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Sonntagsfreude: Nicht der Osterhase

Ich wünsch euch allen ein frohes Osterfest – eigentlich dachte ich, dass mir sehr früh an diesem Morgen vielleicht noch ein paar fleißige Osterhasen begegnen. Dann war es aber ein Eichhörnchen, das ich geweckt habe und das mit mir Verstecken gespielt hat …

Das war heute ein mehr als perfekter Start in den Tag, ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass ich mich gerade an so vielen kleinen Dingen freuen darf.

Eines möchte ich nicht versäumen zu erzählen: ich bin kein Fan der Kirche. Auch nicht von Pfarrern. Aber was sich mancher Seelsorger einfallen lässt in diesen Zeiten finde ich durchaus kreativ. Und wenns dann noch der Pfarrer meiner Heimatgemeinde ist. Und er es damit dazu ins Fernsehen schafft? Dann darf man ihn dafür auch mal lobend erwähnen

Ostersegen im Drive-Through –

Und das war vorhin schon der Knaller, als knapp 100 Autos einen Korso durchs Dorf gefahren sind um sich den Ostersegen im Drive-Through abzuholen 🙏

Danke für das Bild an die Kindergartenfreundin, die im Korso unterwegs war – hinter ihr ging’s noch gefühlt Kilometer weiter … irre!

Frohe Ostern 🥚🐣🐥🐇🐰😇

Sonntagsfreude: Osterwetter

Ich genieße – unter dem Kirschbaum liegend, den sachten Blütenregen. Das ist auch das einzige, was man am Wetter aussetzen kann in den vergangenen Tagen? Dass es so schnell so sommerlich ist, dass die Blüten, kaum dass sie aufblühen, explodieren – und schon wieder verblühen? Und dabei wie ein sanfter Sommerregen oder sachte wie Schneeflocken zu Boden rieseln …

Für mich ist es wie ein Kurzurlaub, Körper, Geist und die Seele baumeln. Herrlich schöne Ostertage sind das – und es ist so himmlisch ruhig, dass ich den Bienen beim zufriedenen Summen lauschen darf. Wenn nicht gerade ein Vogel schreit. Oder unsere Sommerkälber brummen. Oder eine Hummel brummelt. Oder der Wind sachte durch die Blüten streift …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Spruch zum Wochenende: Osterspaziergang

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weisses, überall regt sich Bildung und Streben, alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier, sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen nach der Stadt zurück zu sehen. Aus dem hohlen finstern Tor dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden, aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, aus Handwerks- und Gewerbes Banden, aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus Strassen quetschender Enge, aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge durch die Gärten und Felder zerschlägt, wie der Fluss, in Breit‘ und Länge, so manchen lustigen Nachen bewegt, und, bis zum Sinken überladen entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.

(Johann Wolfgang von Goethe, aus Faust I)

Scheint auch schon zu Herrn Goethes Zeiten Osterwochenenden wie 2019 gegeben zu haben, zumindest treffen seine Worte perfekt zu meinen Beobachtungen des heutigen Tages. Und darf gern so weitergehen, mit dem Frühsommer an diesen freien Tagen.

Ich wünsch euch allen ein schönes langes Wochenende und einen braven Osterhasen

Das mit dem ersten Reitabzeichen

Die bezaubernde Nichte hat die erste Woche der Osterferien einen Reitkurs gemacht, den sie sich vom eigenen Taschengeld finanziert hat. Und zwar gehörte da alles dazu, was zum Reiten gehört, also Stallarbeit, Pferdepflege, etwas Reiten und vor allem viiiiiiiiel Theorie. Das war täglich ab 9 und offiziell bis 13 Uhr, aber eigentlich hat es immer länger gedauert, weil es echt intensiv war!

Am Gründonnerstag waren die Oma und ich dann zum Zuschauen eingeladen („aber winkt mir nicht, damit ich nicht abgelenkt oder aufgeregt werde!“), wie sie und ihre 5 Mitprüflinge in der Halle Runde um Runde in unterschiedlichen Gangarten absolvierten, die Ponys anritten, zum Traben brachten oder in den Stillstand versetzten. Und obwohl sie auf dem schwierigen Paul reiten musste, hat alles super geklappt, die Nichte hat das erste Reitabzeichen geschafft. Und träumt jetzt von einer Profi-Karriere, nur fällt die Entscheidung schwer, ob lieber Dressur- oder Springreiterin …

Ich schlag mal vor: erst mal Pferdemädel? Und natürlich Glückwunsch von der stolzen Tante 😉