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Sonntagsfreude: die runde 7

An diesem Wochenende haben wir 2 besonders liebenswerte Menschen gefeiert. Erst den Papa der besten Freundin. Mit viel Dankbarkeit im Herzen, denn in den letzten Jahren kamen oft Zweifel, ob er noch da sein wird, wenn wir seinen 70. Geburtstag feiern … Er ist. Und gestern war er auch herzerwärmend präsent. Ist sitzengeblieben, obwohl es um ihn so trubelig war. Hat sich über die Geschenke und die Gesellschaft sichtlich gefreut. Gut, es waren nur Menschen da, die er mag. Wären andere gekommen, hätte er sich wie sonst auch rasch wieder verkrümelt. Ich hab mich so gefreut, 2 Stunden neben ihm zu sitzen und ihn immer wieder lächeln zu sehen. So schön haben es ihm seine Mädels gemacht, den Tisch liebevoll mit Rosenblüten aus dem Garten verziert, köstliche Kuchen und sogar Rohrnudeln gabs. Er ist schon ein Glückspilz und wird sehr geliebt. Gestern schien es fast, als ob die Demens ihm einen Tag Pause gegönnt hat, was für ein wunderbares Geschenk.

Anschließend bin ich übers Hüggelland in einen Landgasthof nahe Landshut gefahren (gestern so herrlich klar, dass ich unterwegs immer wieder Panoramablicke aufs Isartal, die Martinskirche und Burg Trausnitz bewundern dürfte). Dort der 2. Jubilar du jour, mein Onkel feierte mit großer Gesellschaft die Runde 7. Meine älteste Cousine meinte treffend: das ist schon eine andere Party, als unser Opa 70 wurde ging es gediegener zu … Leider war die Familie wieder nur im kleinen Kreis vertreten, mehr als die Hälfte der Nichten und Neffen haben meinem Onkel angesagt, auch 2 der 7 Geschwister sind nicht gekommen. Die 100 Gäste bunt gemischt, alle Altersklassen, Mitarbeiter, Vereinskollegen, Familie und Freundeskreis. An langen Tafeln begrüßt von meinem Onkel mit Worten einer tiefen  Dankbarkeit, für sein Leben und die Menschen, die ihn auf seinem Lebensweg begleiten. Eine schöne Idee hatte mein Cousin für seine Laudatio, statt über Jahrzehnte sprach er über  7.0, die 10 Jahrsiebtel des Jubilars. Leider meinte er es zu gut, nur wenige der Anwesenden konnten seinem so inhaltsreichen Vortrag über die deutlich mehr als 27 Minuten Länge mit der gewünschten Aufmerksamkeit folgen. Selbst das Geburtstagskind hat wohl den Faden verloren … Auch die Enkelkinder haben ihrem Weltbesten Opa ein Gedicht gewidmet und ihm einen Pokal samt Medaille verliehen, der stilecht auf einem Siegerpodest  und mit Konfettiregen überreicht  wurde. Eine waschechte Sambatänzerin aus dem Herzen des brasilianischen Karnevals brachte Feuer in die Bude. Wenngleich die Mehrheit der gemütlich-bairischem Gesellschaft nach dem deftigen Essen vielleicht auch mit einem Schnaps glücklich gewesen wäre …

Schön war’s, beides für sich. Angepasst an die jeweilige Lebenssituation der beiden Neu-70er, denen ich von Herzen Glück, Gesundheit und Zufriedenheit wünsche. Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Spruch zum Wochenende: Nichtstun

Mein Tag gestern verlief vollkommen unerwartet: die Tage vorher viel zu viel zu tun, alles kommt zusammen, ist zeitlich ungünstig, ich deshalb innerlich unruhig. Dann hat mich mein Auswärts-Termin auch noch  ohne jegliche Vorwarnung zum Nichtstun, zu einer Pause gezwungen. Und wisst ihr was? Nach anfänglichem Unwohlsein hab ich mich darauf eingelassen, denn ich kann mich in einer wundervollen Umgebung, die zum Wohlfühlen einlädt, doch wohl nicht nicht entspannen? Und am Ende darf ich aus ganzem Herzen diesem Spruch zustimmen: „Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.“(Noel Coward)

… ich muss gestehen: das klappt meistens nicht. Also gerade. Weil Baustelle mit immer was zu tun und so viele laufende Projekte im Job und alles muss erledigt werden. Umso dankbarer bin ich für die paar Stunden gestern, in denen ich tatsächlich zur Ruhe gekommen bin, auch innerlich. Eine schöne Einstimmung auf das Wochenende, an dem ich auch irgendwie zum Nichtstun gezwungen bin, weil Nichten-Babysitter. Das ist anders Nichtstun, wir werden es uns miteinander gut gehen lassen.

Spruch zum Wochenende: Alles passiert aus einem Grund

„Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst, loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen. Und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“ (Marylin Monroe)

Meine Pause dauert noch ein paar Tage, aber ich lasse mal wieder einen Spruch da – passend zum Leben.

Habt ein schönes Wochenende