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1.06

Meine zwei Nichten dürfen immer am Geburtstag der anderen ein halbes Lebensjahr feiern, insofern haben wir am 8. Geburtstag der Großen auch die 1,5 Jahre der Kleinen zelebriert. Insgesamt ist der letzte Monat förmlich vorbei geflogen:

  • Nichte 2.0 ist morgens jetzt immer sehr hibbelig, bis es endlich losgeht, denn sie geht gern zur Krippe. Und ein bisschen ist sie damit auch schon groß, weil sie ja wie die Großen morgens das Haus verlässt. Jawoll.
  • Das mit dem Schlafen funktioniert in der Krippe sogar wesentlich besser als daheim. Sobald es Zeit ist gschaftlt sie zu ihrem Schlafplatz, legt sich hin – und schläft. Bleibt die Frage, warum das zu Hause eben nicht so läuft …?
  • Trinken läuft problemlos, beim Essen allerdings scheint manchmal der Appetit hinter der Neugierde herzuhinken? Ist gerade nicht leicht, sie soll ja selbst essen, da wandert aber viel zu viel auf den Boden, auch oft der Teller. Hm.
  • Auf dem Spielplatz ist sie sehr mutig, teilweise braucht sie eine Hand, vor allem wenn was wackelt. Aber sie will überall rauf, rein, runter. Ein kleiner Wirbelwind.
  • Natürlich will sie immer genau das haben, was ein anderer hat. Vor allem die Hüpfpferde und Autos, auf denen gerade die große Schwester spielt. Und mit lauten, ungehaltenen Na-Na-Na-Rufen oder auch gezielt eingesetzten Tränen bekommt sie die dann auch, klar.
  • Ansonsten darf die Große aber wirklich alles, auch wenn’s mal weh tut, Nini verzeiht sie alles-alles-alles. Sie liebt ihre große Schwester, abgöttisch.
  • Im Wagen geschoben werden ist immer noch doof, aber das Übel wird zeitweise ertragen. Wenn’s nicht mehr geht hilft es, unerwartet eine kleine Renneinlage mit plötzlichem Bremsmanöver einzulegen. Schon lacht sie übers ganze Gesicht.
  • Noch besser, weil es auch von jedem anderen unangenehmen Tagesordnungspunkt ablenkt, ist DER Hit: Aramsamsam, aramsamsam, gulligulligulligulli, ramsamsam … da tanzt sie mit den Händen und von einem Ohr bis zum anderen grinsend mit.
  • Mutig ist sie, klettert überall hoch. Und meistens gibt’s einen Schutzengel – manchmal muss aber auch die Tante hüpfen. Was altersbedingt auch durchaus schmerzhaft enden kann – zum Glück nicht für Nichte 2.0. Na Bravo.
  • Eigentlich wäre Schlafen toll, aber es klappt dummerweise nicht immer, was jeden Tag unterschiedliche Laune bedeutet. Ich muss aber sagen, dass ich sie bislang selten richtig schlecht gelaunt erlebt habe.
  • Nein ist offensichtlich nix für sie, über Verbote setzt sie sich konsequent hinweg, manchmal spitzbübisch beobachtend, was passiert. Wenn man sie aber lieb bittet oder warnt, das kommt an. Wenn ich Obacht sag, da spitzt die die Ohren und ist super aufmerksam.
  • Wir zwei schaffen mittlerweile sogar das Wickeln, sie hilft fest mit, damit sich die Tante nicht gar so doof stellt 😉
  • Generell haben wir zwei jetzt schon einige Stunden allein ganz gut hinbekommen, und auch zu dritt mit der bezaubernden Nichte klappt. Was den Eltern hin und wieder etwas Luft verschafft.
  • Nur wenn sie mitbekommt, dass sich die Mama aus dem Staub machen will, da ist Alarm angesagt, laut und herzzerreißend …
  • Wenn ich dann allerdings nach ein paar gemeinsamen Tagen nicht mehr da bin bekomme ich einen Anruf, dann ruft sie mich durchs Telefon, laut, energisch, fordernd. Noch nicht in gesprochenen Worten, aber deutlich 😉
  • Auf den Zehenspitzen rumwuseln ist nach wie vor super, aber die vielen neuen festen Schuhe für den Kindergarten lassen sie auch ordentlich auftreten – und mittlerweile schaffts sogar die Tante ihr die so anzuziehen, dass sie stabil auftreten kann. Und beim nächsten Mal erinnert sie mich bestimmt, dass man die Schuhe erst nach dem dicken Schneeanzug anzieht …?
  • Einmal mehr beobachte ich, dass sie kein klares Lieblingsspielzeug hat – alles aus dem Arztkoffer kann toll zum Untersuchen, aber auch zum Malen oder Schaufeln oder oder oder. Die „Bubbe“ schmeißt sie am liebsten durch die Luft, Legosteine werden am allerliebsten auseinandergebaut und überall hingeworfen … nur wenn dann einer unter ihr liegt, das findet sie nicht so toll.
  • Schaun wir mal, was der Nikolaus heut so sagt, denn bestimmt bekommen die Kleinen in der Krippe Besuch – und den braven Kindern bringt er bekanntlich eine Kleinigkeit mit.
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1.05

