab ich den Mut bestaunt und über ihr Glucksen gelacht. Ein paar größere Pferdemädels waren auch da und konnten bestaunt werden. Nur ein Pferd für 7 Kinder, jedes immer 2 Runden im Kreis herum … Gut, dass ein Holz-Voltigier-Pferd zum Rumprobieren da stand und ein Hindernis, über das man Hüpfen oder Balancieren konnte! Nur das mit dem Fangen spielen in der Halle und dabei dem Pferdchen in die Quere kommen, das war keine so gute Idee. Und deshalb war dann auch am Schluss etwas der Schwung raus. Zum Glück gabs noch Kinderschminken, Pizza und eine Urkunde (für alle Kindergeburtstagsreiter) …

Und keine Frage: alle waren ganz beseelt vom Tag in der Reithalle. Zuhause sind die Kids bestimmt sofort seligst eingeschlummert und haben die ganze Nacht von Pferden geträumt 🙂

Happy Birthday an die tolle Nichte, die sich soooo gefreut hat ❤