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Tantengewissensbisse

Ich sollte viel mehr aufschreiben, zum Beispiel, dass mittlerweile Nichte 3.0 schon frühmorgens mit mir Video konferiert. Oder dass ich für Nichte 2.0 schon eeewig die Paula-Geschichten digital einlesen wollte, damit sie die jederzeit anhören kann, wenn sie möchte. (jetzt erst mal ganz aktuell wird Hänsel und Gretel gewünscht, immer eins nach dem anderen). Und dass die bezaubernde Nichte meine Herbstferienpläne durcheinanderwirbelt, weil sie ja auch noch ihre beste Freundin besuchen will …

Gibt grad so viel, was wichtiger ist, als etwas für später aufzuschreiben. Weil es jetzt passiert. Deshalb wird es wohl noch ein bisschen unregelmäßig bleiben mit der Bloggerei – ich vermute, das „passt schon“.

Musik am Mittwoch: Immer nur wir zwei

Ich hatte „eigentlich“ vor, meine Pause mit ein bisschen Erklärung zu beenden – dann kam mir gestern diese Musik dazwischen. Diese Kombi aus Inhalt und musikalischer Untermalung durch das Symphonie Orchester Europa – einfach nur wow: Knappe singt aus vollem Herzen und noch viel mehr „Immer nur wir zwei“ – NATÜRLICH hat sie ja gesagt ❤

Paula und der Osterhase: Vorlesegeschichten aus der Nachbarschaft

Die ganze Woche über ist Paula ganz aufgeregt. Letzte Woche hat sie nämlich vom Gartenzaun aus mitbekommen, dass sich die Nachbarsmädchen beim Schaukeln mit der Tante darüber unterhalten haben, ob der Osterhase wohl trotz der Ausgangsbeschränkung vorbeikommen darf. Das wär ja wohl noch schöner, die Ausgangsbeschränkung gilt schließlich nur für Menschen. Ihr Herrchen Andi darf dank Paula jeden Tag zum Gassigehen raus. Ja, das hat er ihr schon ein paar mal gesagt, dass er froh ist, weil Paula nämlich sein Mittel gegen den Lagerkoller daheim ist. Jawoll.

Die nächsten Tage hat Paula aufmerksam beobachtet, ob sich auch Tiere an die Ausgangsbeschränkung halten. Der Reiher kommt vorbeigeflogen, Käfer und Schmetterlinge kommen tanzend zu Besuch. So viele Vögel wie noch nie zwitschern, piepten, singen, pfeifen und keckern sogar rundherum. Und auch die Nachbarskatzen schleichen ihre üblichen Runden. Nur Emil, der Goldfisch, der bleibt wie immer in seinem Teich. Also doch eigentlich alles wie immer?

Na ja, nicht ganz, denn die Nachbarsmädels, die müssen jetzt immer zu Hause bleiben. Nicht in den Kindergarten, nicht in die Schule, keine Freunde treffen … Paula fiebert richtig mit. Am Karfreitag rennt sie ganz aufgeregt in den Garten, weil sie einen Schatten huschen sehen hat. Ach nein, das war nur der schwarze Kater von schräg hinten. Der verbringt den Nachmittag wie so oft auf dem struppigen Baum an der alten Garage, schlafend lässt er sich die Sonne auf den Pelz scheinen.

Aber spät am Abend, eigentlich in der Nacht vor dem Ostersonntag, da hat sie ihn dann doch erspäht, den Osterhasen. Keuchend stellt er seinen schweren Korb am Gartenteich ab und ratscht ein paar Minuten mit Emil. „Na Emil, wie geht’s?“ „Bei mir alles prima, ganz normal. Und bei dir?“ „Naja, die Menschen haben ja Ausgangsbeschränkung, deshalb muss ich dieses Jahr schon schwer schleppen. Sonst unterstützen uns die Mamas und Papas ja oft, kaufen ein paar der schweren Geschenke und legen sie für uns bereit, so dass wir sie nur noch in die Osternester legen müssen …“ Seufzend hievt er sich den schweren Sack wieder auf den Rücken und hüpft in Richtung Gartenzaun.

