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Das mit dem Lebkuchenteig

Wenns um Ideen für Kindergeburtstage geht, die viel Arbeit, aber auch viel Spaß machen, bin ich bekanntermaßen ganz vorne dabei – jetzt feiern wir Samstag nicht die erste Party der bezaubernden Nichte, dazu ist es der 7. Geburtstag, also eine magische Zahl. Da muss was besonders her. Gewünscht hat sie sich: Reiten, gutes Essen, Basteln …

Also wirds wieder ein Geburtstag im Pferdestall, statt 1 Pferd für viele Kinder wie vor 2 Jahren soll es dieses Mal ein Pony pro Kind sein. Danach gibts Kuchen und Nudelsalat, die Oma muss ihr einen Igelkuchen machen – nur beim letzten Punkt war guter Rat teuer. Weil irgendwie gabs ja alles schon mal. Und meine Idee, gemeinsam Plätzchen zu backen, wär zwar super – geht aber im Reiterstüberl wegen nicht vorhandenem Herd nicht … also weitergedacht: Wieso bastelt nicht jedes Kind ein Lebkuchenhaus, zum mit nach Hause nehmen? Dann brauchts auch keine Gastgeschenke. Entschieden, so wirds gemacht.

Also hab ich am Wochenende Lebkuchen gebacken. Zweimal, weil der erste Teig war außer knochenhart und hässlich mal gar nix. Der lies sich erst nicht ausrollen, danach aber ganz bestimmt nicht schneiden. Den ersten hatte ich aus den Weiten des www, war von einer Userin als „super einfach und perfekt für Lebkuchenhäuser“ angepriesen worden. Von wegen! Da gabs dann auch eine vorsichtige telefonische Nachfrage der Nichte, ob denn schon noch alles klappen würde? …

In so einem Fall geht Frau auf Nummer sicher, es gibt ein Kochbuch, auf das in unserer Familie verlässlich zurückgegriffen wird, Hedwig Maria Stubers „Ich helf dir kochen“. Da klappt einfach jedes Rezept, wie auch die Honiglebkuchen, die ich zwar leicht abgewandelt habe, aber: wir haben genug Material für 10 Lebkuchenhäuser. Ich hab sogar ein paar Teile extra gemacht, falls was bricht. Und für Deko hats auch gereicht 😉

Sonntagsfreude: Störche


Als alle auf meine zweite Nichte gewartet haben war ich bei der ersten, damit sie nicht allein zu Hause ist, weil Mama und Papa ja im Krankenhaus waren. Die Nichte durfte nachmittags zur besten Freundin, zum Spielen, ich hab gearbeitet und sie zum eigentlich vereinbarten Zeitpunkt abgeholt. Da wollte sie aber noch gar gar gar nicht heim, weil eben eine dritte Freundin erst eingetroffen war. Gut, die Damen durften noch etwas weiterspielen – und die Frau Mama und ich gönnten uns an dem sonnigen Tag einen Kaffee auf der Terrasse. Die drei strolchten los in die angrenzenden Wiesen, wo sie gar nicht mitbekamen, dass genau über ihre Köpfe hinweg der Storch angeflogen kam, um im angrenzenden Feld nach Futter zu suchen …

Wir erwachsenen Mädels dagegen freuten uns sehr, aufgeregt haben wir uns mit den Handys platziert, unscharfe Fotos geschossen und die an meine Schwester im Kreißsaal geschickt. „Ein Zeichen? Hoffentlich …?“

Irgendwie dann schon, denn immerhin kam etwa 7 Stunden später Nichte 2.0 – mit zwei winzig kleinen Storchenbissen.

Gestern war ich das kleine Wunderwerk besuchen, natürlich die ganze Familie – und vor allem die bezaubernde Nichte, die seit sie große Schwester ist kaum das Haus verlässt, weil sie was verpassen könnte … wir zwei waren aber auf einem kleinen Ausflug auf dem nahen Reiterhof, Pony am heißen Tag hübsch machen, Reitstunde und Runde um den Hof inklusive. Und beide haben wir über die Reitkünste meiner Freundin R. gestaunt, die gestern eine kleine Privatvorstellung auf dem großen Platz für uns gab. Einfach nur wow!

Auf der Heimfahrt hab ich fast neben der Straße ein Storchenpaar getroffen, ich konnte im fließenden Verkehr nicht anhalten und sie fotografieren, aber die zwei waren so nah … ich werte das einfach mal als Glücksbringer.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Das mit dem Herzenbrechen

Mademoiselle (6) war mit Eltern und Bruder über Ostern in den Ferien. Gleichzeitig war eine Familie mit gleichaltrigen Drillingsjungs vor Ort. Für alle anderen waren die drei vor allem laut. Mademoiselle dagegen hat drei Herzen gebrochen, alle waren sie verliebt in sie. 

So kams, dass die junge Dame beim Ponyreiten am letzten Tag jeweils einmal allein plus je dreimal zu zweit Runden auf dem zum Glück breiten Ponyrücken drehte. Natürlich selbstverständlich und mit einem glückseligen Lächeln. Zum Abschied gabs drei Briefchen mit Herzen. Hach.

Und den drei Jungs ist wirklich aus ganzem Herzen zu wünschen, dass sie sich nicht lebenslang in den gleichen Typ verlieben, sonst wird’s schwierig …?

Sonntagsfreude: Besuch auf dem Pferdehof

Ich hatte schon vor langer Zeit die Einladung einer Freundin bekommen, mal gemeinsam mit der Nichte bei ihr auf dem Reiterhof vorbeizukommen. Das haben wir jetzt in der gemeinsamen Ferien-Urlaubszeit endlich geschafft.

Beim Putzen wurden die Damen vom „Chef des Hofes“ genau beobachtet. Er hatte aber nichts auszusetzen, schließlich hatte die bezaubernde Nichte schon ihren eigenen Putzkoffer dabei, Gipsy hat quasi geglänzt, so sauber war sie …

Dann noch schnell ein Zaumzeugcheck am Reiterstüberl … nein, lieber doch langweilig Leder 😉

Und schon gabs, ein bisserl unerwartet, eine richtige Reitstunde in der kleinen Halle. Schritt lief super, Traben auch, Urteil der Reiterfreundin: ausbaufähig, ihr dürft wiederkommen.

Dann durfte die kleine Reiterin sogar noch eine Runde im Sattel um den Hof drehen, ehe abgesattelt wurde und wir alle Gipsy zum kurzen Grasen auf die kleine Löwenzahnwiese begleiteten.

Ehe es für die Pferdedame zu den anderen auf die Koppel ging. Schön, so ein Leben auf dem Pferdehof … hab auch Ausschau nach Bibi und Tina gehalten, weder Amadeus noch Sabrina entdeckt – aber ein paar wunderschöne Wesen hab ich gesehen, einer hört auf den klingenden Namen Shakespeare und ist laut Beschreibung an seiner Boxentür „einfach unbeschreiblich“.

Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita, leider heute zum letzten Mal, was ich sehr, sehr schade finde … für mich eine der schönsten gemeinsamen Aktionen des Netzes. Liebe Rita, ich kann deinen Gedankengang dennoch verstehen und nachvollziehen, dass man irgendwann müde wird. Für mich werde ich sehen, ob ich meine Sonntagsfreude nicht beibehalte, denn es ist genau dieser zauberhafte Gedanke: „Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind :)“, der mir so viel Freude bereitet. Mal sehen.