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Das mit dem Gedicht

Für ihren 70. Geburtstag hatte meine Mutter erst keine, dann immer wechselnde Pläne. Aus denen jetzt auch nichts wird. Dafür darf sie sich auf die vielen Pläne ihrer Enkeltöchter freuen: Nichte 2.0 wird ihr gaaaaanz viele Geburtstagslieder singen. Sie übt fast ununterbrochen. Die bezaubernde Nichte hat gereimt, ein Gedicht – es ist schon mal notiert, jetzt muss es noch in Schönschrift auf eine Karte gebracht werden. Ob das klappt? Die Kids haben schon viiiiiel Stress, weil sie ja auch noch Geschenke basteln müssen, Bilder malen …

Ich meine, dass das Gedicht eine süße Überraschung wäre und vor allem besonders. Hoffen wir mal, dass es nicht in Vergessenheit gerät 🙏

Zwischen den Jahren

Meine Familie ist ja bekannt dafür, dass es bei uns eher nie langweilig wird, deshalb haben mein kleiner Bruder und seine Frau ihren Umzug auf die ruhige Zeit zwischen den Jahren gelegt. Sie ziehen von der Stadt zurück aufs Land. Das eingespielte geschwisterliche Umzugsteam wurde zeitweise durch ein befreundetstes Paar und weiteren Familienzuwachs ausgebaut. Weil, auch wenn die Wohnung nicht riesengroß ist und im Vorfeld viiiel ausgemistet wurde … ihr kennt das Thema 😉

Zur Stadtwohnung im wunderschönen Stadtteil Giesing geht es einige Stockwerke hoch, Altbau, niedrige, knarzende Treppenstufen. Die sind wir in den letzten beiden Tagen unzählige Male mit mehr oder weniger Ballast runter und wieder rauf. Und von vorn. Die halbe Wohnung haben wir gestern bereits zu viert umgezogen, den Rest heute zeitweise zu acht. Witzig war, dass der Cousin, der auch zum schwer mit anpacken eingeplant war, genau in dem Moment in den Hof reinfuhr, als wir gerade alles in der neuen Wohnung (Übergangslösung für die Bauzeit des eigenen Heims) oben hatten …

Gestern war Nieselregen und bäh, heute hatten wir es zwar kalt, aber sogar sonnig. Mit sehr besonderen Lichtspielen. Die Fahrt raus aufs Land war ziemlich toll, begleitet von Turmfalken, Reihern und sogar einem Bussard, der mich, seelenruhig auf einem Ortsschild sitzend, gemustert hat. Und solche Momente entschädigen mich bekanntermaßen für die jetzt schmerzenden Wadl. Meine anscheinend festsitzende Halsentzündung hab ich dazu ganz gut im Griff, Thymian und Salbei gurgeln, inhalieren und dazu Unmassen von Tee – jetzt wieder eine Mütze voll Schlaf.

Und morgen? Morgen hab ich frei. Frei. Bin sehr neugierig, ob mir morgen langweilig wird …?

Theorie und Praxis

Theoretisch sollte es gestern eine Sonntagsfreude mit Impressionen meines ersten Besuchs auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt geben …

Praktisch wurde ich von den hustenden, schniefenden Nichten heiß und innig erwartet.

Läuft übrigens in unserer virtuellen Zeit so, dass ich erst angerufen und dann noch per WhatsApp-Bild erinnert werde, dass es höchste Zeit zum Kommen und Da sein ist. Bild wurde höchtsselbst von den Nichten ohne erwachsene Unterstützung gesendet. Mit dezentem Hinweis auf die Verspätung Uhrzeit 😊

Danach haben wir trotz etwas Kränkeln ganz schön viel Quatsch gemacht. Aber bei Nieselregen raus mit lauter verschleimten Teilnehmern – kein Spaß. Also haben wir statt dessen einen Weihnachtsfilm gekuckt. Auch mein erstes Mal „Der kleine Lord“.

Die Nacht haben die bezaubernde Nichte und ich im Prinzessinnen-Turmzimmer verbracht. Nachdem die Tante den Geistern erklärt hat, dass sie sich mal gepflegt verziehen können, weil sie es sonst mit mir zu tun bekommen, trotzdem zu zweit in einem zu schmalen Einzelbett. Und keine Frage, wer genug Platz hatte – und wessen Rücken heute etwas kreischt vor Schmerzen …?

Spruch zum Wochenende: Alle Tage

„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Das wäre auch mein Plan, damit sind die Tage doch schon ganz gut mit Inhalt befüllt? Und was soll ich sagen: mit etwas Überlegen und einer zeitgemäßen Interpretation: klappt bei mir gefühlt täglich 🙏

Und dann hab ich quasi in letzter Minute noch eine kleine, wichtige Erinnerung: auch wenn es schon heute ist: ich lese vor! Und nicht nur heute, sondern so oft es geht. Du auch? 😉