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Spruch zum Wochenende: Überraschung

„Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall treffen.“ (Friedrich Dürrenmatt)

Und dann gabs zum Ende des Lockdowns noch eine große Überraschung bei den Nichten: hat doch tatsächlich eine rotzfreche wildfremde Hasendame einfach so ihre Kleinen in ein Nest bei der ganzen kastrierten Hasenjungsbande „geschummelt“ und sich aus dem Staub gemacht … Spaß beiseite, ist nämlich leider gar nicht sehr lustig.

Weil: Tatsächlich hatten die Nichten ja bei einem Züchter gezielt zwei als „kastrierte Hasenmännchen“ deklarierte neue Hasen eingekauft, die ich letzten Monat ins Hasenparadies transportiert hatte. Seitdem werden die zwei liebevoll gehegt und gepflegt. Allen ist aufgefallen, dass „der“ kleine Graue von den anderen ein bisschen mehr gejagt worden und davon sogar etwas abgemagert ist – aber „er“ hat gefressen und war auch sonst munter. Und wer denkt denn bitte, dass einem erfahrenen Züchter nicht spätestens beim Kastrieren auffällt, dass es sich um ein Hasenmädchen handelt? Aktuell ist die Aufregung groß, denn so war das nicht geplant – aber erst mal versuchen jetzt alle, mit der Überraschung positiv umzugehen. Und dann „schau ma weiter“.

Schreibprojekt 2021 – Momentaufnahme #1

Im Mitmachprojekt stellt Aequitas et Veritas als erste Frage: Wagst du es vor dem Hintergrund der Erfahrungen von 2020 noch, für das neue Jahr Pläne zu schmieden, gute Vorsätze aufzustellen?

Da ich mir nur selten etwas vornehme, weil gerade Jahreswechsel ist, könnte ich die Frage sehr schnell mit „Nein, mach ich nicht.“ beantworten. Mit etwas Nachdenken stimmt das aber nicht, denn durch Corona, Pandemie, Vorgaben und Co. muss ich besser planen. Ich möchte meine Nichten und die Herzensmenschen sehen, so oft es geht. Also agieren wir hoffentlich alle zusammen durchaus vorausschauend. Wenn wir – hoffentlich bald – ein Wiedersehen realisieren möchten, dann müssen wir uns die Wochen vorher vorbereiten – damit nicht Erwartungen und Hoffnungen nicht erfüllt werden können.

Dazu möchte ich auch im Hinblick auf alle anderen Begegnungen nicht müde werden, nicht damit aufhören, mich rücksichtsvoll und zurückhaltend zu verhalten. Die Menschen außerhalb meiner Familie, denen ich privat begegne, treffe ich auf einen Spaziergang. Da ich weiterhin nicht im Homeoffice arbeite habe ich im Job nicht so viele Möglichkeiten der Distanz … da halte ich Abstand, schrubbe meine Hände und lüfte, lüfte, lüfte. Der Kollege, dem das nicht passt? Sollte sich vornehmen, sich warm anzuziehen. Punkt.


Mehr zur Mitmachaktion „Momentaufnahmen“

Ferienprojekt 2020

Gestern hab ich bei Mademoiselle angerufen, um mich zu erkundigen, wie der Start in die Ferien gelaufen ist. Am ersten Ferientag war ihr tatsächlich erst mal langweilig. „Ich wusste halt so gar nicht, was ich tun sollte …“ Himmlisch. Oder? Dann hat sie sich was überlegt und sogar direkt ausprobiert. „Aber das hat nicht gut geklappt, weil ich gar nicht wusste, wie ich es machen sollte …“. Davon hat sie sich nicht entmutigen lassen, sondern sich im Gegenteil jetzt vorgenommen, die Ferienwochen zu nutzen – um nähen zu lernen.

Das erste genähte Projekt war übrigens ein Rock für die Puppe. Da das nicht so recht geklappt hat, wurde eine Freundin befragt, die sogar eine Nähmaschine hat. Jetzt werden die freien Stunden genutzt, um sich auf Youtube-Tutorials und auch sonst so schlau zu machen. Und schon in wenigen Wochen wird Mademoiselle zur Designerin – da bin ich ganz sicher.

Achso, wer wissen möchte, ob das Ferienprojekt aus dem letzten Sommer mittlerweile über einen Verlag käuflich zu erwerben ist: noch nicht, aber sie bleibt dran – also das Konzept ist mittlerweile sehr ausgereift 😉

Das mit dem Gedicht

Für ihren 70. Geburtstag hatte meine Mutter erst keine, dann immer wechselnde Pläne. Aus denen jetzt auch nichts wird. Dafür darf sie sich auf die vielen Pläne ihrer Enkeltöchter freuen: Nichte 2.0 wird ihr gaaaaanz viele Geburtstagslieder singen. Sie übt fast ununterbrochen. Die bezaubernde Nichte hat gereimt, ein Gedicht – es ist schon mal notiert, jetzt muss es noch in Schönschrift auf eine Karte gebracht werden. Ob das klappt? Die Kids haben schon viiiiiel Stress, weil sie ja auch noch Geschenke basteln müssen, Bilder malen …

Ich meine, dass das Gedicht eine süße Überraschung wäre und vor allem besonders. Hoffen wir mal, dass es nicht in Vergessenheit gerät 🙏