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Das mit dem Vogelleben

Gestern morgen wollte ich doch nur ein Verlängerungskabel holen – begleitet von der Katzendame schloss ich die Tür zum alten Stall auf, wo auf dem elterlichen Bauernhof Dinge wie diese aufbewahrt werden. Kaum drin tschilpen die Schwalben, die dort nisten, in heller Aufregung. Ehe ich michs versehe hüpft die Mietzekatze in zwei beeindruckenden Sprüngen auf ein hohes Fensterbrett, verharrt dort einen winzigen Augenblick. Erst jetzt seh ich den regungslos scheinenden Vogel. Doch auch mein Schreien hilft nicht, schwups hat sie ihn. das Ende eines viel zu kurzen Schwalbenlebens – und ich fühle mich erbärmlich mitschuldig …

Später wurde ich noch mal Zeuge, wie ein Raubtier – dieses Mal ein Sperber – einen kleinen Star aus seinem Schwarm heraus verfolgte, bis er am Nachbarhaus ans Fenster folg – der Sperber hat nur kurz zugeschnappt, den herunterfallenden Star bei seinem hungrigen Nachwuchs im Nest abgeliefert. Und ist schon wieder weiter zu nächsten Beute ausgeflogen, denn die schwirren hier gerade in Massen durch die Lande …

Sonntagsfreude: Der Spatz

Mein Erlebnis des Tages: ein Spatz war nicht einverstanden, dass ich der Haus-Untersicht einen neuen Anstrich verpasse. Also eigentlich das Drumherum seines Zuhauses verschönere. Er war sogar derart empört, dass er lauthals meckernd an meinen Hals geflogen ist. Recht hat er, obwohl ich ja nicht wissen konnte, dass er da drin wohnt. Und er sich bis dahin sehr gut in einem nicht erkennbaren Nest vor mir versteckt hatte. Aus seiner Sicht wahrscheinlich durchaus berechtigt, mich anzugreifen. Aus meiner Perspektive allerdings muss ich sagen: er hatte Glück. Oder besser ich, denn er kann ja fliegen. Hätte durchaus blöd ausgehen können, so in mindestens 7 Metern Höhe. Auf einem schwankenden Gerüst ein Höhenängstler, der aber irgendwie sowohl gestern wie auch heute immer wieder die Balance hält. Jawoll. Ich gebe zu, ich bin grad sehr stolz auf mich, denn auch wenn die Knie zittern und ich mich nach unten sehne, ich hab alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe, also sogar ganz ganz oben.

Sonst freu ich mich, dass wir uns eben einstimmig gegen eine rote für eine anthrazit-graue Linie entlang der Lisenen entschieden haben. Und da ich (wieder mal) am allermeisten Farbe auf mir selbst verteilt habe und die trotz Schrubben nicht abgeht (…) freu ich mich, dass die Mädels heute Abend Rücksicht nehmen und unser Nachhol-Freitag kurz und auf dem Balkn stattfinden wird.

Mehr Sonnagsfeude sammelt Rita.

Sonntagsfreude: Vorsicht, eklig!

  Gewusst haben wir jetzt schön länger, dass in bzw. unter den schön gepackten Umzugskisten, die im alten Stall eingelagert waren, ungebetene Gäste eingezogen sind. In den letzten Wochen wurde der Gestank immer übler, insofern mussten wir gestern ran, gut eingepackt, feste Schuhe, dicke Handschuhe. Und ja, ich bin auf dem Bauernhof groß geworden, aber wenn’s mir vor etwas graust, dann sind das nun mal Ratten. Insofern durfte die versammelte Familie inklusive bezaubernder Nichte dann auch mal schön über mich lachen, als ich laut schreiend vor einem wirklich großen Exemplar fliehen musste, das mich ansprang. Die gute Nachricht: sie haben sich hauptsächlich in den untersten Kisten, ergo in alten Kuscheltieren und alten Faschingskostümen eingenistet. Die jetzt mitsamt den grausam stinkenden Nestern auf dem Müll gelandet sind. Wir konnten alle zum Auszug animieren, sollte dennoch noch mal ein großer Nager vorbeischauen wollen, werden wir wohl die alten Fallen der Urgroßeltern einsetzen müssen, die wir auf dem Speicher gefunden haben. Zudem ist die Katzendame hoffentlich die erfolgreiche Verteidigerin ihres Reiches. Bei der Aktion wurden zum Glück auch die verschollenen Deko-Eier meiner Mutter unversehrt geborgen, ist ja nicht mehr lang bis Ostern. Und wenn jetzt jemand Partei für die Ratten ergreifen möchte, das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er diese Spezies als Mitbewohner haben möchte. Mir stinken sie zu viel und ich finde keinesfalls erstrebenswert, diese Schädlinge in meiner Umgebung zu wissen. Deshalb Sonntagsfreude, dass sie weg sind. Und Punkt.
Mehr Sonntagsfreuden inklusive bezaubernden Blüten und köstlichem Bärlauch findet ihr gesammelt bei Rita.

#Sonntagsfreude: Ostergelächter

P1020244Ein netter Gedanke, den der junge Kaplan in seiner Predigt zur Ostermesse aufgegriffen hat: heute werde nicht nur das höchste, sondern auch das fröhlichste Fest der Kirche gefeiert. Also Grund zur Freude. Vor allem im Mittelalter sei es deshalb Brauch und Herausforderung für die Prediger: das Ostergelächter hervorzulocken. Deshalb hat er, statt tief in die Theologie, Philosophie oder Opfergedanken einzutauchen, gemeinsam mit den anwesenden Kindern Geschichten von den Möglichkeiten erzählt, wo das Osterei heute gefunden werden kann. Waren ein ige durchaus amüsante Tipps dabei – ich hoffe, keines der Kinder klettert jetzt aufs Dach, um im Schornstein zu suchen. Es wurde viel gelächelt und gelacht. War eine sehr herzenswarme, offene Stimmung – und dazu schöne Musik.

Und jetzt gibts Osterfrühstück, danach such ich dann auch mal, vielleicht find ich ein Nest? Der Osterhase scheint in diesem Jahr sehr fleissig gewesen zu sein 😉 Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.