Da ist er also, der Monat, in dem Nichte 2.0 loszieht, das Leben mit noch kleinen, aber flinken Schritten, im Sturm zu erobern. Sie ist jetzt Krippenkind.

  • Noch läuft die Eingewöhnungsphase, und natürlich sind die Erzieherinnen noch längst nicht so schnell, wie der kleine Wirbelwind. Aber alle gewöhnen sich aneinander.
  • Das mit den anderen Kindern ist interessant – die verstehen nur nicht auf Anhieb, wenn sie sich mit ihnen über die geliebte große Schwester austauschen will und reagieren auf das Lieblingswort „Nini“ irritiert. Werden sie schon noch lernen.
  • Auch, dass sie besser auf ihre Trinkflaschen aufpassen müssen. „Alles meins“.
  • Essen in der KiTa passt. Spätzle mit Soß? Für Nichte 2.0 bitte Nachschlag …
  • Und ein bisserl sind wir schon verwandt, gleich den ersten Virus hat sie herzlich willkommen geheißen und Magen-Darm mit nach Hause gebracht. Hat sie natürlich mit der großen Schwester geteilt und auch noch den Herrn Papa angesteckt. Ja, so geht Familie.
  • Auch in Franken kann man sich zu Halloween verkleiden – die Kostümauswahl und alle sonstigen Vorbereitungen machen so Spaß – kann man auch großartig die kleinen Kästchen nehmen und Fotos und Videos vom Styling und anschließendem Spielen machen. Einfach drauf rumwischen, soll ich’s dir zeigen? Gib mir das Handy … iiiiich kann das schon.
  • Wir haben einen dritten Hasen, ich helf fleißig mit beim Eingewöhnen. Und beim Füttern und Versorgen gschaftl ich mit wie die Großen.
  • Treppensteigen? Kann ich. Mit links. Runter? Hoffentlich sind die Großen schnell genug …
  • Die unterste Treppenstufe ist nach wie vor beliebter Aufenthaltsort – nicht nur zum Sitzen, da kann man liegen, balancieren, höher klettern, sich austesten – und runter purzeln. Wehtun? Klar, geht auch.
  • Dass auf der Terrasse Kräuter eingetopft sind ist großartig, die kann man großzügig ernten. Und wie schön man die Erde überall verteilen kann. Besser als jedes andere Spielzeug. Und der grüne Daumen kann nie früh genug gefördert werden.
  • Bücherlesen ist auch großartig – wichtig ist, dass mindestens auf einer Seite Kühe vorkommen. Man darf durchaus weiterblättern und andere Tiere anschauen. Dann gehts aber schnell zurück zu den „Muh“.
  • Herbstlaub ist toll, kann man schön aufheben, aufräumen, wieder auf den Boden schmeißen …
  • Im Wagen fahren ist ok – reingesetzt werden dagegen S… großes Geschrei, also laut, wütend, teilweise müssen sogar Tränen fließen. Doof, weils hinterher oft sooooo viel zu lachen und quatschen gibt.
  • Hängerchen sind deutlich beliebter als andere, ebenfalls süße Kleidungsstücke.
  • Das Erbdirndl wurde gefunden, passt aber möglicherweise nicht mehr (lang) …
  • Die Sommerkälbchen-Mitbewohner von Oma und Opa sind ins Winterquartier umgezogen, das verursacht Irritationen. Weil „die kommen nächstes Jahr wieder“ ist für nicht mal eineinhalbjährige schlicht keine adäquate Erklärung.
  • Was, Tante Gigi ist am Telefon? Hörer zu mir. Nicht die langweilige Lautsprechertaste. Ich. Will. Das. Telefon. Damit watschle ich dann rum, wie es die großen machen. Klar sag ich auch was. Was die immer alle wollen, „du musst schon was sagen“. Phhhhh.
  • Mit dem Autofahren, ja, das ist immer noch so eine Sache. Also, wenn alle dabei sind, dann geht’s einigermaßen. Hauptsache die große Schwester, quasi das persönliche Bordentertainment. Aber allein mit Mama oder Papa …? Und dann noch Stau? Das verschlaf ich lieber (also im Idealfall, sonst ist knautschig angesagt und das macht allen anderen keinen, ich wiederhole KEINEN Spaß).

