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Sonntagsfreude: Im Fernsehen & Schlechtwetterprognose

Die Münchner Patenkinder waren im Fernsehen. Also eigentlich ihre Mama. Aber natürlich war das ein aufregendes Projekt für die ganze Familie. Und die zwei sind doch viel zu sehen, so wie sie sind, mit allen Schnuten und Gesten und so. Mademoiselle und Monsieur haben das super gemacht, ihre Mama musste nicht schauspielern, sich nicht verstellen, sondern durfte über ihr Herzensthema sprechen und dabei einfach in ihrem Alltag sein. Und beschreiben, warum sie so sehr liebt, was sie tut. Deshalb tut sie es ja auch. Der Bericht dauert fast zweieinhalb Minuten, gedreht wurde hauptsächlich zu Hause und das Ganze hat nicht mal vier Stunden gedauert. Und alle freuen sich sehr über das Ergebnis. Schön.

Und ich freu mich heute noch viel mehr, dass das schlechte Wetter, das fürs ganze Wochenende angekündigt war, es sich anders überlegt hat. Weil an den freien Tagen kann ich bekanntermaßen nicht genug Sonnenschein und Frischluft bekommen. So lautet also der Plan für heute: rausgehen und Vitamin D tanken. Dazu ist die ganze Familie von der Schwiegermutter meines kleinen Bruders zum Mittagessen eingeladen, nett. So viel Schönes vor, wenn das kein Grund für Sonntagsfreude ist.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Kein Regen

Das Wochenende beweist: Manchmal lohnt es nicht, sich an Wetterprognosen zu orientieren. Da Regen angekündigt war, hätte ich einige Ideen für Regentage gehabt. Aber: Hier schien gestern meist die Sonne, heute ziehen schwere Wolken am Himmel entlang und der Wind pfeift eisig. Trotzdem werd ich mich nachmittags warm einwickeln und eine Runde durch die Gegend laufen gehen. Vielleicht gibt’s noch ein paar schöne Rapsbilder, oder ich erwische etwas Flieder? Mein ursprünglicher Plan war übrigens, den Regentag mal wieder aus dem Blickwinkel eines Kindes zu erleben. Also einfach das Beste draus machen, wie diese junge Dame: 

Vielleicht darf ich heute später noch ein bisschen durch den Regen tanzen? Meine Gummistiefel stehen parat.

Mehr #Sonntagsfreude sammelt Rita.

Alle reden drüber – wirklich alle?

Montag vormittag – auch das dritte Telefonat dauerte knapp 40 Minuten. Und bestand mindestens zur Hälfte aus dem beliebtesten Gesprächsstoff: dem Wetter.  Woher kommt das bloß? Und warum mache ich das mit? Gespräche könnten so schnell erledigt sein: Klingelzeichen – Ja bitte – Anliegen – ja/nein/vielleicht – wir verbleiben – tschüss. Statt dessen dauert der Smalltalk über das Wochenendwetter, die Aussicht auf „Sommer mit Schönheitsfehlern“, das Meckern, dass es fürs nächste Wochenende aber schon wieder nicht sooo gut werden soll … Bis ich beim Thema ankomme vergeht Zeit. Versteht mich bitte richtig: das ist durchaus nett, gerade bei Kontakten, die man weniger gut kennt. Schließlich ist es ein unverfängliches Thema, es geht uns alle an, da hat jeder was beizusteuern, gibt einem ein gutes Gefühl … Man stelle sich mal vor, auf Smalltalk müsste man sich vorbereiten, womöglich einlesen – puh!

P1020307Mit Kindern plaudere ich nie übers Wetter: die stört weder tagelanger Regen, noch finden sie Schneemassen störend. Der Frühling ist eine von 4 Jahreszeiten, über die sie im Kindergarten Lieder singen. Frühlings- oder Herbstwetter mit vielen Pfützen und Matsch: toll, kann man reinspringen. Am Sommer mögen sie am liebsten Eis, Schwimmbad, Planschbecken, draußen Spielen (geht auch bei Regen und in Gummistiefeln). Im Herbst muss man wieder mehr Klamotten anziehen – im Winter noch mehr. Bei schlechtem Wetter draußen kann man im Haus tolle Abenteuer erleben, Kinder beklagen sich selten, wenn es draußen heiß ist und Erwachsene lieber drinnen im Schatten bleiben.

Mit Kindern sprech ich nicht übers Wetter, sondern erlebe es? Auch mal einen Gedanken wert 🙂

Frühlingsgefühle

Ich sinniere gerade vor mich hin, ob bei den Temperaturen Frühlingsgefühle aufkommen oder nicht? Aktuell höre ich rundrum nur: „Ich hab schlechte Laune.“ „Depressionen – wo man hinsieht.“ „Will weg in die Sonne, wenigstens ein paar Tage. Ne, besser nicht – sonst bin ich hinterher nur noch schlechter drauf.“ „Bin chronisch müde, wenns wenigstens warm wäre …“

Es scheint, als ob der nicht vorhandene Frühling alle, sagen wir es mal ganz diplomatisch, etwas negativ gelaunt macht? Milde Temperaturen gibts nicht, Sonne viel zu wenig – wie ist das denn nun mit den Frühlingsgefühlen: kommen die trotzdem Jahreszeitbedingt? Oder eben nicht? Beim Stöbern stolpere ich über diese Glosse in der Stuttgarter Zeitung: Bloß keine Frühlingsgefühle. Und grinse vor mich hin, denn: leicht gesagt, dass alle weniger motzen sollen. Stimmt auch, dass man sich selbst schließlich nicht ewig schimpfen hören kann. Nur: wenns jetzt noch nicht mal Frühlingsgefühle gibt, was hilft dann gegen dieses chronische Nichtvorhandensein von Frühlingsstimmung?

Weitergedacht: angenommen, es kommt tatsächlich kein Frühling mehr, wenig Sonne, dann dezimiert sich doch hoffentlich auch mein natürlicher Feind Nummer 1. Die liebliche Nacktschnecke, die sich – statt das Unkraut, das ich für sie stehenlasse – lieber an meinen köstlichen Kräutern und Erdbeeren sattfrisst. Und mich in den vergangenen Sommern zu einem erbitterten Jäger ohne eine Spur von Schneckenliebe gemacht hat. Diesen Gedanken hab ich auf der Suche nach den Frühlingsgefühlen auch in diesem Blogbeitrag gefunden, viel Spaß beim Lesen und Mitschmunzeln.