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Geschafft

So, „endlich“ lädiert: gestern hab ich mir den rechten Zeigefinger an einer glühend heißen Lampe mächtig verbrannt, heute morgen den Sturz von der kippelnden Trittleiter mit dem linken Ringfinger abgefangen.  Der sich grade schön verfärbt und vor sich hin rumort. Und zu guter letzt auch noch den vollen Farbeimer auf dem frisch geölten Boden verteilt … Nicht mein Tag? Trotzdem fühl ich mich glücklich wie selten. Satt, zufrieden, motiviert, ausbalanciert, vollkommen in meiner Mitte – trotz der noch vielen Baustellenpflichten frei, zu tun, zu gestalten, zu machen. Tut das gut. 

Nur die Tante

Wie wird man eigentlich zur Tante? Und was kommen da so an Aufgaben auf einen zu? In meinem Fall muss ich immer etwas grinsen, wenn mich jemand nach meinen Erfahrungen fragt. So nach dem Motto: du bist dir schon bewusst, welchen Einfluss du als – vor allem Patentante – hast? Die Verantwortung, die du trägst? Klar, aber ganz ehrlich: in dem Moment, wo ich mit meinen Patenkindern zusammen bin, widme ich mich ihnen. Statt mir über meine Rolle Gedanken zu machen. Ich glaube, dass das nicht immer erzieherisch wertvoll ist. Aber so ganz verkehrt auch nicht. Ja, manchmal etwas weniger streng, klar, aber dafür habe ich für manches auch gar kein Verständnis, was die Eltern ok finden. Wahrscheinlich bin ich oft einfach nur ein erwachsener Freund für die Kids. Mit allen Vor- und Nachteilen, die ein Großer in dieser Kinderwelt eben hat. Und wenn ich dem, was dazu im www geschrieben steht, Glauben schenke, dann kann man nicht viel mehr machen, als Liebe schenken, Geheimnisse bewahren, ein Freund und Wegbegleiter sein und im entsprechenden Moment auch mal ordentlich den Kopf waschen … Oder?

Ich bin übrigens ähnlich wie von dieser Journalistin beschrieben etwas unvorbereitet in meine Tanten-Situation reingestolpert – und wahrscheinlich ergeht es ihr genau wie mir: die Kinder, Nichten, Neffen, machen schon genau die Tanten aus uns, die sie gerne hätten? 😉