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Geschenkte Tage

Und dann gibt’s diese Tage, die so ganz anders verlaufen, als geplant oder gedacht. Die sich spontan entwickeln, in netter Gesellschaft und in besonderer Umgebung. So hab ich den Samstag in München – später auf dem Klostermarkt in St. Ottilien – verbracht, und bin mit einer Bloggerfreundin im Rahmen der Residenzwoche durch die restaurierten Prunkräume und Nibelungensäle der Residenz gewandelt.

Was für ein Geschenk.

Sonntagsfreude: Zapfig

img_5889Ich mag diese besondere Stimmung am Sonntagmorgen auf dem Land – während unter der Woche die Zeitungsträgerin längst da war, damit der Landbewohner zum Frühstück seine lokalen Nachrichten studieren kann, ist Sonntag um die Zeit noch niemand unterwegs. Heute treibt es nicht mal die Hundebesitzer hinaus – es ist zapfig-klirrend-bitter-kalt und himmlisch-ruhig.

Ich bin heilfroh über die neuen Fenster, die diese Kälte aussperren, im ganzen Haus ist es mollig warm. Trotzdem werde ich auch heute, trotz Wind und Temperaturen, eine große Runde laufen gehen, am Wochenende frische Luft zu bekommen ist gerade gefühlt wichtiger als jemals zuvor.

Ich bin überglücklich, dass meine Mama wieder fit ist. Sie ist zum Jahresende von einem „tobenden“ Weisheitszahn befreit worden, der so fest mit dem Kiefer verbunden war, dass der Chirurg ordentlich ins Schwitzen gekommen ist. Das hat schon genug weh getan, dummerweise hat sie auch noch eine Nebenwirkung des Antibiotikums bekommen, hatte so starke Darmprobleme, dass sie jetzt wieder ein Antibiotikum nehmen muss … aber es geht ihr von Tag zu Tag besser.

Ich bin genauso überglücklich, dass der Kinderarzt die bezaubernde Nichte gestern zur Kontrolle ins Krankenhaus geschickt hat, um auszuschließen, dass die Windpocken auch im Auge aktiv sind und auf die Hornhaut drücken. Sie ist gründlich untersucht worden und die Ärzte konnten Entwarnung geben, die Augen haben wohl etwas vom eisigen Zug abbekommen, aber gestern Nachmittag konnte sie schon wieder auf der Couch „flaggen“ und lesen. Die Windpocken sind immer noch doof – und sie fühlt sich gerade nicht sehr hübsch, „bloß keine Fotos, das sieht so hässlich aus …“ Etwas erschreckend übrigens einmal mehr, wie wenig das Personal nachdenkt, der Pförtner in der Klinik hätte sie trotz vorherigem Anruf und entsprechender Anweisung des Kinderarztes mit ansteckenden Windpocken einfach in die Notaufnahme geschickt, wo ja weitere kranke Menschen warten. …

Ich liebe meine Schwester, die nicht nur die weltbeste Schwester und Mama, sondern auch eine verdammt gute Psychologin ist. Und mir gestern echt den Kopf gewaschen hat. Wie recht sie hat. Also werde ich morgen nicht erklären, warum, sondern sagen, dass ich eine Entscheidung getroffen habe. Ich glaube, ihr müsst nicht mal die Daumen drücken, Das tut richtig gut.

Jetzt werd ich diesem traumhaften Sonnen-Tag etwas beim Wachwerden zuschauen, später nach draußen gehen und mich später drin wieder aufwärmen. Und vielleicht schaffe ich heute Nachmittag, eine kleine Ausstellung zu besuchen. Mal sehen, was der Tag so bringt.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Das mit dem Warten

Ich habe schon „mal“ erwähnt, dass ich nicht besonders geduldig bin? Im Warten bin ich auch ganz schlecht. Vor allem, wenn ich alles im Vorfeld reibungslos organisiert hatte. Und dann kommt nix. Ganz ehrlich: wissend, dass dadurch mein Zeitfenster gehörig durcheinander geschaukelt wird, ist Abwarten und Tee trinken definitiv keine meiner Stärken …

Das mit dem Erfolg

Meine Erkenntnis des Montag morgens: manche betrachten sich als erfolgreich, wenn sie einen einzelnen Erfolg vermelden können. Davon berichten sie dann auch lange und ausführlich, erklären in allen Facetten, warum das so gut gelungen ist, und warum es so wichtig war, und und und. In der Zeit könnten sie andere Erfolge haben, viele kleine Erfolgserlebnisse, sie fokussieren aber lieber darauf, diesen einen auszukosten, auszuschlachten, … und darüber läuft die Zeit weiter. Und fehlt, für andere wirklich wichtige Themen. Fehlt für kontinuierlich gute Leistung.

Ja, mir fehlen dann mal die Worte. Und Punkt.