„Warte,“ ruft Paula, „ich zeig dir meinen Geheimweg, dann musst du nicht drüberkraxeln.“ Gesagt getan weist sie ihm den Weg zur gut verdeckten Höhle unter dem Zaun, da kommt man super einfach durch. Paula schlüpft da immer schnell mal in den Nachbarsgarten, wenn sie die beiden Hasen besuchen will. Oder die Mädels beim Spielen beobachten. Oder dem Herrn Igel Servus sagen. Oder …

Der Osterhase folgt ihr und sucht nach einem guten Platz fürs Osternest. Schnell zaubert er aus Zweigen und Moos ein tolles Versteck, dann nimmt er die Geschenke aus dem Sack, Bücher, Spielzeug, dazu packt er noch etwas Schokolade und goldene Häschen mitGlocke. „Das haben sich die Mädels wirklich verdient, diese Ausgangsbeschränkung ist für alle doof, Kinder und Eltern. Am allerdoofsten für die Großeltern. Hoffentlich ist das bald wieder vorbei.“ Meint er. “ ja wirklich, das ist richtig doof,“ findet auch Paula. „Aber es sollen halt alle gesund bleiben.“ „Da hast du recht. Danke dir für deine Hilfe und bis nächstes Jahr – ich muss weiter!“ Ruft er und schon ist er in den nächsten Garten verschwunden.

Paula betrachtet zufrieden das gut gefüllte Osternest, da werden sich die Mädels freuen. Und fröhlich tapst sie durch den Geheimgang zurück nach Hause. Doch was liegt denn da auf der Treppenstufe zur Veranda. Das ist ja ein Leckerli in Osterei-Form. Sie lächelt selig und wedelt glücklich mit dem Schwanz. „Danke, Osterhase, bis nächstes Jahr!“

Kommunionsausflüge – der erste Streich

Liebe Mademoiselle,

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Vielleicht erinnern wir uns später nicht mehr so ganz genau an jedes Detail unseres gemeinsamen Tages? Macht aber gar nix, wir haben uns eine Menge Bilder mit zurückgebracht, die wir anschauen können und die eine Geschichte von einem traumhaft schönen Sommertag erzählen. Gut, dass wir NICHT wie eigentlich geplant, mit dem Fahrrad unterwegs waren. Das wäre zwar bestimmt auch schön gewesen, aber angesichts deiner Erkältung hätten wir uns sicher nicht mehr Stunden durch den Wildpark treiben lassen?

Die erste Greifvogelshow haben wir auch so nur noch halb mitbekommen. Wie schön, dass wir die Wartezeit bis zur zweiten am Nachmittag so wunderbar überbrücken konnten. Wir haben echt soooo viel gesehen, gut, viele Tiere haben ihr Nachmittagsschläfchen gehalten, aber netterweise draußen, so haben wir Wölfe, Luchse und den Fuchs gesehen. Und den Waschbären.

Und die unzähligen Greifvögel. Und das Wisent-Kälbchen. Und die Schafe, Rehe, Hirsche, Biber, Rentiere … die Bären haben erst in der Wiese getollt, um sich anschließend im See zu erfrischen.
Das war auch das Einzige, was etwas zu kurz kam? Unsere Pausen im Schatten haben gut getan. Hätten bei der Hitze gerne noch mehr sein dürfen. Und man stelle sich vor, wir hätten bei der Hitze ja auch wieder heimradeln müssen … wo wir so schon fix und alle waren und laut meiner Schrittzähler-App gut über den 10.000 pro Tag lagen 😉

Ich hab den Tag als ein großes Geschenk erlebt, geschenkte Zeit, Millionen kleine Erinnerungsmomente. Bin gespannt auf deine Notizen, die wir beide dann gemeinsam mit den ausgewählten Bildern in ein Fotobuch umsetzen wollen – deine Idee, über die ich mich sehr gefreut habe. Dann also bis bald, damit wir schon bald in einem Erinnerungsalbum Blättern können.

Liebe Grüße von deiner Patin, die unsere gemeinsame Zeit sehr genossen hat 😍