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Das Beste draus machen

Wenn ein Mädels-Treffen immer wieder verschoben wird, dann wird noch die Zeit knapp, weil eine von dreien zwei Termine „übereinander“ gelegt hat …

Wenn das Datum dazu auf ein Wochenende fällt, an dem die Münchner Stammstrecke gesperrt ist …

Wenn ich es trotzdem schneller als erwartet schaffe, aus dem Münchner Westen in den Osten zu gelangen …

Wenn ich auf der eigentlich kurzen Fahrt und rund um den Hauptbahnhof wieder so viel beobachte, was mir eindrucksvoll zeigt, warum ich der Stadt am Wochenende so gerne den Rücken zukehre …

Wenn genau über uns Hubschrauber kreisen und Haidhausen doch etwas menschenleer wirkt. Wir aber dennoch im süßen Café am Wiener Platz von allem um uns rum gar nichts mitbekommen, und uns dann bestens informiert durch die Twitter-Updates der Polizei München auf einen Spaziergang zurück Richtung Innenstadt wagen …

Wenn auch meine Heimfahrt trotz Baustelle ratzfatz klappt und ich tatsächlich den sonnigen Herbstnachmittag für einen fast einsamen Spaziergang nach Hause durch den Nymphenburger Park nutzen kann …

Wenn ich dann noch den Staubsauger einmal durch die Wohnung gewirbelt habe und es mir jetzt mit einem guten Buch in aufgeräumter Umgrbung bequem mache …

Dann darf ich doch einfach mal sagen, dass wir in Kombination das Beste aus diesem Tag gemacht haben?!

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Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (13)

Liebe Verkehrspolizei,

ich würde mich gerne bei euch bewerben, als Unterstützung. Um Menschen, die auf der Autobahn im fließenden Verkehr auf der linken Spur (rechts war weit weit weit frei) in nicht geringem Tempo mit ihrem Mobiltelefon wichtige Nachrichten tippen müssen, zu verpetzen. An wen darf ich mich wenden?

Mit freundlichen Grüßen

meinesichtderwelt

(die angesichts von so viel Idiotie heute morgen zur Verkehrssünderin geworden ist und eine nette junge FFB-lerin rechts überholt hat (ich dachte noch, sie hat nur keinen Rückspiegel, aber nein, beim neben-ihr-herfahren wurde mir sehr deutlich, dass sie sich während der Fahrt austauschen musste. War wohl lebenswichtig, oder was würde sonst erklären, dass sie das während der Fahrt macht und damit sich selbst und andere gefährdet …?))

Betroffenheit

Betroffenheit hat viele Gesichter. Innerhalb kürzester Zeit war (und ist) gestern jeder Münchner, ob Einwohner oder Besucher, von einer außergewöhnlichen und vor allem unkalkulierbar bedrohlichen Situation betroffen. Ob am oder in der Nähe des OEZ, ob Kilometer entfernt. Wir Mädels waren „eigentlich“ auf dem Tollwood-Festival verabredet, eine hat kurzfristig abgesagt, ich wäre zu meiner mir möglichen Zeit nicht mal mehr in die Nähe des Festival-Geländes gekommen. Zum Glück. Schon auf der Autobahn begegneten mir unzählige Polizei-Fahrzeuge mit Blaulicht. Im Radio unklare Nachrichten. Ich entschloss mich, ohne Umwege direkt weiter aufs Land zu fahren, habe irgendwann unzählige Social Media Infomationen über diverseste Anschläge überall und und und ausgeblendet, mich auf die Nachrichten der Münchner Polizei konzentriert. Um gedanklich nicht über zu reagieren. Denn die Angst fuhr mit. Wenig Menschen waren unterwegs, ich bin ab Freising kilometerweit keinem anderen Fahrzeug begegnet, das ist sehr ungewöhnlich für einen Freitag Abend …. alle saßen wohl bang vor den Fernsehgeräten? Ich komme zu Hause an, sehe ebenfalls die Bilder im Fernsehen. Dann meldet sich mein kleiner Bruder. Sein ICE blieb in Petershausen stehen, der Münchner Hauptbahnhof ist gesperrt, da auch der öffentliche Nahverkehr eingestellt ist: Er kommt nicht mehr weiter. So hat sich die große Schwester noch mal auf den Weg über Land gemacht. Dort stehen unzählige Reisende, versteinerte Mienen, alle versinken in ihren Handydisplays. Er erzählt, wie schnell sich im Zug Panik bereitmachte. Jeder habe jedes Gerücht, das über WhatsApp-Gruppen etc.  verbreitet wurde, direkt an alle geteilt … Betroffenheit hat viele Gesichter. Meine Gedanken und guten Wünsche gehen heute an alle Opfer und ihre Angehörigen, auf dass die Verletzten schnell genesen mögen. Aber ich denke auch an alle anderen, die Angst hatten und haben … Ein Dankeschön an alle Einsatzkräfte für die schnelle und umfassende Aktion und ein besonderes Kompliment für eine souveräne und zielgerichtete Pressearbeit an die Pressestelle der Münchner Polizei! 

Auf in einen normalen Tag, auch wenn uns allen der gestrige Abend sicher in den Knochen steckt …

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (4)

Heute ist Blitzermarathon in Deutschland. Angekündigt durch unzählige Pressemeldungen und Veröffentlichungen. Wer es nicht mitbekommen  hat, den sollte spätestens das „äußerst vorschriftsmäßige“ Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam machen? Musste heute früh schon etwas schmunzeln, dass sogar in den beiden kilometerlangen 60er-Beschränkungen auf der Autobahn keiner, ich betone KEINER, schneller als 60 gefahren ist. Dann fahre ich ab und habe die ersten 500 Meter eine 50er-Beschränkung. Eine Golffahrerin fährt mir sehr nah auf. Dann folgt eine 70er-Beschränkung, sie versucht, mich trotz Gegenverkehr zu überholen. Jetzt bekommen wir vor mir Gesellschaft durch einen Mercedes. Erlaubt sind 100, ich folge mit Sicherheitsabstand, die Dame hinter mir kommt über die Strecke bis zur Ortschaft einfach nicht an uns vorbei … Ärgerlich. Dann bremsen wir auch noch beide auf 50 runter. Sie fuhr mir etwas nah auf, deshalb hab ich dann an der roten Ampel am Bahnübergang mal ganz gemütlich ein paar mal mehr gebremst, als notwendig. Aus der Ortschaft hinaus konnte sie mich dann endlich überholen, 2 rote Blitze, gefolgt von einem hektischen Bremsmanöver. Ach, da gilt also immer noch 50, obwohl das Ortsschild erst in so 100 Metern kommt? Was sie sich dann wohl gedacht hat? „Egal, jetzt bin ich ja eh schon geblitzt worden?“ Direkt hinter dem Ortsschild folgt ein sehr auffälliges Zeichen mit 70, sie dürfte gut und gerne auf 100 beschleunigt haben? Das war der Zivilstreife hinter mir dann wohl doch zu viel, ich wurde zum zweiten Mal überholt und die Golffahrerin sehr schnell zum Stop aufgefordert.

Und obwohl ich seit Stunden drüber nachdenke, ich weiß immer noch nicht, ob sie es einfach drauf angelegt hatte? Oder einfach die eine war, die von all den Vorankündigungen nichts mitbekommen hat?