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Das mit der Phantasie

Ich habe gestern einen sehr interessanten Artikel über den Einfluss der Phantasie auf Lernen und Entwicklung gelesen – den ich gerne teilen möchte. Auch wenn ich als Erwachsene heute nicht immer Verständnis für alle Trends habe, mir fällt auf, dass Kinder in ihrer Gedankenwelt sehr kreativ sind. Die bezaubernde Nichte wird in ihrem Alltag, vor allem im Spiel von Einhörnern und Bibi &Tina begleitet, Mademoiselle wünscht sich zu Weihnachten eine echte Prinzessinnen-Krone und tanzt Freestyle-Ballet, Monsieur träumt sich in verschiedenste Berufswelten … es ist spannend zu sehen, dass jetzt wissenschaftlich sogar Kreativität und Phantasiewelten nicht nur erforscht, sondern wohl auch genutzt werden, um Kinder beim lernen zu fördern. Und kann nur sagen, bei mir greift Phantasie noch heute und hilft mir, mich weiterzuentwickeln.

Irgendwie anders

Dieses Wochenende waren die beiden Patenmädels etwas, na ja, nennen wir es mal irritiert: die bezaubernde Nichte hat sich mit den neuen Bedingungen rund um die Baustelle bestens arrangiert. Nur dass ich da jetzt arbeite, anstatt mit ihr zu spielen, dafür reicht das Verständnis definitiv nicht. Am Samstag reiste sie nebst der Mama an – es gab das bestellte Mittagessen und die Oma als Entertainment-Programm. Trotzdem wurde gemotzt. Lautstark. Ok, ich wollte auch noch unbedingt was fertigbekommen, und das hat gedauert … Wir haben also eine zeitliche Vereinbarung getroffen, sie durfte als kleine Belohnung – das dürfen kleine Kinder nämlich eigentlich nie nicht – mit auf den Dachboden klettern und beim Fenster hinausspähen. Ganz schön tief. Später gab es dann ausgedehntes Schaukeln, Fangen und Verstecken spielen – und sogar Besuch ist zum Prinzessinnen-Picknick auf der Frühlingswiese vorbeigekommen. Kuchen und Kekse von Prinzessinnen-Tellern. Und eine neue Freundin, die schon etwas älter ist und toll malen kann. Und auf alle Anweisungen reagiert, also zumindest fast. So schnell ist die Welt dann wieder ziemlich in Ordnung?

Für Mademoiselle war die Kommunion des großen Bruders in der Theorie ok, denn die geliebten Großeltern und alle möglichen anderen Menschen kommen. Und bringen Geschenke. Nur nicht alle hatten etwas für sie dabei. Ich ehrlich gesagt auch nicht, das hab ich einfach vergessen … Aber: es gab eine großartige Hello-Kitty-Tasche, passend zur einen Strickjacke (es mussten eine in blau und eine in rosa eingepackt werden, sie will für jede Gelegenheit passende Outfits dabei haben) mit viel Glitzer. Da passten die Kekse und die beiden Spielpackungen rein, die sie bekommen hat. Aber so ein kleines bisschen war ihr die Enttäuschung dann doch anzumerken, dass nicht jeder an sie gedacht hat. Entschuldigung! Und mein Herz hats schon etwas zerrissen, dass der Trennungsschmerz dieses Mal beide Patenkinder erwischt hat, beim Großen war ich vorbereitet. Aber auch bei der kleinen Schwester flossen die Tränen in Strömen über die Wangen, als es ans große Pfiade-Sagen ging. Das war echt traurig!

Gut, dass das nur einzelne Tage sind und längst wieder Alltag herrscht …

Erzähl-ein-Märchen-Tag

Es war einmal … Warum genau hat die Menschheit wohl begonnen, Märchen zu erzählen? Das „Entertainment“ in den vergangenen Jahrtausenden hatte nicht so viel mit den Freizeitaktivitäten von heute zu tun. Der Tag und das Tagwerk begann, irgendwann wurde es Abend. Und wenn die Menschen nicht zu müde waren, dann haben sie Geschichten erzählt. Einige konnten das besser, sie waren fantasievoller, kreativer, hatten die besseren Stimmen. Wussten, wie sie mit Worten Spannung erzeugen. In verschiedenen Kulturen blieben die Märchen in der Familie bzw. im Haus, in anderen Kulturkreisen hat sich ein Beruf daraus entwickelt, der Märchenerzähler war eine Attraktion auf Jahrmärkten oder bei Hofe. Dann gab es noch die Menschen, die die Geschichten sammelten und sie irgendwann aufschrieben. Zum Glück, so sind uns viele der Erzählungen bis heute überliefert, zum Beispiel die Märchensammlung der Brüder Grimm oder Märchen aus 1001 Nacht …

Der heutige Tag steht weltweit unter dem Motto „Erzähl ein Märchen“. Es geht ums Geschichtenerzählen, um das Vorlesen oder selber erfinden, ums Fabulieren und die Fantasie anregen. Da können Prinzessinnen, Zauberer, Kobolde, Elfen, Ritter, Zwerge, Riesen, Helden oder Hexen vorkommen, es kann eine Liebesgeschichte mit Happy End sein, Menschen werden in Tiere verwandelt – oder eine Welt, in der Tiere sprechen können, Kleider tragen und Berufe haben …

Eine wunderschöne Erzählung ist Peterchens Mondfahrt, von der ich hier eine niedergeschriebene Fassung gefunden habe – schon praktisch, wenn man kein Buch zur Hand hat? Oder

Und vielleicht regt der Erzähl-ein-Märchen-Tag ja den ein oder anderen an, eine Geschichte zu erzählen? Ich freu mich drauf 🙂

#Sonntagsfreude

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Vor gar nicht mal so vielen Jahren ein no go: Faschingssonntag gemütlich zu Hause. Wo es doch Faschingsumzüge mit anschließendem Faschingstreiben, lachen, feiern, viele Menschen sehen und treffen gibt. Ging nicht. Auch wenn ich Montag arbeiten musste, ein paar Jahre habe ich den vielfachen Rittberger gehüpft, Sonntag bis in die Puppen feiern, Montag mit kleinen Augen und hundemüde arbeiten. Beides nicht sehr produktiv. Dann hab ich das Faschingstreiben ein Mal ausgelassen, um einen supersonnigen Sonntag nachmittag mit einem entspannten Spaziergang, frischer Luft und Tiefenentspannung zu verbringen. Toll wars, seitdem vermisse ich nichts mehr.
2009 dann mein Bruder, der Faschingsprinz. Und das war ein Job, für die ganze Familie. Nicht nur, dass unsere Präsenz auf den Faschingsbällen erwünscht war, wir Geschwister waren an den Wochenenden und rund um das Faschingswochenende Fahrdienst, Transportunternehmen, Cateringfirma, Putzdienst und mobiles Einsatzkommando. Fasching dauert nur ein paar Wochen, aber ich kann mich erinnern, dass ich mich am Aschermittwoch in dem Jahr echt urlaubsreif fühlte. Und man beachte, ich selbst war nicht aktiv. „Nur“ die Schwester.
Ich wünsche allen, die sich mitten im Endspurt von Karneval, Fassnacht oder Fasching tummeln, aus ganzem Herzen viel Spaß – und freu mich über meinen entspannten Sonntag nachmittag. Gut, Fahrdienst bin ich heute voraussichtlich wieder – mal sehen, wann der Ex-Prinz genug vom Feiern hat. Und die Schwester anruft 😉

Mehr Sonntagsfreuden bitte hier nachlesen.