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Kinderessen Teil II

Auch eine Ernährungsstrategie für Kinder stellt Frau Paltrow gerade in der PR-Kampagne für ihr neues Kochbuch vor – scheint gelungen, schließlich wird darüber seit Tagen/Wochen auf allen Kanälen heiss diskutiert. Heute habe ich dann auch noch einen netten Blogbeitrag in Muttis Nähkästchen gelesen, wie man Kids dazu bringt, dass sie sich mehr für Gemüse interessieren. Allerdings gehts dabei mehr darum, das Gemüse selber anzubauen, was für Kinder tatsächlich ganz faszinierend sein kann – als darum, wie man sein Kind dazu bringt, das selbst Gezüchtete dann auch zu essen?

Wie hat meine Freundin und Frau Mama meiner beiden Patenkinder gestern so nett kommentiert: manchmal würde man seine Kinder schon ganz gerne zum selber Einkaufen und Kochen verdonnern, vor allem, wenn man ihnen ein liebvolles Menü kredenzt und beide dann maulen, warums denn keine Pfannkuchen gibt. Ist schon gar nicht einfach, die Kids zu ernähren? Was bliebe bei meiner Nichte übrig, würde sie keine Nudeln zu sich nehmen, keine Breze essen und auch sonst Kohlehydrate verweigern? Waren Eis und Schokolade nicht auch Kohlehydrate? Huch! Da wirds dann schon schwer, ihr Nahrung zuzuführen. Hin und wieder ein Obst, Gemüse geht allenfalls als Beilage und eher zufällig (auch wenn es toll ist, beim Gemüseschnippeln zu helfen …)

Mir fällt gerade ganz liebevoll mein Patenkind Nummer 1 ein: kaum war er alt genug, um abends mit am Brotzeittisch seinen Brei gefüttert zu bekommen, hat er hingebungsvoll jeden Bissen verfolgt. Vom Teller bis zum Mund – um dann neidvoll den nächsten zu beobachten und ganz sehnsüchtig mitzukauen. Sobald er konnte hat er Baby-Essen verschmäht und viel lieber Käse, Wurst, Gemüse (ich kann mich erinnern, dass auch mein Gemüse häufig in seinem Mund verschwunden ist) genossen. Das hat zumindest ein paar Jahre echt gut funktioniert, auch wenn er heute wohl täglich Pfannkuchen essen könnte?

Mein Lieblingsessen mit Erinnerungswert mit dem Großen war übrigens auf S.s Taufe: für die Kinder gabs Essen an einem separaten Tisch, mit Nachtisch, einem großen Eis. Als später bei den Erwachsenen der Nachtisch serviert wurde kam der große Bruder ganz unauffällig auf meinen Schoß gekrochen, um scheinheilig nachzufragen, ob wir uns meinen Erwachsenen-Nachtisch teilen könnten. Wohl wissend, dass er damit noch mal eine komplette Portion allein verspeisen würde. Tja, aus dem sich gesund ernährenden Kind ist eine Naschkatze geworden – aber auch das kann sich wieder mal ändern, oder?

Geburtstage feiern

Wow, kenn ich viele Menschen, die gerade Geburtstag haben. Heute feiert eine liebe Freundin, fast mein Alter, und ein guter Freund, der irgendwas über 70 wird. Gestern hatte ein alter Freund, also nicht vom Alter her, sondern weil ich ihn schon EWIG kenne. Und am Sonntag wird die tollste aller Nichten ganze 2 Jahre alt. Dann kommt noch nächste Woche das „große Patenkind“, er wird 7. Und es fallen mir noch ganz schön viele Menschen aus meiner Umgebung ein, die „gerade“ Geburtstag haben. … Man könnte sagen: ich bin von Schützen umgeben, und fahre gar nicht mal so schlecht damit?

Und jetzt mal die Frage aller Fragen: wie soll man als berufstätige Tante Geschenke gebacken bekommen? Ist ja nicht so, dass frau jedes xbeliebige Geschenk online bestellen möchte. Ich hab da sehr besondere Ansprüche an mich selbst, vor allem, wenns um meine drei Patenkinder geht. Da reicht meist nix Bestellbares oder Kaufbares, will ich vorher schon mal angesehen, getestet und für gut befunden haben.

Beim Großen ist es am schwersten, denn er erwartet was Besonderes von mir (nachdem ich letztes Jahr gründlich verk…, also versagt habe …). Ich hab jetzt mal was vorbereitet, was aktuell in der Prüfung bei den gestrengen Eltern ist, mal sehen, ob das die an mich gesetzte Erwartungshaltung positiv beeinflussen kann?

Für V. hab ich ein Puzzle-Buch gefunden, für das sie eigentlich noch zu klein ist. Aber da man bei ihr selten von zu klein sprechen kann hab ich mich jetzt einfach mal getraut. Und dann gibts noch den selbstgebackenen Kuchen für den Kindergarten (mit vielen vielen bunten Smarties) und den Schlafsack. Und bestimmt jede Menge Gegacker und Gelache und ganz viel Kuscheln – freu mich schon!

So, dann mal auf ins nächste durchgeplante Wochenende, wie habe ich heute so schön in einer Freitagsfüller-Liste gelesen: hoffentlich wird es in den nächsten Wochen langsam etwas ruhiger! Dem frommen Wunsch schließe ich mich gerne an.

Schönes 1. Adventswochenende euch allen 🙂

Zeit im Wald oder Wiesn-Wahnsinn?

In meinem Alter eigentlich gar keine Frage: als Bewohner der Stadt München geht man auf die Wiesn! Von Anfang an, so oft möglich, das ist als Oktoberfest-Fan keine Verpflichtung, sondern viel Spaß! Finde ich auch – aber in diesem Jahr werde ich die Wochenenden konsequent schwänzen! Zum Auftakt bei schlechtem Wetter mit Tausenden vorm Zelteingang quetschen? Bei Regen? Keine Lust! Beim schönsten Herbstwetter im stickigen Zelt, trinken, essen, schreien (sonst hört das Gegenüber nix…)? Nein danke!

Dieses Jahr mach ich’s wie die „alten Münchner“: wenige Male auf die Wiesn, gut geplant mit Reservierung oder spontan abends bei schönem Wetter draußen. Den Rest spar ich mir und meine kostbaren Wochenenden geh ich in den Wald, so wie heute: die Tante samt Patenkind, Eltern, Großeltern. Schwammerl suchen 🙂 Gut, wir haben vor allem Fliegenpilze gefunden, ist aber gut, um zu sagen „die nicht“! Und das Wetter war traumhaft. Und mit Kind im Wald ist toll, das ist echt eine andere Welt. Die Kleine sieht so viel, was wir Erwachsene übersehen. Und sie traut sich so viel zu, ist abenteuerlustig, entdeckt, stöbert…. Macht sooo viel Spaß!
Die Alternative würde heißen mit Großfamilie auf die Wiesn. Würde ihr bestimmt auch Spaß machen, es gibt viel zu sehen, alles bunt, laut, in Bewegung. Bei schönem Wetter gibt’s fuer Kids viel zu entdecken, Karussel, Spielzeug, Süßkram… Nur: braucht eine Zweijährige das? Und kann sie sich später dran erinnern? Wahrscheinlich nicht. Und für uns Erwachsene war der Ausflug in den Wald super erholsam – insofern: hat allen Spaß gemacht. Und nicht nur, als die Oma über einen Baumstumpf gestolpert ist!
Auf die Wiesn komm ich früh genug – und hoffentlich geht’s nächstes Wochenende wieder auf Pilzsuche in den Wald!