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Musik am Mittwoch: So ein Pony

Auf dem Rückweg vom Pferdehof schoss mir Musik aus einem Kultfilm meiner Kindheit durch den Kopf, was haben wir den Immenhof und seine Bewohner geliebt. Oma Jantzen, Dick, Dallie, Edelbert, Fritzchen, Jochen, Hein Daddel … Und damals konnten wir die Lieder auswendig:

„So ein Pony, das kann alles, ja das weiß viel mehr als wir. Könnte es noch Eier legen wäre es ein Wundertier. Holahi Holaho…
Ponys lesen keine Zeitung, tanzen niemals Rock´n´Roll, werden keine Miss Europa – und sie fühlen sich trotzdem wohl. Holahi Holaho…
Bist du froh auf ihm geritten über Wiesen, Flur und Feld. Schenk ihm nur ein Stückchen Zucker, denn ein Pony nimmt kein Geld. Holahi Holaho…
So ein Pony musst du haben, denn dann hast du einen Freund. Wirft es dich auch mal hinunter, war´s bestimmt nicht bös gemeint. Holahi Holaho…“

DAS nenn ich eine Programmplanung für den nächsten Mädelsabend mit der bezaubernden Nichte?

Das mit dem ersten Reitabzeichen

Die bezaubernde Nichte hat die erste Woche der Osterferien einen Reitkurs gemacht, den sie sich vom eigenen Taschengeld finanziert hat. Und zwar gehörte da alles dazu, was zum Reiten gehört, also Stallarbeit, Pferdepflege, etwas Reiten und vor allem viiiiiiiiel Theorie. Das war täglich ab 9 und offiziell bis 13 Uhr, aber eigentlich hat es immer länger gedauert, weil es echt intensiv war!

Am Gründonnerstag waren die Oma und ich dann zum Zuschauen eingeladen („aber winkt mir nicht, damit ich nicht abgelenkt oder aufgeregt werde!“), wie sie und ihre 5 Mitprüflinge in der Halle Runde um Runde in unterschiedlichen Gangarten absolvierten, die Ponys anritten, zum Traben brachten oder in den Stillstand versetzten. Und obwohl sie auf dem schwierigen Paul reiten musste, hat alles super geklappt, die Nichte hat das erste Reitabzeichen geschafft. Und träumt jetzt von einer Profi-Karriere, nur fällt die Entscheidung schwer, ob lieber Dressur- oder Springreiterin …

Ich schlag mal vor: erst mal Pferdemädel? Und natürlich Glückwunsch von der stolzen Tante 😉

Freizeitverpflichtungen

Schon ganz schön was los in diesen ersten Wochen des neuen Jahres:

  • Mademoiselle hat eine Woche der Weihnachtsferien allein bei den Großeltern in Bamberg verbracht, haben alle sehr genossen.
  • Auch Monsieur, der ja zum wiederholten Mal als Dreikönigs-Ministrant unterwegs war. Genau wie der Sohn meines Cousins, das hat die Jungs ein paar Tage ordentlich in Anspruch genommen.
  • Die Tochter meines Cousins dagegen tritt mit ihrer Tanztruppe auf Faschingsbällen auf, „I like to move it“. Schön, wenn man das, was wochenlang trainiert wurde, jetzt auch aufführen darf.
  • Die bezaubernde Nichte hat ihre Weihnachtsgeschenke in Reitstunden eingelöst und kann mittlerweile ohne Zügel traben. Und sie kümmert sich sehr verantwortungsvoll um ihre Pony-Freunde.

Irgendwie doof, dass jetzt wieder die Schule so viele Hobbies verhindert? 😉

Sonntagsfreude: 7


Auch wenn die Oma ihrer Enkeltochter gestern aus einem „logischen Denkfehler“ heraus versehentlich zum 8. Geburtstag gratuliert hat (Zweitklässler werden 8, ist doch klar …) und die somit anrufen musste, um der Oma zu sagen, dass sie nichts zum 7. bekommen habe – das war gestern alles in allem ein super gelungener 7. Geburtstag.

Schon morgens gabs Geschenke, sogar von der kleinen Schwester. Und da durfte das Geburtstagskind auch endlich den Geburtstagsgruß der Cousine aufmachen, die auf ihre Post geschrieben hatte: erst am 2.12. öffnen. „Stell dir das mal vor, und ich war doch schon so neugierig.“ Kicherndes Kopfschütteln.

Bei meiner Ankunft wurde ich wie immer von einem sehr aufgeregten Geburtstagskind empfangen, bereits in Reithose, die letzten Vorbereitungen liefen, dann kamen die Gäste und wurden direkt in die beiden vollgepackten Autos verladen – ab geht’s, auf den Reiterhof.

Wo 4 Ponys und 4 Mädels geduldig warteten, vorbereitet wurden, um die kleinen Reiter für die nächste Stunde durch die Halle zu tragen.

Das hat allen großen Spaß gemacht, es war ein richtiger Parcours aufgebaut, jedes Pferd hatte einen Reiter und einen Begleiter, ein paar Aufgaben mussten in der Halle bewerkstelligt werden …

Danach hatten alle Hunger, die belegten Brötchen und den Nudelsalat gabs im Vorraum, auch der Kuchen-Igel wurde hier verziert. Dann wechselten wir ins Reiterstübchen, wo auf einem Tisch bereits alle Teile fürs Lebkuchenhaus warteten. Die ersten Minuten waren turbulent, so richtig hat mir keiner zugehört, als ich den Kids erklärt habe, dass es am leichtesten ist, wenn zwei zusammenhelfen, um das Haus mit Zuckerguss zusammenzuleimen.

Deshalb hätten wir zwei erwachsenen Mädels („zufällig“ kam genau im richtigen Moment der Patenonkel vorbei, der aber lediglich seinen Umschlag abgeben wollte, um dem Kindsvater bei der Babybespaßung „zur Hilfe zu eilen“ und auf zwei linke Hände bezugnehmend türmte …) uns in knapp 15 Minuten fast Vierteln müssen, um jedes Kind total und sofort zu unterstützen …

Als dann aber alle Teile mal „standen“ war jeder für sich am dekorieren, und heraus kamen richtige kleine Kunstwerke. Während alle Geburtstagsgäste noch mal in der Halle tobten haben meine Schwester und ich die Riesensauerei beseitigt, die Häuschen transportfähig verpackt, alle Utensilien wieder eingepackt – und dann jedes Kind nach Hause gefahren.

Daheim hat die bezaubernde Nichte ihren Geschenkeberg ausgepackt, bewundert von der kleinen Schwester. Und ich vermute, wir waren alle früh im Bett? Ich zumindest – war fix und fertig !!!

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.