1.03+04

Die Zeit rennt, und Nichte 2.0 sowieso. Aktuell viel auf Zehenspitzen und am liebsten auf und davon. So kommts dann schon mal vor, dass die fleißige Dokumentiertante nicht hinterher kommt …

  • Weil ja alle Zähne auf einmal kommen ist oben und unten meist ein strahlendes Lächeln zu sehen, außer wenn die Backenzähne schieben, klar, auch alle auf einmal.
  • Das mit dem Krippenplatz pünktlich zum neuen Schuljahr hat nicht ganz geklappt, bis zum Start Mitte Oktober kann man aber schon mal öfter mit dem Kinderwagen vorbeigeschoben werden und sehnsüchtig zum tollen Spielplatz spechten – wir sind alle gespannt, ob sie wie die große Schwester ein begeistertes Krippenkind wird?
  • Am allerallertollsten ist es, wenn viel los ist, also gern viel Besuch – grad ist so gar kein Fremdeln 😉
  • Das mit den Essen ist recht unterschiedlich, manchmal schmeckt alles, das nächste Mal nix … am besten ach,ecken die im eigenen Garten reichlich wachsenden süßen Trauben, wer will mal probieren, haps, ich war schneller …
  • Immer noch „bunkert“ sie viel vom Essen auf dem Boden oder im Kindersitz – für später. Wobei 1. der Kindersitz langsam aber sicher zu klein wird und mit den anderen auf der Bank oder auf dem Schoß sowieso viel cooler ist – und 2. sich das nicht ganz mit der eigenen Putzleidenschaft verträgt: man reiche mir Lappen und Besen, ich mach dann mal „richtig sauber“!!!
  • Die große Schwester wird liebevollst angehimmelt: Nini ist mindestens Gott, wenn nicht sogar eine ganze Götterschar. Die darf alles, sogar schimpfen. Hach, Schwesternliebe ❤️
  • Seitdem die Terrasse einen Zaun hat, wusle ich am liebsten überall rum, schon schön, so viel Platz, NUR für mich – alles, alles MEINS. Und es dauert nicht mehr lang, dann zeig ich euch, wie man über das blaue Netz, das die Treppe absperrt, drüberkommt, ich üb schon fleißig …
  • Treppensteigen, ha, kann ich – wie jetzt, ihr meint, ich bin noch zu klein? Pffffffhhhhh – hier, kuckt mal, was ihr auch immer verbieten wollt …
  • Mitten im Garten hat der Papa Gras eingesät, das wächst super – ich pflück das immer ab, toll, so ein super Spielzeug, nur für mich
  • Noch so ein tolles Spielzeug: Smartphones. Darf man am besten direkt bei ihr abgeben, sie wischt dann ganz professionell und spricht mit dem Telefon. Wen sie anruft: na Nini, oder Papa, oder Mama. Oder die Großeltern, um nach den Muhs zu fragen.
  • Die werden auch in allen Büchern gesucht, egal, ob da Bilder vom Bauernhof oder von ganz was anderem sind, Kühe sollte nach Nichte 2.0 in jedem Bilderbuch zu finden sein – sonst wird’s schnell weggelegt und ein anders genommen.
  • Die zwei Nichten haben ein neues Wochenendritual: sie kuscheln sich vor dem Frühstück in den zur Höhle umfunktionierten Laufstall und die Große liest der Kleinen was vor.
  • Ich werd gerade umgetauft: aus Coco wird sowas wie Gigi, mal sehen, was am Ende rauskommt?
  • Sich auf die Treppenstufe setzen ist großartig, und da passen mindestens die beiden Schwestern und die Tante hin. Gerne auch noch ein paar mehr. Oder mit Puppe. Die darf eh überall mit hin und man kann tatsächlich mit ihr spielen.
  • Die Augen sind wohl doch braun – hatten wir die letzten Wochen eher auf grau oder grün getippt.
  • „Na“ heißt nicht automatisch nein, aber auch. Generell bekommen wir gerade recht häufig einen kleinen Dickkopf präsentiert, sehr lautstark. Wenn was nicht nach ihrem Willen geht: ein Gebrüll, das nicht immer durch sofortige Ablenkung abtönt …
  • „Ihr“ Bus ist endlich wieder da, mit dem waren mein kleiner Bruder und seine Frau jetzt ja ewig in Urlaub. Das gewohnte Auto wurde gestern gleich wieder liebevoll erobert, und in jede Ecke gespäht, ob auch alle gut versteckten Schätze noch da sind. Ach ja, Papa, bitte einmal auf dem Fahrersitz fest gurten, sind alle an Bord? Ich fahr dann mal los, brumm brumm 🚘 😎🤗🚗

