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Die Obstpflückerin

Kürzlich hab ich mich mittags 20 Minuten in den schönen Obstgarten, ab von der Straße, weitab von der Strandpromenade gesetzt. Und einer Frau zugeschaut, wie sie Obst vom Baum geholt hat. Sie hatte dazu eine eigene Technik und das perfekte Outfit: eine grüne Latzkose, dazu hohe Gummistiefel, eine langärmlige Bluse und ein Kopftuch. Hält Wespen, den Dreck vom Baum und matschiges Obst fern. Unter dem Baum hatte sie weitflächig eine Plane ausgelegt. Mit einem langen Stiehl mit Griff fasste sie die Äste und schüttelte. Sacht, damit nur das reife Obst runterfällt. Dann fasste sie die Enden der Plane zusammen. Ich wollte ihr zum Umfüllen in die beiden Eimer zur Hand gehen – aber „Nein, das ist lieb, vielen Dank. Ich muss jetzt erst mal alles rausfischen, was matschig ist, das dauert – und keine Sorge: ich hab da meine Technik, mache das seit Jahren alleine …“. Süß, die Frau Obstpflückerin, wie sie da ihren ganz eigenen Stil entwickelt hat? Da kommt nur handverlesene Qualität ins Glas, die Marmelade würd ich sofort kaufen.

Plastikmüll

Mein Urlaub hat mich sehr nachdenklich gestimmt – wart ihr in letzter Zeit mal Einkaufen? Oder anders gefragt: Achtet ihr beim Einkauf darauf, wie viel Verpackung um die Einkäufe rum ist? In Friesland war ich in einem Supermarkt, in dem alles verpackt war. Mit alles meine ich: es gab nichts, das nicht in Tüten, Boxen, Folie oder einem anderen Verpackungsmaterial war. Alles Plastik. Alles Müll, der sich nicht abbaut. Es gab keine Theke für frische Wurst, Käse oder einen Obst- und Gemüsestand. Alles verpackt. Und alles so fertig. Auf mich hat das eine enorm abschreckende Wirkung – es gibt nichts Schöneres, als frisch einzukaufen. Lebensmittel zu riechen. Nur leider, das fällt mir auch in meiner heimischen Umgebung auf: die Welt tendiert dazu, alles in Plastik zu hüllen. Zum Schutz vor Schmutz?

Dann lese ich heute diesen Artikel zur Verschmutzung unserer Welt durch Plastik – und frage: muss wirlich jedes Lebensmittel eingepackt werden? Was bringt uns Convenience Food, macht es nicht am meisten Spaß, selbst zu kochen? Und muss Bio-Ware echt verpackt  werden? Im Netz findet man die interessante Antwort: „Kunden bevorzugen sterile Ware“ – der Käufer will es so …

Also: ich nicht – und ich versuche weiterhin, Plastik überall zu vermeiden, wo möglich. Und Punkt.

Ab Aschermittwoch

Ich hab viel überlegt, denn ich will gerne fasten, nur bei vielen „logischen“ Möglichkeiten ist es für mich nicht wirklich verzichten. So offensichtliche Dinge, Schokolade, Süßkram, Torte, Gebäck. Darauf verzichte ich fast immer, freiwillig, insofern: das kann’s nicht sein!
Kürzlich hab ich bei Gabs schon mal ein paar ganz gute Fastengedanken und -Vorsätze gelesen. Langsam hab ich meine Entscheidungen getroffen und werde ab Aschermittwoch 40 Tage lang (mindestens)

– einen Apfel am Tag essen (obwohl ich mich gesund ernähre, das hab ich bislang noch nie geschafft, Obst ist für mich – und darauf bin ich keineswegs stolz – das stets vernachlässigte Nahrungsmittel)
– keinen Kaffee trinken
– den Konsum von Zucker in allen Formen und gesüßte Getränken wo möglich vermeiden
– nach Feierabend und am Wochenende nicht mehr Online sein
– mehr als sonst darauf achten, frische, vor allem unverpackte Nahrungsmittel zu kaufen – und nur soviel, wie tatsächlich verzehrt werden
– überflüssige Autofahrten vermeiden

Das ist der Plan – Morgen, am Aschermittwoch, geht’s los. Mal sehen, wie ich mit mir zufrieden sein werde?!

Und noch mal Ernährung

Das scheint meine Woche des Essens zu werden? Bin eben über einen Artikel auf Spiegel Online gestolpert, gesunde Ernährung fällt Arbeitnehmern schwer. Mir auch, vor allem, wenn ich stressige Phasen in der Arbeit habe. Hat aber nicht etwa damit zu tun, dass es keine Möglichkeiten gibt: im Gegenteil. Rund um meinen Arbeitsplatz sind diese sogar sehr vielfältig. Es gibt eine Kantine, die jetzt nicht absolute Spitzenküche bietet, aber abwechslungsreich ist. Und immer Alternativen anbietet. In Laufentfernung liegen Asiaten, Italiener, Griechen, bayerische Küche, Metzgereien, Bäckereien, Coffeeshops, Sandwichtheken, Obst- und Gemüsehändler, Supermärkte. Eigentlich kann ich aus dem Vollen schöpfen.

Das Problem ist nicht das Angebot und auch nicht die Zeit, die muss ich mir nur nehmen. Es ist Disziplin gefragt, meine eigene. Absurd, aber ich muss mich gerade in Stressphasen regelrecht überwinden, gesund zu essen. Nicht nur schnell was reinzustopfen, damit der Magen nicht mehr knurrt. Was mir leichtfällt, wenn das Arbeitspensum überschaubar ist, aber eben nicht, wenn ich im Stress schwimme! Insofern: es ist mal wieder an der Zeit, mich zu coachen: auch in unentspannten Zeiten muss eine erholsame Mittagspause mit vernünftigem Essen möglich sein. So wie heute, sogar mit einem unerwarteten Spaziergang durch die Münchner Mittagssonne, was für ein Genuss. Und zum Nachtisch gesundes Obst, das uns mein Arbeitgeber jede Woche in die Küche stellt, damit wir „gesund bleiben“. Oder in meinem Fall hoffentlich werden 🙂