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Ab Aschermittwoch

Ich hab viel überlegt, denn ich will gerne fasten, nur bei vielen „logischen“ Möglichkeiten ist es für mich nicht wirklich verzichten. So offensichtliche Dinge, Schokolade, Süßkram, Torte, Gebäck. Darauf verzichte ich fast immer, freiwillig, insofern: das kann’s nicht sein!
Kürzlich hab ich bei Gabs schon mal ein paar ganz gute Fastengedanken und -Vorsätze gelesen. Langsam hab ich meine Entscheidungen getroffen und werde ab Aschermittwoch 40 Tage lang (mindestens)

– einen Apfel am Tag essen (obwohl ich mich gesund ernähre, das hab ich bislang noch nie geschafft, Obst ist für mich – und darauf bin ich keineswegs stolz – das stets vernachlässigte Nahrungsmittel)
– keinen Kaffee trinken
– den Konsum von Zucker in allen Formen und gesüßte Getränken wo möglich vermeiden
– nach Feierabend und am Wochenende nicht mehr Online sein
– mehr als sonst darauf achten, frische, vor allem unverpackte Nahrungsmittel zu kaufen – und nur soviel, wie tatsächlich verzehrt werden
– überflüssige Autofahrten vermeiden

Das ist der Plan – Morgen, am Aschermittwoch, geht’s los. Mal sehen, wie ich mit mir zufrieden sein werde?!

Meistgelesen

Ich habe so meine Routinen, dazu gehört, morgens und abends über einige Online-Medien zu lesen. Dabei habe ich kein System im eigentlichen Sinne, klicke, was mich gerade anspringt. Heute hab ich mich mal von der Kategorie „was andere gerade oder am meisten oder irgendwie so lesen“ inspirieren lassen:

Musikalischer Jahresrückblick: meistgelesen auf dem Zeit Magazin Online heute ein Artikel zu den besten Musik-Alben des Jahres.

Weder weihnachtlich noch saisonal: am meisten Leser von suedeutsche.de lesen jetzt gerade über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Genauso weit weg, aber mit einer immensen Tragweite und Auswirkungen auf jeden einzelnen, weil es geht um unser Alter – Top-Thema auf faz.net: die aktuelle Debatte zum Thema Rentenalter

Beschäftigen sich die Deutschen zum Jahreswechsel mit dem Thema Jobwechsel und Bewerbung? Könnte man jetzt vermuten, denn unter den Top3 Themen auf spiegel.de sind schreckliche Bewerbungsbilder

Wenigstens im Bereich Gesundheit auf Focus.de hat DAS liebste Thema mit der Vorbereitung auf Weihnachten zu tun, wenn der Aufhänger auch, na ja, also sagen wir mal, alles das ist, was einem die Feiertage mies machen kann? Was Weihnachten verdirbt

Insofern: nicht nur ich bin eine Woche vor dem heiligen Abend gedanklich mit allem möglichen, nur nicht mit Weihnachten beschäftigt?

Online versus Offline

Bin ich ein online-affiner Offliner? Oder eher ein offline-bestimmter Onliner? Und warum beschäftigt mich das überhaupt? Gestern abend saß ich mit einer Runde von 5 Mädels um einen Tisch, geplant war ein gemeinsamer Abend, ein persönliches Treffen, gemütlich zusammensitzen, Zeit miteinander verbringen, sich unterhalten, das Miteinander genießen. Offline. Nach einer knappen Stunde saßen wir zu sechst – mehr oder weniger aus eigenem inneren Antrieb – mit Blackberrys, iPhones und sonstigen Smartphones und sind in die Online-Welt eingetaucht … ich hab ziemlich schnell bezahlt und bin nach Hause.

Heute morgen dann eine Beobachtung, die ich in den letzten Wochen immer wieder mache: um mich rum an der Ampel Autofahrer, die die Rot-Phase allesamt nutzen, um ihre Mobilgeräte zu überprüfen. Können Mails tatsächlich nicht warten, bis man im Büro ankommt? Und muss man an jeder roten Ampel stehenbleiben und überprüfen, was Facebook und Twitter gerade hergeben? …

Ich weiß, dass es in den USA bereits vollkommen normal ist, sein Leben über das Smartphone zu steuern. Allerdings ist auch das Rahmenequipment im Auto beispielsweise anders als in Deutschland. Und ich muss ganz ehrlich gestehen: ich genieße meine morgendliche Autofahrt in die Arbeit, ganz bewusst mit meiner Musik, meinem Radiosender und allein. Weil das Ich-Zeit ist. Genauso gibts Wir-Zeit, die ich auch gerne verbringe – aber nicht so wie gestern abend, da waren zu viele Menschen über Mails, Facebook, Twitter, WhatssApp und Co dabei, die ich gar nicht kenne –

Also wahrscheinlich bin ich ein online-affiner Offliner? Online, wenn ich Lust dazu habe. Aber mit deutliche größerem Hang zum Offline sein, wann irgend möglich? Das ist zumidnest der Ist-Zustand – ich stelle mir ja wirklich oft die Frage, ob meine Patenkinder, wenn sie ins Alter kommen, sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen, überhaupt noch wissen, was ein Offliner ist ….?