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Der schiefste Turm …


… steht gar nicht in Pisa. Da steht „nur“ der schiefe Turm. Der schiefere steht in Bad Frankenhausen. Und wer den schiefsten sehen möchte, der muss nach Ostfriesland. Genauer gesagt nach Suurhusen. Dort kann man großes Glück haben und auf dem Friedhof auf einen netten Herrn treffen, der Platt spricht. Aber durchaus in der Lage ist, seinen Schnack ins Hochdeutsche zu übersetzen.

Der hat einen großen alten Schlüssel, der ins Schloss passt. Dann nimmt er seine Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Erzählt, wie alte friesische Häuptlinge hier einen Wall aufgeschüttet haben, auf dem sie eine Kirche außerhalb des Dorfes errichteten, der Turm kam später. Über die Sturmflut, die meterhoch stand. Über den Neubau des Kirchenschiffs. Über die Glocke, die Christian Wulff den Suurhusenern geschenkt hat. Über die metertiefen Stützen, die den schiefen Turm heute gegen ein weiteres Kippen stabilisieren. Und über Besucher aus aller Welt und was die so zu erzählen haben …

Ich kann einen Stop am schiefsten Turm der Welt nur empfehlen, es war zufällig, überraschend und sehr kurzweilig 🙏😊

He kummt na Huus

Lieber Otto,

Copyright Otto Waalkes

Ich könnte viele Worte schreiben. Dass du uns gestern mit deiner Kunst den Tag gerettet hast, schließlich hat’s in deiner Heimatstadt gestern nicht nur laut Wetter-App zu 100 Prozent und von allen Seiten in Strömen gegossen. Dass es kein Shietwetter gibt, sondern nur shietie Klamotten. Dass ich es besonders finde, dass deine Kunst in deiner Geburtsstadt ausgestellt wird. Dass ich schon immer gern mit dir und über deine Kunst gelacht habe. Dass ich gestern viel gestaunt und noch viel mehr gelächelt und gelacht habe. Dass ich deine gestalterische Kunst sehr bewundere. Dass mich viele deiner Kunstwerke sehr berührt und überrascht haben. Dass ich es toll finde, dass man in deiner Ausstellung fotografieren darf – und dass selbstredend klar ist, dass du, Otto Waalkes, alle Bildrechte an deiner Kunst hast.

Aber ich lass es einfach sein. Made my day. Schade, dass es noch keinen Emoji- Ottifanten gibt …

Dein Fan, der deine Heimat richtig gerne hat, wenns nur nicht so arschweit bis nach Ostfriesland wär …

Copyright Otto Waalkes

Sonntagsfreude: Ostfriesland

Moin. Auch wenn die Wetter-App für heute 100 Prozent Regen voraussagt und damit meine verbleibende, private Zeit hier in Ostfriesland wohl hauptsächlich drinnen stattfinden muss: ich hab Land und Leute hier oben im Norden Deutschlands die letzten Tage so sehr genossen.

Für die Anreise aus dem Süden mit der Bahn sollte man Zeit, Geduld und eine ausreichende Versorgung mitbringen. Schließlich könnte der Versorgungswagen gesperrt sein. Passiert gar nicht mal so selten, hab ich mir sagen lassen.

Angekommen im Norden reicht ein simples Moin. Damit ist alles gesagt. Alles andere ist viel zu viel schnacken.

Das tun sie aber trotzdem gern, die Ostfriesen. Mit viel Herz dabei. Obwohl ich Donnerstag bis gestern beruflich unterwegs war hatte ich einige besondere Begegnungen mit ostfriesischer Begeisterung, hat viel Spaß gemacht.

Was hängengeblieben ist: in Wilhelmshaven ist man nicht an der Nordsee, (weil Jadebusen), trotzdem spricht die Stadt davon, den einzigen Südstrand der Nordsee zu haben. Dort war zufällig Sailing Cup und ich hab die frühen Morgenstunden für eine Deich- und Hafenrunde mit viel Frischluft genutzt. Und das sehen dürfen, hach.

Am Bontekai ein großer Segler nach dem anderen – an Bord übrigens Crew und Gäste UND große Platten mit kulinarischer Verpflegung 😋Vor der Kaiser-Wilhelm-Brücke liegen die ersten Schiffe klar zum Auslaufen in den Jadebusen – die Brücke ist drehbar, die Schiffe gleiten durch die sich öffnende Mitte ⛵️Nicht ganz der Sonnenaufgang am Meer – aber schon schööööön!