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#Sonntagsfreude: Gewitterstimmung

Viele Hitzegewitter in diesen Tagen. „Es braut sich etwas zusammen“, so ein typischer Spruch, aber ganz schön wahr. Wie steh ich zur Gewitterstimmung? Wenn man geschützt sitzt kann man das oft regelrecht mit vielen Sinnen beobachten und spüren? Wie die Wolken erst dichter und dunkler werden, sich dann schwarz färben, es immer dunkler wird. Dann beginnt es meist in der Ferne zu grollen, oft sieht man den ersten Blitz – obwohl er hunderte von Kilometern entfernt ist. Irgendwann setzt der Wind ein, je nach Stärke kann es schon ordentlich wirbeln. Und dann kommt der Regen, die Blitze, der Donner. Das schönste nach einem Sommergewitter? Der Regenbogen. Der manchmal von einem bis zum anderen Ende des Horizonts in allen schillernden Regenbogenfarben leuchtet. Vor Jahren hatte ich mal großes Glück und nach einem Hitzegewitter hab ich dieses Bild aufgenommen – mit einer Handykamera, unbearbeitet. Einfach schön!

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

Regenbogen
Regenbogen

Alle reden drüber – wirklich alle?

Montag vormittag – auch das dritte Telefonat dauerte knapp 40 Minuten. Und bestand mindestens zur Hälfte aus dem beliebtesten Gesprächsstoff: dem Wetter.  Woher kommt das bloß? Und warum mache ich das mit? Gespräche könnten so schnell erledigt sein: Klingelzeichen – Ja bitte – Anliegen – ja/nein/vielleicht – wir verbleiben – tschüss. Statt dessen dauert der Smalltalk über das Wochenendwetter, die Aussicht auf „Sommer mit Schönheitsfehlern“, das Meckern, dass es fürs nächste Wochenende aber schon wieder nicht sooo gut werden soll … Bis ich beim Thema ankomme vergeht Zeit. Versteht mich bitte richtig: das ist durchaus nett, gerade bei Kontakten, die man weniger gut kennt. Schließlich ist es ein unverfängliches Thema, es geht uns alle an, da hat jeder was beizusteuern, gibt einem ein gutes Gefühl … Man stelle sich mal vor, auf Smalltalk müsste man sich vorbereiten, womöglich einlesen – puh!

P1020307Mit Kindern plaudere ich nie übers Wetter: die stört weder tagelanger Regen, noch finden sie Schneemassen störend. Der Frühling ist eine von 4 Jahreszeiten, über die sie im Kindergarten Lieder singen. Frühlings- oder Herbstwetter mit vielen Pfützen und Matsch: toll, kann man reinspringen. Am Sommer mögen sie am liebsten Eis, Schwimmbad, Planschbecken, draußen Spielen (geht auch bei Regen und in Gummistiefeln). Im Herbst muss man wieder mehr Klamotten anziehen – im Winter noch mehr. Bei schlechtem Wetter draußen kann man im Haus tolle Abenteuer erleben, Kinder beklagen sich selten, wenn es draußen heiß ist und Erwachsene lieber drinnen im Schatten bleiben.

Mit Kindern sprech ich nicht übers Wetter, sondern erlebe es? Auch mal einen Gedanken wert 🙂

Aprilwetterbeobachtungen im Mai

Gestern in einem Straßencafé irgendwo in München: eine kurze Pause zwischen Terminen, Blick auf den Himmel, kurzzeitig scheint die Sonne. Geht es sich aus? Schaffen wir einen Kaffee draußen, im Freien? Lasst uns optimistisch sein und bestellen. Der Kafee wird serviert, dazu eine Runde Decken. Was für ein netter, aufmerksamer Service. Nächster Blick zum Himmel: die schwarze Wolke schiebt sich unaufhaltsam näher. Neben uns setzt sich eine Mutter, sie hat eine Erstklässlerin und ein Baby. Für die Große gibts Eis, die Mama bestellt einen Kaffee – der Kleine wird gestillt. Familienidyll. Es folgt ein kurzer, aber heftiger Regenschauer, unser Sitzplatz im Freien ist gut abgeschirmt. Niemand wird nass. Perfekt. Es hört auf zu regnen. Plötzlich kreischt die Mutter neben uns entgeistert: ein gassigehender Hund hat in den Regenschutz des Kinderwagens gepinkelt – den sie neben den Kinderwagen auf den Boden „gelegt“ hat, aus ihrer Perspektive im Moment nebensächlich. Jetzt aber plötzlich … Findet sie gar nicht lustig. Die Hundebesitzerin auch nicht, sie entschuldigt sich, geht achselzuckend weiter. Denn woher sollte der arme Hund riechen, dass der Regenschutz nicht für ihn als trockene Kloschüssel dahin gelegt worden ist …?

Autobahnerlebnis

Gestern auf der Autobahn hatten wir ein Naturerlebnis: auf der Fahrt Richtung Heimat waren wir erst von Ost nach West unterwegs, hinter uns eine schwarze Wolkenwand, vor uns blauer Himmel. Nicht ganz blau, sondern ein Blau mit rosa Schimmer. Mein Blick nach vorne in Kombination mit den Rückspiegeln fast unwirklich. Dann haben wir die Autobahn in Richtung Süden gewechselt, hinter uns blauer Himmel, durchzogen von ein paar Wölkchen. Über und rechts von uns strahlender Sonnenschein. Scharf Links von uns die schwarzen Wolkenberge. Fast unwirklich die regennasse Fahrbahn, nicht nur etwas nass, sondern so viel Wasser, dass es wie Gischt hochgespritzt ist, aufgewirbelt von den Fahrzeugen. In Fahrtrichtung ein gleißend heller, fast nicht zu durchschauender Wassernebel. Irisierend im Gegenlicht der herbstlich tiefstehenden Sonne, im Seitenspiegel hatte ich immer wieder kleine Regenbogen. Schön, auf besondere Art und Weise zauberhaft. Aber auch gefährlich, denn es gibt Autofahrer, die lichtlos durch diese ohnehin schon schwer einsehbare Fahrtsituation geistern. Und die Blinker und ohne Blick in Rückspiegel oder Schulterblick Spur wechseln.
Wir sind sicher durch dieses Autobahnerlebnis gefahren und Heil zu Hause angekommen. Und ich hab immer noch diese wirklich seltenen Bilder im Kopf.