1.02

Der 14. Monat war aufregend. Nichte 2.0 ist umgezogen. Aus Niederbayern ins Herz von Franken. Das ist ihr natürlich keinesfalls nicht zu verübeln 😉 Zum ersten Mal Kisten packen, Gewusel, Unruhe … sie hat es von allen Beteiligten am besten weggesteckt. Allerdings war es trotzdem sehr sehr anstrengend für sie. Momentan schläft sehr schlecht, hängt an meiner Schwester, will nicht loslassen. Bei der Hitze noch ein zusätzlich wärmendes Paket …

  • Die oberen 4 Zähne sind da, blitzen auch beim Lachen schön raus. Und gelacht wird viel und gern.
  • Auch wenn sie was anderes essen sollte, gemäß der Familientradition zieht auch sie Wurst und Fleisch allem anderen vor – gut, noch lieber dick in Ziegenfrischkäse eingetunkt. Man sollte nichts auf den Tisch stellen, was sie nicht haben darf, ansonsten ist das Lamentieren und Haben wollen LAUT und eindringlich.
  • Bei Tisch herrsche Ruhe – oder auch nicht. Das ist jedes Mal anders. Einmal findet sie es toll, wenn alle reden, das nächste Mal bringt sie das vollkommen aus dem Rhythmus – klar, alle anderen auch. Mal sehen, ob wir uns auf schweigsame oder plaudernde Mahlzeiten einigen können 😉
  • Die ersten Worte sind also Mama, Papa, Nini (die große Schwester) und – Trommelwirbel – Dande, yeah (und ihre große Schwester freut sich diebisch, dass sie jetzt auch einen Spitznamen hat, der sich nicht so leicht erschließen lässt)
  • Bei den Temperaturen und im Umzugstrubel hat sie einen Hitzschlag oder Sonnenstich abbekommen, hohes Fieber und sehr sehr schlapp, zum Glück haben Schatten und Ruhe gewirkt – mittlerweile hat es das 5 Jahre alte kleine Planschbecken aus dem 1-Euro-Shop (Familieninsider: eine alte Freundin meiner Mutter steht auf Mitbringsel von dort und überhäuft uns immer wieder mit Krusch) tatsächlich auf die Terrasse geschafft, dort thront sie und planscht, und planscht, und planscht
  • theoretisch hört und versteht sie alles, aber das mit dem „sich über Regeln hinwegsetzen“ ist grad ganz groß in Mode – nicht so schlimm, wenn es darum geht, etwas runterzuwerfen, das nicht kaputtgehen kann – schon schlimm, wenn sie trotz einem deutlich lauten Nein eine auf den Boden gelegte und nur angelehnte Tür umwirft, die aber – und da hatten wirklich alle Beteiligten Glück – zumindest nicht auf sie draufgeknallt ist …
  • trotz der mittlerweile stattlichen Kilo will sie am liebsten auf den Arm – also zumindest immer dann, wenn sie auch gerne selber laufen dürfte – selber laufen will sie aber partout dann, wenn es besser wäre, wenn sie auf dem Arm getragen werden würde …
  • mit den vielen fremden Gesichtern des Umzugs ist sie erstaunlich gut klargekommen, war neugierig und meistens sogar zugänglich – vor allem für den Umzugshelfer mit dem Pferdetattoo – gut, von dem war natürlich auch die bezaubernde Nichte hingerissen 😉

Auch wenn es sie noch nicht direkt betrifft genießt auch Nichte 2.0 die Sommerferien, im neuen Zuhause gibts schließlich unendlich viel Neues zu entdecken und Schatten gibts endlich auch !!!