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Schreibzeit #4 – Demut

Ich bin in den vergangenen zwei Wochen demütig geworden. Sehr. Räumurlaub, zwei Urlaubswochen zum Ausräumen, Verräumen, Leerräumen. Ein riesengroßes Projekt ist das, was ich mir vorgenommen habe, und um ehrlich zu sein: ich habe nicht mal ein Bruchteil geschafft. Durchaus viel, aber ein Haus ausräumen, in das seit Generationen nur reingeräumt wurde, ist nicht mal mit zwei Wochen Freizeit einfach so zu schaffen. Vor allem, wenn man nicht alles in den Container schmeißt. Sondern sortiert, zusammenbringt, filtert, Ordnung reinbringt. Wegschmeißt, wegstellt. Räume und Renovierungsbedarf finalisiert. Ich bin demütig, denn obwohl ich seit Monaten gedanklich alles durchgegangen bin und es im Schlaf hundert mal bereits gemacht habe: jetzt ist es soweit. Echtzeit. So etwa die Hälfte ist verräumt, der Rest muss umgezogen werden. Und dann geht’s los. Renovieren, seniorengerecht, das Alte, Besondere erhalten und bewahren, modernisieren, wo möglich. Ich habe einen Heidenrespekt vor allem, was bereits geschafft ist. Und was vor uns liegt. Viel Arbeit, aber zum Glück ein Familienprojekt. Ein ziemlich großes, ok. Aber ich bin einmal mehr dankbar, dass ich das nicht allein machen muss.

(Ja, auch wenn es auch mal einfacher wäre, so bei Entscheidungen und so)

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Bines Thema für die aktuelle Schreibzeit: Demut“

#Sonntagsfreude: Altkleidersammlung

Mein Sonntag: sichten, sortieren, ausmisten, Sackerl für die Altkleidersammlung nächstes Wochenende packen. Im Haus der Eltern, das leider viel zu groß ist, also viel zu viel Platz, um immer mal wieder was „noch aufzuheben“. Ich hab mich heute von vielem getrennt, bin aber (wie so oft) nicht sicher, ob es nicht doch wieder auf rätselhaften Wegen im Haus verbleibt? Hm… Bin grade fix und fertig – und werd jetzt den restlichen Nachmittag sehr faul am Kachelofen liegen. Aber: Ausmisten befreit, hab also ein sehr gutes Gefühl. Und das Beste: ich hab den fehlden Ordner gefunden, den, den ich schon seit Wochen suche. 😉

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

Renovieren

Ich musste eben doch sehr grinsen, eine Freundin hat mir diesen Link geschickt. Bezieht sich auf das Projekt „Räumen und Renovieren“, bzw. meinen Stolz: ich kann eine Bandschleifmaschine bedienen und mache damit nix kaputt. Laut Kolumne gibt es heute alles für die Ladies: spezielles Handwerker-Equipment, Heimwerker-Workshops und eine klare Zielgruppenansprache der Baumärkte. IMG_0689-2.JPG

Ist das eine neue Bewegung? Als ich vor vielen Jahren umgezogen bin hat mir eine Freundin geholfen, die sowohl mit Bohrmaschinen umgehen konnte als auch keinerlei Probleme hatte, E-Herd, Spülmaschine und Abflüsse auszubauen und neu zu montieren … Und in Heimwerkermärkten ist Frau doch schon seit vielen Jahren gern gesehen nebst direkter Ansprache in der Werbung? Aber stimmt schon: muss es jetzt wirklich ein pinker Koffer in Barbie-Optik sein, Tussi-on-Tour? Für mich tuts die neutrale Version in schlammgrüner Tarnoptik 😉

 

Das kleine große Glück

Kürzlich hab ich mir Zeit genommen und eine Ausgabe der Emotion gelesen, da wurde folgender Gedanke aufgeworfen: „Frage dich, ob du glücklich bist“, schreibt der große Denker J.S. Mill, „und du hörst auf, es zu sein.“ Stimmt das? Kann man das Glück suchen? Oder kommt es von ganz alleine zu uns, wenn wir vollständig eins sind mit uns, gleich, ob gut oder schlecht?
Heute habe ich einen ganzen Tag im Dreck verbracht, auf dem Dachboden. Ausmisten, leerräumen, schleppen, kehren. Keine Zeit zum Nachdenken, einfach anpacken und tun. Und war glücklich, über die kleinen und großen Erfolge. Jetzt ist fast alles vorsortiert, muss noch einiges weggeworfen werden, aber das Chaos lichtet sich. Und das fühlt sich ganz schön gut an, dieses kleine große Glück.